Wien (OTS) – Die Österreichische Staatsdruckerei (OeSD) freut sich,
die
vollständige Erteilung eines europäischen Patents zur
Datenabsicherung von persönlichen Identitätsdaten durch den eigens
entwickelten „Open Secure Document Biometric Barcode“ bekannt zu
geben. Die Verleihung des Patents EP 4307152 B1 an die
Österreichische Staatsdruckerei wurde im Europäischen Patentblatt
26/33 veröffentlicht und besitzt damit internationale Gültigkeit.
Zwtl.: Langjährige Entwicklung für verbesserte Datensicherheit
Nach mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde von
der OeSD ein Verfahren geschaffen, das durch die Kombination von
unterschiedlichen Sicherheitstechnologien höchstmögliche
Datensicherheit bietet. Das Verfahren kombiniert dabei persönliche
biometrische Merkmale mit einem maschinenlesbaren QR-Code unter
Verwendung einer offenen Ledger-Technologie. Damit wurde ein neuer
Standard für den Schutz dokumentenbezogener Daten geschaffen – ein
entscheidender Schritt hin zu sicheren Druckprodukten im kommenden
„Post Quanten“-Zeitalter. Diese Absicherung gewährleistet nicht nur
die eindeutige Zuordnung von Dokumenten wie Geburtsurkunden oder
Staatsbürgerschaften zu ihren Besitzern, sondern ermöglicht auch eine
manipulationssichere Langzeitarchivierung und Überprüfung der ID-
Daten – ein entscheidender Sicherheitsvorteil mit Blick auf
zukünftige Risiken durch Quanten-Computer.
Zwtl.: Schutz von wichtigen persönlichen Dokumenten möglich
In vielen Fällen basieren offizielle Identitätsdokumente wie
Reisepässe auf ursprünglichen, oftmals staatlich ausgestellten
Dokumenten wie einem Staatsbürgerschaftsnachweis oder einer
Geburtsurkunde. Durch den „Open Secure Document Biometric Barcode“
können die Informationen dieser ursprünglichen Dokumente mit einer
Art „digitalem Sicherheitssiegel“ geschützt werden. Dieses „Siegel“
ist nicht nur von Behörden, sondern auch von Personen auslesbar und
auf Echtheit überprüfbar. Durch die spezielle Anwendung von
Verschlüsselungs- und Hashing-Algorithmen, sowie der Möglichkeit zu
modularer Nachrüstbarkeit selbst Jahre nach dem Ausstellen, ist das
Dokument damit auch gegen mögliche zukünftige Risiken von Quanten-
Computern geschützt.
Zwtl.: Innovatives Sicherheits-Know-How „made in Austria“
“Mit dieser Patenterteilung unterstreicht die OeSD ihre Position
als globaler Vorreiter im Hochsicherheitsbereich und setzt neue
Maßstäbe für den Schutz sensibler Daten. Moderne Technologien “made
in Austria” schützen nicht nur die sensiblen Personendaten von
Bürgern, sondern sorgen auch für technologische Unabhängigkeit und
Souveränität in unsicheren Zeiten”, führt OeSD Generaldirektor Helmut
Lackner aus. Die eigens von der OeSD entwickelte Technologie ist
bereits in aktuellen Produktlinien integriert und kann zukünftig
potenziell unzählige weitere Dokumente im Feld langfristig schützen.