PHAGO Arzneimittel-Radar zeigt für erstes Quartal keine versorgungskritischen Einschränkungen – trotzdem sechs Indikationsgruppen im Fokus

Wien (OTS) – Aufgrund der Anfälligkeit der Lieferketten durch den
Krieg im Nahen
Osten haben die Betriebe des österreichischen Arzneimittel-
Vollgroßhandels Sicherheitsvorkehrungen getroffen. In den 23
Arzneimittellagern der PHAGO Mitglieder in ganz Österreich werden 12
Millionen Packungen bevorratet. „Aktuell stellen wir keine
Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Verfügbarkeit von Arzneimitteln
oder Medizinprodukten fest.“ , berichtet PHAGO-Generalsekretärin
Monika Vögele.

Nach Warnungen aus Deutschland, dass medizinische
Schutzausrüstung, insbesondere Schutzhandschuhe wegen der Eskalation
am Persischen Golf bald knapp werden könne, monitoren die PHAGO-
Vollgroßhändler diesen Bereich zusätzlich.

Auf dem Arzneimittel-Radar der PHAGO-Vollgroßhändler zeigt sich
mit Ende des ersten Quartals 2026 gegenüber dem Vorjahr folgendes
Bild: Der Anteil der Arzneimittel, die als lieferkritisch eingestuft
werden, weil die Nachlieferung seitens der Hersteller verzögert oder
eingeschränkt erwartet wird, hat sich in den meisten
Indikationsgebieten verbessert. So sind etwa 94 Prozent aller
Herz/Kreislaufmedikamente problemlos erhältlich, auch fast alle
Antibiotika und Antirheumatika sind verfügbar.

Im Fokus haben die Vollgroßhändler derzeit folgende
Indikationsgruppen:

Der Nachschub bei blutstillenden Arzneimitteln droht zu stocken.

Ein Viertel aller Augentropfen wird weiterhin als lieferkritisch
eingestuft.

Bei Insulin und oralen Antidiabetika sind es über 40%.

Einzelne Schlaf- und Beruhigungsmittel sind unter Beobachtung.

Arzneimittel für Pankreatitis müssen kontingentiert ausgeliefert
werden, damit es aufgrund bestehender Engpässe zu einer sachgerechten
Aufteilung kommt.

Ebenso einzelne Hormonersatztherapien.