Neue Umfrage: KI im Spiegel der Gesellschaft – Zwischen Zauberstab und Datenfresser

Baden (OTS) – Eine aktuelle Umfrage des digitalen Markt- und
Meinungsforschungsinstituts Marketagent in Kooperation mit respACT,
Österreichs führender Unternehmensplattform für nachhaltiges
Wirtschaften, zeigt: Die Österreicherinnen und Österreicher begegnen
Künstlicher Intelligenz (KI) mit Neugier, aber auch mit Vorsicht.
Chancen und Risiken halten sich dabei weitgehend die Waage – mit
klaren Forderungen nach Regulierung und Nachhaltigkeit.

Zwtl.: Zentrale Erkenntnisse der Umfrage:

Wissensstand & Nutzung : Im Schnitt nur mittelmäßiger
Wissensstand zu KI in Österreich: MW: 3,1. 7 von 10 haben KI bereits
privat genutzt.

Einstellungen & Gefühle : 43% der Österreicher*innen sehen KI als
Chance, ein Drittel als Risiko (32%). Gefühle schwanken zwischen
Neugier (42%) und Skepsis (46%). Symbolisch wird KI am ehesten mit
einem Schlüssel gleichgesetzt, der Türen zu neuen Möglichkeiten
öffnet (22%).

Vertrauen & Regulierung : Transparenz, wie KIs Entscheidungen
treffen, ist für fast 9 von 10 wichtig (86%). 79% fordern eine
gesetzliche Regulierung von KI – besonders in sensiblen Bereichen wie
Medizin, Justiz und Überwachung. Gleichzeitig haben 71% noch nie vom
EU AI Act gehört.

KI & Nachhaltigkeit : 58% halten KI grundsätzlich für vereinbar
mit Nachhaltigkeit. Mehr als die Hälfte (52%) traut KI zu, globale
Nachhaltigkeitsprobleme zu lösen. 47% sind sich des hohen
Energieverbrauchs von KI-Anwendungen bewusst. 72% bevor-zugen eine
umweltfreundliche KI auch bei geringerer Effizienz.

Soziale & gesellschaftliche Dimension : Ältere Menschen (69%)
gelten als am stärksten benachteiligt beim Zugang zu KI. 59%
befürworten Zugang zu KI als Grundrecht. Am positivsten wird KI-
Einsatz in medizinischer Diagnostik, in Bildung und bei Überwachung
bewertet. Bei Personalentscheidungen, Journalismus und Recht & Justiz
herrscht eher Ablehnung vor.

Beruf & Arbeitswelt : 64% der Berufstätigen haben KI im
Arbeitsalltag zumindest ausprobiert, 11% nutzen sie (fast) täglich.
45% sehen KI in der eigenen Branche als Chance, 18% als Risiko.
Hoffnungen betreffen vor allem Arbeitserleichterung (40%) und
Effizienz (36%), Sorgen Datenmissbrauch (37%) und
Verantwortungsprobleme bei Fehlern (35%). Nur jede*r Fünfte sieht den
eigenen Job durch KI gefährdet (21%).

Zwtl.: KI: schon genutzt, aber noch wenig verstanden

Im Schnitt schätzen die 1000 Befragten der Marketagent-Umfrage
ihren Wissensstand zu Künstlicher Intelligenz nur als mittelmäßig
ein. Als Schulnote ausgedrückt entspricht der Mittelwert einem
„Befriedigend“ (MW: 3,1). Dennoch haben bereits sieben von zehn
Österreicher*innen KI privat genutzt. In der Gruppe der 14-29-
Jährigen liegt dieser Anteil sogar bei 95%.

Zwtl.: Zwischen Neugier und Skepsis: KI polarisiert

43% der heimischen Befragten sehen Künstliche Intelligenz (eher)
als Chance, 32% (eher) als Risiko. Unter den männlichen Befragten
zeigt sich sogar jeder Zweite optimistisch (50%), unter den Frauen
nur gut ein Drittel (36%). Emotional löst ChatGPT und Co. vor allem
Neugier (42%) und Skepsis (46%) aus. Alles in allem herrschen aber
mehr negative (70%) als positive Gefühle (59%) vor. Symbolisch setzen
die Befragten Künstliche Intelligenz am ehesten mit einem Schlüssel
gleich, der Türen zu neuen Möglichkeiten öffnet (22%). Für 16% ist KI
ein Zauberstab, der Erstaunliches bewirken kann, wenn er
verantwortungsvoll eingesetzt wird.

