Wien (OTS) – Im Rahmen des Rechnungsabschlusses 2025 hat
Klimastadtrat Jürgen
Czernohorszky die Bedeutung von Klimamaßnahmen für den Erhalt der
Lebensqualität betont. Die Weltwirtschaftslage, Kriege und der
Klimawandel hätten in den vergangenen Jahren Krisen angeheizt und die
Lebensqualität aller Menschen, aber vor allem vulnerabler Gruppen,
beeinträchtigt: „Klimaschutz liefert Antworten auf Krisen. Er schützt
vor Hitzekrisen, Umweltkrisen, Energiekrisen und sogar vor
Wirtschaftskrisen.“, betont Czernohorszky. Speziell die Abhängigkeit
von fossiler Energie habe direkt Auswirkungen auf die Wienerinnen und
Wiener: „Solange wir mit Gas und Öl heizen, sind wir nicht vor
weiteren Preisexplosionen gefeit. Und das muss sich endlich ändern.“
Zwtl.: Sonnenstrom gegen Energiekrise und Abhängigkeit
„Dass die Kosten für Energie, Strom und Benzin immer wieder nach
oben schießen können, sei Grund genug, um die Kontrolle über die
Versorgung zurückzugewinnen“, so Czernohorszky. Der Ausbau von
Sonnenstrom spiele dabei eine entscheidende Rolle: Wien hatte als
Ausbauziel für Ende 2025 eine Sonnenstrom-Leistung von 250 MWp ins
Auge gefasst; dieses Ziel wurden mit 325 MWp schließlich deutlich
übertroffen. Heute produzieren mehr als 18.300 Wiener PV-Anlagen
sauberen Sonnenstrom, mit dem fast 100.000 Haushalte versorgt werden
könnten. Auch fürs Klima und die Umwelt ist Sonnenstrom gut: Fast
78.000 Tonnen CO2 werden jährlich durch Sonnenstrom eingespart.
Zwtl.: Klimamaßnahmen fördern Wirtschaftswachstum
Wien ist das einzige Bundesland mit einem – wenn auch kleinem –
Wirtschaftswachstum. Allein die Sonnenstrom-Förderung der Stadt Wien
hat in den vergangenen Jahren Investitionen in der Höhe von 214 Mio.
Euro ausgelöst. Aber auch der Ausbau der Kreislaufwirtschaft tut der
Wirtschaft gut – das zeigt z.B. der Green Economy Report 2025:
Demnach hat Kreislaufwirtschaft ein Wertschöpfungspotenzial von 3 bis
6 Milliarden Euro. Deshalb habt Wien 2025 seine eigene
Kreislaufwirtschafts-Strategie auf den Weg gebracht.
Zwtl.: Mit Wasser, Grünraum und kühlen Räumen gegen Hitze
Auch die Hitze sorgt für Krisen. Wien erlebt eine Hitzewelle, die
viele Menschen gesundheitlich belastet. Deshalb brauche es für alle
Menschen Abkühlungsmöglichkeiten. Wien setzt auf die Anti-Hitze-
Formel: Mehr Wasser + mehr Schatten + mehr Räume zum Abkühlen. In
Wien gibt es sehr viele Schutzräume für alle Menschen und das Angebot
wurde auch für diese Saison wieder ausgebaut, darunter: 34 Coole
Zonen, rund 1.800 Trinkbrunnen, mehr als 1.000 Parks (seit 2020 sind
mehr als 500.000 Quadratmeter neu- oder umgestaltet worden), 123
Nebelduschen, 100 Sommerspritzer, 75 „Brunnhilden“, 9 Kombibäder, 10
Sommerbäder, 11 Familienbäder. Speziell die Freibäder seien wichtige
Hitzeschutz-Partner, betont Czernohorszky. Deshalb sei es wichtig,
dass auch heuer wieder – trotz Spardrucks – sämtliche Standorte
geöffnet haben.
Zwtl.: Mit stabiler und starker Demokratie gegen Krisen
Für eine starke Demokratie müsse man „angesichts des weltweiten
Anstieges an autoritären Tendenzen mehr denn je kämpfen“, so
Czernohorszky. Als europäische Demokratiehauptstadt 2025 habe Wien
mehr als 600 Veranstaltungen abgehalten, darunter hochkarätige
internationale Konferenzen; ein neues Förderprogramm für
Demokratieprojekte ins Leben gerufen, mit dem 34 Initiativen
unterstützt werden konnten; und die erste Wiener Demokratiestrategie
erarbeitet, die im Gemeinderat beschlossen wurde.
Zwtl.: Erstes Wiener Klimagesetz trat 2025 in Kraft
2025 war auch das Jahr, in dem wir als erstes Bundesland
überhaupt ein Klimagesetz beschlossen haben. Damit wollen wir
garantieren, dass unsere weitreichenden Klimaziele Bestand haben und
ihre Gültigkeit behalten – und zwar über Legislaturperioden hinaus.
Dieser Verpflichtung werde man auch in den nächsten Jahren
nachkommen, kündigte Czernohorszky an. „Die Budgetlage ist
herausfordernd und Abstriche werden nötig sein. Aber die
Lebensqualität soll auch in mehreren Jahrzehnten hoch sein und das
geht nur mit zielgerichtetem und sozial verträglichem Klimaschutz“,
schließt Czernohorszky.





