Polizei verstärkt Verkehrsüberwachung zu Pfingsten

Wien (OTS) – Die Polizei erwartet am Pfingstwochenende ein erhöhtes
Verkehrsaufkommen und überwacht in Abstimmung mit den zuständigen
Verkehrsbehörden von Freitag, 22. Mai 2026, bis einschließlich
Dienstag, 26. Mai 2026, verstärkt den Reise- und Ausflugsverkehr.

Raser und Drängler aus dem Verkehr ziehen

Auf Motorradstrecken wird es gezielte Schwerpunkte geben. Gegen
Raser und Drängler sowie Alkohol- und Drogenlenker wird konsequent
eingeschritten. „Der Auftrag an die Polizei ist klar: Raser und
Drängler aus dem Verkehr ziehen, um jene zu schützen, die sich an die
Regeln halten“, hielt Innenminister Gerhard Karner fest.

Am Pfingstwochenende werden verstärkt Polizistinnen und
Polizisten für verkehrspolizeiliche Kontrollen im ganzen Bundesgebiet
eingesetzt. „Es wird Schwerpunkteinsätze in allen Bundesländern
geben, neben den Hauptverkehrs- und Transitrouten wird dies vor allem
unfallträchtige Strecken, beliebte Ausflugsstrecken sowie den Nah-
und Freizeitverkehr, auch im untergeordneten Straßennetz, betreffen“,
betonte Bundespolizeidirektor Michael Takács.

Einsatz technischer Möglichkeiten

Den Polizistinnen und Polizisten stehen dazu 2.500
Einsatzfahrzeuge, 400 Motorräder, 100 Zivilstreifenfahrzeuge mit
Videonachfahreinrichtung, 430 stationäre und mobile punktuelle
Geschwindigkeitsanlagen, zehn stationäre Section-Control-Anlagen,
1.247 Lasergeschwindigkeitsmessgeräte, elf Abstandsmesssysteme, 1.385
Alkomaten und 1.429 Alkoholvortestgeräte, 86 Mopedprüfstände und 51
Rotlicht-Verkehrsüberwachungsanlagen („Ampelradar“) zur Verfügung.

Bilanz des vergangenen Jahres

Im vergangenen Jahr wurden am Pfingstwochenende von Freitag bis
einschließlich Pfingstmontag bei 477 Verkehrsunfällen mit
Personenschaden 558 Menschen verletzt und zwei getötet. Im Jahr 2024
wurde eine Person tödlich verletzt, im Jahr 2023 kamen drei und im
Jahr 2022 vier Menschen ums Leben. In den Jahren 2021 und 2024 wurde
mit je einem Todesopfer das bisher absolut niedrigste Ergebnis seit
Einführung der Statistik im Bundesministerium für Inneres (1967)
verzeichnet. Zum Vergleich dazu mussten am Pfingstwochenende in den
bisher schlimmsten Jahren 45 Tote (1979) und 44 Tote (1984) beklagt
werden.

Während des Pfingstwochenendes 2025 wurden 62.877
Kraftfahrzeuglenkerinnen und -lenker wegen Überschreitung der
höchstzulässigen Geschwindigkeit beanstandet. 364 Fahrzeuglenkerinnen
und -lenker wurden wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt, weitere 96
Drogenlenkerinnen und -lenker mussten sofort aus dem Verkehr gezogen
werden. 274 Lenkerinnen und Lenkern wurde der Führerschein im Vorjahr
am Pfingstwochenende vorläufig abgenommen. Sieben Kraftfahrzeuge
wurden zu Pfingsten 2025 infolge extremer
Geschwindigkeitsüberschreitungen von der Bundespolizei vorläufig
beschlagnahmt.

Polizei appelliert an die Eigenverantwortung der
Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer

– Beachten Sie die Geschwindigkeits- und Alkohollimits und verzichten
Sie auf Drogen. Verstöße können nicht nur zu hohen Geldstrafen und
Führerscheinentzug führen, sondern bei einem Unfall auch zu großem
Leid.

– Fahren Sie nie über Ihre Verhältnisse, schon ein kleiner Fahrfehler
oder eine kurze Unaufmerksamkeit können einen schweren Unfall
auslösen.

– Halten Sie den entsprechenden Sicherheitsabstand zum
vorausfahrenden Fahrzeug und gehen Sie beim Überholen kein Risiko
ein.

– Seien Sie partnerschaftlich und rücksichtsvoll im Straßenverkehr
unterwegs. Damit leisten Sie jenen Beitrag zur Sicherheit im Verkehr,
den Sie zu Recht auch von anderen fordern.