ÖAMTC warnt: Es gibt keine „Wundermittel“ für weniger Spritverbrauch

Wien (OTS) – Dass die Menschen in Zeiten hoher Kraftstoffpreise jede
Möglichkeit
nutzen wollen, um den Verbrauch ihres Fahrzeugs zu senken, ist
verständlich. Den Mobilitätsclub erreichen derzeit allerdings nicht
nur Fragen zum spritsparenden Fahren. „Immer wieder machen uns
Mitglieder auf Angebote aufmerksam, die wundersame Einsparungen
versprechen. Neben den seit Jahren regelmäßig auftauchenden
Metallstiften und Zusatzstoffen für den Tank, sind ‚Dongles‘, also
elektrische Module, die an der Diagnosebuchse angeschlossen werden
können, die neueste Masche“, fasst ÖAMTC-Techniker Dominik Darnhofer
zusammen. „Diese Module sollen, so das Versprechen, in die
Bordelektronik eingreifen und damit den Verbrauch reduzieren.“

Eine Untersuchung, die u. a. vom deutschen ÖAMTC-Partnerclub ADAC
kürzlich durchgeführt wurde, zeigt allerdings, dass der „Dongle“ zwar
blinkt, wenn man ihn ansteckt – eine Kommunikation mit dem Fahrzeug
findet aber nicht statt. „Fakt ist: Keines dieser Produkte wirkt sich
positiv auf den Verbrauch aus, die versprochenen Einsparungen konnten
in keinem wissenschaftlichen Test nachgewiesen werden. Wir haben
bereits vor Jahren gemeinsam mit der TU Wien sowohl am
Rollenprüfstand als auch auf der Straße Untersuchungen durchgeführt.
Immer mit dem gleichen Ergebnis: Es bringt keinerlei Vorteil, ein
solches ‚Wundermittel‘ zu verwenden“, fasst der ÖAMTC-Experte
zusammen.

Technisch schaden derartige Produkte dem Fahrzeug in der Regel
zwar nicht. „Sehr wohl aber der Geldbörse – so gesehen also genau das
Gegenteil von dem, was man eigentlich erreichen wollte“, stellt
Darnhofer klar. „Wir raten daher dringend vom Kauf dieser oft
esoterisch anmutenden Gadgets ab. Vorausschauendes, ökonomisches
Fahren und ein gut gewartetes Auto sind der beste Weg, um Kraftstoff
zu sparen und die Umwelt zu schonen.“

Zwtl.: So spart man wirklich Kraftstoff – die bewährten Tipps des
ÖAMTC

– Vorausschauend fahren: Sanft beschleunigen, früh schalten.

– Reifendruck kontrollieren: Regelmäßig den empfohlenen Druck prüfen.

– Ballast entfernen: Unnötiges Gewicht im Fahrzeug vermeiden.

– Dachaufbauten demontieren: Dachboxen und Träger bei Nichtgebrauch
abnehmen.

– Kurzstrecken vermeiden: Hoher Verbrauch bei Kaltstart.

– Leerlauf vermeiden: Motor bei längeren Stopps abstellen (z. B.
Bahnübergang).

– Rollwiderstandsoptimierte Reifen kaufen.

– Regelmäßige Wartung: Effizienz durch optimalen Fahrzeugzustand
sicherstellen.

Alle Infos zum Thema Spritsparen gibt es auf der Website des
Mobilitätsclubs.