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RSV-Saison beginnt im Oktober: Impfung von Schwangeren schützt Säuglinge

Wien (OTS) – Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verursacht in
den meisten
Fällen eine leichte Atemwegsinfektion, die aber bei bestimmten
Risikogruppen wie Säuglingen, Menschen ab 60 Jahren und Menschen mit
Vorerkrankungen wie COPD oder Asthma lebensbedrohlich verlaufen kann.
Gegen RSV gibt es einerseits die Möglichkeit einer aktiven
Immunisierung, also einer Impfung, andererseits eine passive
Immunisierung, bei der direkt Antikörper verabreicht werden.
„Babys, die in der RSV-Saison zwischen Oktober und März geboren
werden, sind besonders gefährdet. Deshalb haben wir als Kammer
erkämpft, dass Neugeborene, die in diesem Zeitraum auf die Welt
kommen, direkt auf den Säuglingsstationen immunisiert werden“, sagt
Naghme Kamaleyan-Schmied, Vizepräsidentin und Kurienobfrau der
niedergelassenen Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien.
„Noch einfacher wäre es aber, die Kinder bereits während der
Schwangerschaft über die Mutter zu schützen.“ Wird die Mutter während
der Schwangerschaft gegen RSV geimpft, bildet ihr Körper Antikörper,
die über die Plazenta auf das ungeborene Kind übertragen werden. „So
könnten wir durch eine RSV-Impfung der werdenden Mütter die Säuglinge
bereits vor ihrer Geburt immunisieren.“

Eine Ausweitung des kostenlosen Impfprogramms auf Schwangere wäre ein
wichtiger Schritt, um die Kleinsten noch besser zu schützen. Aber
auch für ältere Menschen, also Personen ab 60 Jahren, und Menschen
mit chronischen Grunderkrankungen wie Asthma, COPD, Herzschwäche oder
Immunschwäche ist RSV besonders gefährlich. „Nachdem wir die
Immunisierung von Babys geschafft haben, müssen wir jetzt erreichen,
dass auch die anderen Personengruppen, für die eine Impfung besonders
wichtig und potenziell lebensrettend sein kann, geschützt werden“, so
Kamaleyan-Schmied.

Auch die Verfügbarkeit ausreichender Impfstoffmengen ist essenziell.
„Egal, ob RSV-, Covid- oder Grippe-Impfung – es darf in der
beginnenden Impfsaison nicht passieren, dass Ärztinnen und Ärzte
sowie Patientinnen und Patienten nicht wissen, ob Impfstoffe
verfügbar sind und wie sie die benötigte Impfung erhalten können. Die
Verantwortlichen sind gefordert, die flächendeckende Versorgung mit
ausreichend Impfstoffen sicherzustellen“, appelliert Kamaleyan-
Schmied.

Zwtl.: Notwendige Maßnahmen

– Alle vom Nationalen Impfgremium (NIG) empfohlenen Impfungen sollen
automatisch als Kassenleistung übernommen werden. Bisher muss nach
jeder Empfehlung erstens der politische Wille für die Umsetzung
vorhanden sein und zweitens die Finanzierung immer im Einzelfall
verhandelt werden. Das kostet enorm viel Zeit und verzögert die
Umsetzung massiv.

Ausweitung des Gratis-Impfprogramms:nRSV-Impfung für SchwangerenRSV-Impfung für die ältere Bevölkerung und Risikopatientinnen und -patientennVierfachimpfung gegen Pertussis, Diphtherie, Tetanus und Polio für alle Erwachsenenn- RSV-Schnelltest in Ordinationen als Kassenleistung

– Sicherstellung einer zuverlässigen und kontinuierlichen
Verfügbarkeit aller benötigten Impfstoffe