Rauschenberg-Retrospektive „Image and Gesture“ in der Kunsthalle Krems offiziell eröffnet

St. Pölten (OTS) – Die Retrospektive „Robert Rauschenberg. Image and
Gesture“ wurde
heute, Samstag, von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in der
Kunsthalle Krems offiziell eröffnet. Die Schau ist Teil des
internationalen Ausstellungsreigens zum hundertsten Geburtstag des US
-amerikanischen Künstlers.

Dass die Kunsthalle Krems nach Weltstädten wie New York oder
Hongkong die Rauschenberg-Retrospektive zum hundertsten Geburtstag
des Künstlers ausstelle, sei „ein ganz klares Signal für das
internationale Vertrauen in das Kulturland Niederösterreich“, sagte
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. „Die Kunsthalle Krems ist ein
ganz großes Schaufenster in die Welt und ein Zentrum für Exzellenz“,
betonte sie, und diese Ausstellung bestätige: „Internationale
Spitzenkunst und -kultur hat nicht nur im urbanen Raum eine Heimat,
sondern auch in ländlichen Regionen.“

Der Künstler Robert Rauschenberg habe sich Zeit seines Lebens für
gesellschaftliche Belange stark gemacht, führte Mikl-Leitner aus.
„Der Künstler und diese Ausstellung stehen – genauso wie das
Kulturland Niederösterreich – für Weltoffenheit, Vielfalt und
Qualität“, sagte sie. Vor Jahrzehnten sei man kulturell noch im
Schatten der Bundeshauptstadt Wien gestanden, „aber dank unserer
Kulturstrategie und vielen Investitionen in die Kulturinfrastruktur
ist Niederösterreich heute ein erfolgreiches Kunst- und Kulturland“,
so die Landeshauptfrau. Sie nannte „kulturelle Leuchttürme“ wie die
eigene Landeshauptstadt mit dem Kulturbezirk, das Festivalzentrum
Grafenegg oder die Kunstmeile Krems. Mikl-Leitner unterstrich
abschließend: „Investitionen in Kunst und Kultur sind für uns kein
‚Kann‘, sondern ein ‚Muss‘ – nicht Selbstzweck, sondern
Lebenselixier.“ Möglich werde der Erfolg des Kulturlandes
Niederösterreich aber nur „durch das Miteinander zwischen dem Land
Niederösterreich und der gesamten Kunstszene“, sagte sie.

Unter den Ehrengästen war auch der amerikanische Botschafter Art
Fischer, der Rauschenberg als kulturellen Botschafter würdigte. Er
zeigte sich in seinem Statement überzeugt: „Kultur kann Türen öffnen,
Vertrauen und Verständnis über Sprachbarrieren, Staatsgrenzen und
Ideologien hinweg aufbauen.“ Fischer dankte besonders dem Land
Niederösterreich. „Niederösterreichs Unterstützung der amerikanischen
Kunst stärkt nicht nur unsere internationale Partnerschaft, sie
öffnet Grenzen und verbindet Menschen.“

Der künstlerische Direktor der Kunsthalle Krems, Florian
Steininger, sprach über Robert Rauschenberg als einen der
einflussreichsten US-amerikanischen Künstler des 20. Jahrhunderts und
Wegbereiter der Pop-Art und Konzeptkunst. „Das künstlerische Werk
Rauschenbergs ist enorm facettenreich und genreübergreifend“, so
Steininger. Er gab zudem einen Überblick über die Werke der
Ausstellung: „Ein Zusammenspiel aus fotografischem Bildmaterial und
gestischer Malerei steht dabei im Mittelpunkt“, erklärte er.

Die Direktorin der Rauschenberg Stiftung, Julia Blaut, meinte
unter anderem, Rauschenberg habe eine Brücke zwischen Expressionismus
und Pop-Art geschlagen, und hob besonders hervor: „Er war schon immer
an allem Neuen interessiert, und das spiegelt sich in all seinen
Werken wider.“ Blaut gab einen Überblick über die Arbeit der Stiftung
– von der Publikation des ersten Buches von Rauschenberg „I don´t
think about being great“ bis hin zu künftigen Ausstellungen und
Events.

Gregor Reinberg begleitete auf der Violine die Komposition
„Circus on“ des US-amerikanischen Komponisten und Künstlers John
Cage, der Werke Rauschenbergs in akustische Performances
transformierte.

Die Rauschenberg-Retrospektive läuft bis einschließlich 1.
November 2026. Alle Informationen online auf
www.kunstmeile.at/de/ausstellungen/robert-rauschenberg