Polizei und Blaulichtorganisationen sorgen für Sicherheit zum Jahreswechsel

Wien (OTS) – Bei einem Lokalaugenschein am 30. Dezember 2025 zu den
Vorbereitungen
für Silvester präsentierte Innenminister Gerhard Karner die geplanten
Sicherheitsmaßnahmen für einen reibungslosen Jahreswechsel. Mit dabei
waren Staatssekretär Jörg Leichtfried, Landespolizeivizepräsident
Dieter Csefan, die Präsidentin des Wiener Samariterbunds Susanne
Drapalik, der stellvertretende Leiter der Rettungs- und
Ambulanzdienste beim Roten Kreuz Wien Dimitris Nagl, Johanniter-
Bundesgeschäftsführerin Petra Grell-Kunzinger sowie Clemens Plappart-
Leenheer vom Malteser Hospitaldienst Austria.

„Die Polizei hatte in den vergangenen Wochen besonders viel zu
tun: Neben der arbeitsintensiven Silvesternacht stellten vor allem
die stark besuchten Christkindlmärkte seit Mitte November eine große
Herausforderung dar“, sagte Innenminister Gerhard Karner. „Tausende
Polizistinnen und Polizisten waren im Einsatz und sorgten bundesweit
für einen friedlichen Advent ohne Zwischenfälle. Dafür gilt ihnen
ausdrücklicher Dank für ihren professionellen Einsatz.“

Millionen Menschen würden weltweit – auch in Österreich – das
neue Jahr feiern, sei es zu Hause, in Lokalen oder auf öffentlichen
Plätzen, ergänzte Karner. „Gerade an Silvester sind besonders viele
Menschen unterwegs. Wie bereits in der Adventzeit wird die Polizei
auch an diesem Tag für Sicherheit sorgen – professionell und mit dem
nötigen Fingerspitzengefühl. Dafür gilt den eingesetzten
Polizistinnen und Polizisten besonderer Dank, auch den 180
Polizeibediensteten aus dem Burgenland, Niederösterreich,
Oberösterreich, Kärnten und Salzburg, die zu Silvester die Wiener
Polizei unterstützen. Der Dank richtet sich ebenso an alle anderen
Blaulichtorganisationen sowie an das Personal in Spitälern und
Pflegeheimen. Große Silvesterfeiern finden vor allem in Wien am
Silvesterpfad, aber auch in allen anderen Bundesländern statt.“

Zwtl.: Weitere Stimmen zu den geplanten Maßnahmen

Jörg Leichtfried, Staatssekretär im Innenministerium, zu den
Vorkehrungen für den Silvesterabend: „Angesichts der sich global
rasant verändernden Entwicklungen ist auch bei uns Wachsamkeit
wichtiger denn je. Der Verfassungsschutz trägt wesentlich dazu bei,
mögliche Gefährdungen frühzeitig zu identifizieren und einzuordnen.
Das zeigen auch die heutigen Sensibilisierungsmaßnahmen der Direktion
Staatsschutz und Nachrichtendienst mit den Landesämtern Staatsschutz
und Extremismusbekämpfung. In sechs Bundesländern werden gemäß
Pyrotechnikgesetz Sensibilisierungsgespräche und eine
Hausdurchsuchung durchgeführt. Diese Aktion läuft unter dem
Phänomenbereich ‚illegaler Waffenhandel‘ und es handelt sich dabei um
den Handel mit pyrotechnischen Stoffen. Diese präventive Arbeit im
Hintergrund und die gute Zusammenarbeit mit Einsatzkräften, Behörden
und Partnerdiensten erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass wir alle
Silvester sicher und unbeschwert feiern können.“

„Wir sind für die medizinische Versorgung der Feiernden bestens
gerüstet. Unsere Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass sich
die Besucherinnen und Besucher des Silvesterpfades großteils
verantwortungsbewusst und diszipliniert verhalten. Trotz des
erwartbaren Besucheransturms blicken wir auch heuer einem ruhigen und
sicheren Einsatz entgegen“, sagte Helmut Niessner vom Samariterbund
Wien, der Einsatzleiter an diesem Abend.

„Ein herzliches Dankeschön an alle Rettungskräfte, die zu
Silvester im Einsatz sind und mit ihrem Engagement dafür sorgen, dass
andere unbeschwert und sicher feiern können“, bedankte sich Susanne
Drapalik, Präsidentin des Samariterbundes Wien.

