Wien (OTS) – Die Gemeinschaft Junger Muslim:innen der IGGÖ (GJM) und
ihre
Mitglieder, die Jugendorganisationen der Kultusgemeinden, haben sich
den Schutz junger Menschen vor Extremismus und vor der
Instrumentalisierung ihrer Religion zur zentralen Aufgabe gemacht. An
dieser Aufgabe arbeiten die Einrichtungen der islamischen
Glaubensgemeinschaft in Österreich seit Jahren, verlässlich und im
gemeinsamen Rahmen. Ein isolierter Auftritt kann diese Arbeit nicht
alleine abbilden und nicht für die muslimische Jugendarbeit in
Österreich als Ganzes stehen.
Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich verfügt über
ein gewachsenes Netzwerk, das täglich und unmittelbar mit
muslimischen Jugendlichen in Kontakt steht. Dazu zählen Imame in den
Moscheen und Gemeinden, Seelsorger:innen, islamische
Religionslehrer:innen u an den Schulen, die GJM als offizielle
Jugendorganisation sowie zahlreiche Fachvereine und
zivilgesellschaftliche Strukturen. Diese Akteur:innen leisten
präventive, pädagogische und seelsorgerische Arbeit, nahe an den
Jugendlichen und mit fachlicher Kompetenz. Wer über den Schutz junger
Menschen spricht, muss diese bestehenden Strukturen zwingend
einbeziehen.
Zwtl.: Zum Begriff „politischer Islam“
„Wir lehnen den Begriff ‚politischer Islam‘ als Projekt- und
Programmbezeichnung entschieden ab.
Der Begriff ist unscharf, wissenschaftlich nicht tragfähig und offen
für Missbrauch. Er wird regelmäßig gegen die muslimische Gemeinschaft
insgesamt verwendet und leistet der Islamfeindlichkeit Vorschub. Zu
bekämpfen ist der Missbrauch der Religion durch extremistische
Akteur:innen! Klar benannt und ohne Umweg über einen Sammelbegriff,
der Religion und Extremismus vermengt. Eine solche Vermengung schadet
der muslimischen Jugend, statt sie zu schützen“, unterstreicht Talha
Titiz, Obmann der GJM.
Zwtl.: Die GJM als gemeinsames Dach
Innerhalb der Islamischen Glaubensgemeinschaft ist die GJM das
offizielle und strukturell verankerte Dach der muslimischen Jugend.
In ihr kommen die Jugendorganisationen der Kultusgemeinden zusammen.
Prävention gelingt dort, wo diese Kräfte gemeinsam wirken, nicht im
Alleingang.
„Unsere Strukturen, das fundierte Wissen und die notwendige
Reichweite sind vollumfänglich vorhanden. Daher laden wir alle
muslimischen Jugendorganisationen herzlich zur Zusammenarbeit im
gemeinsamen, etablierten Rahmen ein. Es liegt nun an allen
Beteiligten, dieses enorme Potenzial gebündelt zu nutzen“, betont
Hacer-Nur Akpinar, Obfrau der GJM.
Gemeinsame Verantwortung für junge Menschen und das aktive
Gedenken an die Geschichte gehen für die GJM Hand in Hand. In diesem
Sinne verbindet die Organisation ihre präventive Arbeit auch mit dem
Aufruf zur Teilnahme an der bevorstehenden Gedenkwoche Srebrenica.
Diese Initiative bildet ein zentrales Fundament, um Jugendlichen die
verheerenden Folgen von Hass, Intoleranz und Radikalisierung vor
Augen zu führen und sie nachhaltig für Werte wie Frieden,
Menschenwürde und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu sensibilisieren.
Veranstaltungshinweis zur Gedenkwoche Srebrenica:
https://www.derislam.at/gedenken-an-srebrenica





