Wien (OTS) – Österreich steht vor einer Hitzewelle. Mit den
steigenden
Temperaturen wächst auch die Belastung für den menschlichen Körper.
Gleichzeitig zieht es viele Menschen zur Abkühlung ans Wasser. Der
Samariterbund informiert über die wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen bei
Hitze und beim Baden.
Zwtl.: Wenn die Hitze zur Belastung wird
Samariterbund-Bundeschefarzt Prof. Dr. Michael Gruska warnt
davor, „die Hitze auf die leichte Schulter zu nehmen. Ältere
Menschen, Säuglinge, Kleinkinder, chronisch kranke Patientinnen und
Patienten, Personen, die im Freien arbeiten, und schwangere Frauen
haben jenseits der 30 Grad oft mit körperlichen Symptomen zu kämpfen:
Hitzeerschöpfung, Sonnenstich und Kreislaufprobleme sind die
häufigsten Folgen – bis hin zu Hitzestau oder Kollaps. Achten Sie
daher auf die Menschen in Ihrem Umfeld, motivieren Sie sie zum
regelmäßigen Trinken – und zögern Sie nicht, bei kritischen Anzeichen
unter der Telefonnummer 144 einen Notruf abzusetzen.“
Jedes Jahr sterben in Österreich mehr Menschen an den Folgen von
Hitze als bei Unfällen im Straßenverkehr. In den Städten spürt man
Hitzewellen stärker als im ländlichen Raum, wo es untertags im
Schnitt um rund 2,5 Grad kühler ist als in aufgeheizten Stadtzentren.
In den Nachtstunden beträgt die Differenz aufgrund der von Mauerwerk
und asphaltierten Straßen gespeicherten Wärme sogar vier bis fünf
Grad.
An besonders heißen Tagen wird die Rettung um bis zu 20 Prozent
öfter zu medizinischen Notfällen gerufen als im Jahresdurchschnitt.
Beim Samariterbund ist man für die heißen Tage gerüstet. In den
Einsatzfahrzeugen sorgen Klimaanlagen für coole Köpfe – sowohl bei
den Patient:innen als auch bei den Sanitäter:innen.
Zwtl.: Besondere Vorsicht beim Baden mit Kindern
Viele Menschen suchen bei hohen Temperaturen Abkühlung in Seen,
Flüssen oder Freibädern. Doch auch dort ist Vorsicht geboten: In
Österreich ertrinken jedes Jahr rund 40 Menschen. Die Wasserrettung
des Samariterbundes appelliert daher insbesondere an Eltern und
Aufsichtspersonen, Kinder beim Baden niemals aus den Augen zu lassen.
Amina Höfinger, versierte Rettungsschwimmerin und Beiratsvorsitzende
der Wasserrettung des Samariterbund Österreichs, betont:
„Schwimmhilfen wie Flügerln oder Reifen ersetzen niemals die
Aufsichtspflicht der Erwachsenen. Lassen Sie Kinder nie unbeobachtet
in der Nähe von Wasser spielen. Es reicht nicht, wenn sich Kinder in
Hörweite befinden, denn das Ertrinken passiert lautlos.“
Auch Erwachsene sollten beim Baden vorsichtig sein. „Der Körper
benötigt Zeit, um seine eigene Temperatur an die des Wassers
anzupassen“, weiß Höfinger. „Wer bei Hitze ins kühle Wasser springt,
riskiert einen Kälteschock, da sich die Adern schlagartig verengen
und der Blutdruck rasant stark ansteigt. Wir raten daher dringend,
sich abzuduschen, bevor man ins Wasser geht, und danach tauchen Sie
am besten nur langsam hinein.“