„Wir freuen uns, dass wir Johanniter einen Beitrag zur
medizinischen Sicherheit der Besucherinnen und Besucher leisten
können. Durch die enge Zusammenarbeit im Rahmen von ‚Vier für Wien‘
werden die Erfahrungen aller beteiligten Organisationen gebündelt und
damit eine verlässliche medizinische Versorgung am Wiener
Silvesterpfad sichergestellt“, sagte Petra Grell-Kunzinger,
Bundesgeschäftsführerin der Johanniter Österreich.

Dimitris Nagl, stellvertretender Leiter Rettungs-, Ambulanz-
/Sanitätsdienste Wiener Rotes Kreuz: „Damit alle Besucherinnen und
Besucher sicher feiern und gut ins neue Jahr starten können, ziehen
wir alle an einem Strang. Das starke Miteinander der ‚Vier für Wien‘
und die sorgfältige Vorbereitung geben allen Beteiligten die
Sicherheit, auf jede Situation bestens vorbereitet zu sein. Diese
Zusammenarbeit so zu erleben, ist wirklich etwas Besonderes.“

Peter Girrer, Bereichsleiter des Malteser Hospitaldienst in Wien,
freut sich, dass der Malteser Hospitaldienst Austria auch beim
diesjährigen Silvesterpfad gemeinsam mit den Wiener
Rettungsorganisationen für die sanitätstechnische Versorgung der
Feiernden im Einsatz stehen kann. Er dankt der Gesamteinsatzleitung
für die professionelle Vorbereitung und Koordination, die die
Grundlage für einen sicheren Jahreswechsel darstellt. Girrer:
„Besonders hervorzuheben ist die bewährte und konstruktive
Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen und ich wünsche allen
Besucherinnen und Besuchern ein stimmungsvolles Fest und einen
gesunden Start ins neue Jahr.“

Zwtl.: Herausforderungen für die Polizei

„Seit dem 7. Oktober 2023 besteht in vielen europäischen Staaten
eine erhöhte terroristische Bedrohungslage, ausgelöst durch den
Terrorangriff der Hamas auf Israel“, sagte der Innenminister. Auch in
Österreich gelte seither die vierte von fünf Terrorwarnstufen.
Entsprechend seien zahlreiche Polizistinnen und Polizisten – sichtbar
wie verdeckt – sowie technische Mittel wie Drohnen im Einsatz. „Der
Verfassungsschutz steht in engem Austausch mit ausländischen
Sicherheitsbehörden und die Polizei verfügt über umfassende Erfahrung
bei der Absicherung von Großveranstaltungen, deren Vorbereitungen
seit Wochen laufen. Da solche Veranstaltungen nicht nur in Wien,
sondern in ganz Österreich stattfinden, wurden alle
Landespolizeidirektionen sensibilisiert und entsprechende
Sicherheitsvorkehrungen getroffen.“

„Das Begrüßen des neuen Jahres mit Feuerwerk gehört in Österreich
zur Tradition“, betonte Karner. „Die Polizei wird allerdings dort
konsequent vorgehen, wo die gesetzlichen Vorgaben und Beschränkungen
missachtet werden.“

Zwtl.: Daten und Fakten

Zur vergangenen Jahreswende wurden 57 Personen verletzt, zum Teil
durch Pyrotechnik. Mehr als 9.100 pyrotechnische Gegenstände wurden
beschlagnahmt und mehr als 550 Anzeigen und Organmandate wegen
Übertretungen nach dem Pyrotechnikgesetz erstattet bzw. erlassen. „In
unserem Nachbarland Tschechien wurde im zu Ende gehenden Jahr das
Pyrotechnikgesetz verschärft – das ist wichtig und richtig“, hob der
Innenminister hervor. Dennoch seien auch in diesem Jahr noch
zahlreiche illegale, pyrotechnische Gegenstände an der Grenze
sichergestellt worden. „So wurden zum Beispiel am 8. Dezember im
Rahmen einer Schwerpunktkontrolle an der Grenze zu Tschechien in
einem einzigen Pkw 1.464 Pyrotechnikartikel mit einem Gesamtgewicht
von 147 kg sichergestellt.“

Deshalb sei der Auftrag an die Polizei klar, schloss der
Innenminister: „Sichtbare Präsenz zeigen. Dort, wo es notwendig ist,
konsequent gegen Randalierer und Gefährder einschreiten und diese aus
dem Verkehr ziehen – und ein sicheres Silvester für jene
gewährleisten, die sich friedlich und solidarisch an die Regeln
halten.“