Eisenstadt (OTS) – Wie der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf
sowie dem für
Katastrophenschutz zuständigen Landesrat Heinrich Dorner am
Donnerstagnachmittag vonseiten Greenpeace zugetragen wurde, hat die
Umweltorganisation eine Sachverhaltsdarstellung bei der
Staatsanwaltschaft Eisenstadt im Zusammenhang mit einer am 18.
Oktober 2025 im Steinbruch Pilgersdorf durchgeführten
Katastropheneinsatzübung des Bezirksfeuerwehrkommandos Oberpullendorf
eingebracht. Darin wird sowohl gegen Landesrat Dorner als auch gegen
Oberpullendorfs Bezirkshauptmann im Zusammenhang mit der Übung der
Vorwurf erhoben, die Teilnehmenden in Gefahr gebracht zu haben.
Seitens des Landes Burgenland wird klargestellt: Dabei handelt es
sich um falsche Behauptungen, die vom Land Burgenland aufs Schärfste
zurückgewiesen werden.
Fakt ist: Die besagte Katastrophenschutzübung fand am 18. Oktober
2025 statt. Zu diesem Zeitpunkt verfügte der Steinbruch über alle
aufrechten Genehmigungen; den Behörden lagen keinerlei Hinweise auf
eine Gefährdungslage vor.
Erst einen Monat nach der Übung, am 19. November 2025, wurden im
Zuge von Kontrollen geologische Gesteinsproben entnommen. Die spätere
Laboranalyse dieser Materialproben ergab einen erhöhten Asbestanteil
im anstehenden Gestein. Es muss in diesem Zusammenhang fachlich und
sachlich strikt festgehalten werden: Es handelte sich hierbei um
Materialanalysen der tiefen Gesteinsschichten und nicht um
Luftgütemessungen.
Als die Ergebnisse dieser Gesteinsanalysen Anfang des Jahres 2026
schließlich vorlagen, hat die zuständige Bezirkshauptmannschaft als
Sicherheitsbehörde keinen Tag gezögert und den Betrieb im Steinbruch
umgehend bis auf Weiteres behördlich geschlossen. Die Behörde hat aus
Sicherheitsgründen sofort und absolut korrekt gehandelt. Da die
zeitliche Abfolge belegt, dass zum Zeitpunkt der Übung im Oktober
keinerlei Hinweise auf eine Belastung vorlagen, sieht das Land
Burgenland der Sachverhaltsdarstellung äußerst gelassen entgegen.
Bewusste Verunsicherung der Einsatzkräfte: Neben der
Sachverhaltsdarstellung an die Justiz hat Greenpeace diese
Falschinformationen auch gezielt dem Landesfeuerwehrverband
Burgenland übermittelt. Damit wurde ganz bewusst für Beunruhigung und
Verunsicherung in den Reihen der freiwilligen Feuerwehren und anderer
Einsatzorganisationen gesorgt, die an der Übung teilgenommen haben.
Nach Bekanntwerden dieser Fehlinformation konnte seitens des
Landes Burgenland umgehend eine Richtigstellung veranlasst werden.
Diese wurde durch den Landesfeuerwehrverband bereits an die
betreffenden Organisationen versandt, um faktenbasierte Aufklärung zu
leisten und der Panikmache entschieden entgegenzutreten.
LR Dorner: Bei Bedarf Anzeige wegen Verleumdung
Aus dem Büro von Landesrat Heinrich Dorner heißt es, man sehe der von
Greenpeace eingebrachten Sachverhaltsdarstellung gelassen entgegen,
bewerte das Vorgehen aber auch mit großem Befremden. Man behalte sich
jedenfalls vor, bei Bedarf eine Anzeige wegen Verleumdung gegen
Greenpeace einzubringen.