Zwtl.: Transparenz ist Trumpf: Forderung nach klaren Regeln

Das Thema Verantwortung und Vertrauen zieht sich wie ein roter
Faden durch die ganze Studie. Für fast neun von zehn Befragten (86%)
ist Transparenz unumgänglich – sie wollen nachvollziehen können, wie
KI-gestützte Entscheidungen entstehen. Die große Mehrheit (79%)
befürwortet daher auch eine gesetzliche Regulierung des Einsatzes von
Künstlicher Intelligenz. Besonders wichtig erscheint dies in
sensiblen Bereichen wie Medizin (84%), Überwachung (82%) und Recht &
Justiz (79%). Gleichzeitig ist der EU AI Act bislang weitgehend
unbekannt: 71% haben noch nie davon gehört. Spannend: 59% würden
befürworten, dass der Zugang zu KI ein Grundrecht sein sollte.

„ Die Österreicherinnen und Österreicher sehen Künstliche
Intelligenz weder als Allheilmittel noch als Bedrohung. Sie gilt
vielmehr als Werkzeug, dessen Potenzial genutzt werden soll. Aber
nur, wenn Transparenz, Nachhaltigkeit und klare Regeln gewährleistet
sind. Unsere Studie zeigt deutlich: Die Gesellschaft wünscht sich
Chancen zu nutzen, ohne Risiken zu verdrängen “, betont Thomas
Schwabl , Gründer und Geschäftsführer von Marketagent.

Zwtl.: Grünes Potenzial: KI als Helfer für Umwelt und Ressourcen

Obwohl sich 47% der Befragten des hohen Energieverbrauchs von
ChatGPT und Co. bewusst sind, halten fast sechs von zehn KI-
Anwendungen als grundsätzlich vereinbar mit Nachhaltigkeit (58%).
Mehr als die Hälfte (52%) traut Künstlicher Intelligenz sogar zu,
globale Nachhaltigkeitsprobleme zu lösen. Besonders großes Potenzial
wird in Logistik und Mobilität (45%), Ressourcennutzung (36%) sowie
Energie- und Gebäudemanagement (26%) gesehen. 72% würden eine
umweltfreundliche KI auch dann bevorzugen, wenn sie weniger effizient
ist.

„ Die Studie zeigt, dass Künstliche Intelligenz in der
öffentlichen Wahrnehmung immer stärker als Teil einer nachhaltigen
Zukunft gesehen wird. Das bestärkt uns, Innovation mit ökologischer
und sozialer Verantwortung zu verbinden, und dabei für Transparenz
und Nachvollziehbarkeit zu sorgen “, so Daniela Knieling ,
Geschäftsführerin respACT.

Zwtl.: KI im Arbeitsalltag: Zwischen Jobchance und Datenangst

Fast zwei Drittel der heimischen Berufstätigen haben Künstliche
Intelligenz im Job bereits ausprobiert (64%), 11% nutzen sie (fast)
täglich. 45% sehen KI in der eigenen Branche (eher) als Chance, 18% (
eher) als Risiko. Hoffnungen betreffen vor allem Arbeitserleichterung
(40%) und effizientere Prozesse (36%). Die größten Sorgen sind
Datenmissbrauch (37%), unklare Verantwortlichkeiten bei Fehlern (35%)
und mehr Überwachung bzw. Kontrolle (34%). Überraschend: Nur jede*r
Fünfte (21%) sieht den eigenen Job durch KI gefährdet. Dennoch bleibt
für viele die Zusammenarbeit mit KI ein sensibles Thema: Vor die Wahl
gestellt, bevorzugen 44% weiterhin ein rein menschliches Team ohne KI
-Systeme. Für 35% setzt sich das Wunsch-Szenario aus 3 Menschen und 2
KI-Systemen zusammen.

„ Die Berufswelt in Österreich steht der Künstlichen Intelligenz
mit vorsichtigem Pragmatismus gegenüber. Viele Beschäftigte erhoffen
sich konkrete Erleichterungen im Arbeitsalltag, gleichzeitig sind
Sorgen rund um Datenmissbrauch und Verantwortlichkeiten präsent.
Bemerkenswert ist, dass nur ein Fünftel den eigenen Job durch KI
bedroht sieht. Eine wichtige Herausforderung liegt darin, das
richtige Maß an Mensch-Maschine-Zusammenarbeit zu finden “, so
Schwabl .