Wien (OTS) – Die große Radwegoffensive der Stadt Wien läuft weiterhin
auf
Hochtouren und ganz vorne dabei ist der Alsergrund. Rund um den Ende
2025 umgestalteten, klimafitten Julius-Tandler-Platz inklusive neuem
Radweg in der Alserbachstraße geht es nun weiter mit der
Althanstraße. Vom Franz-Josef-Bahnhof bis zum Universitätszentrum
Althanstraße entsteht ein rund 400 Meter langer Ein-Richtungs-Radweg.
Er ist einer der Projekte, die im nächsten Mobilitätsausschuss auf
der Tagesordnung stehen. Die Stadt setzt bei diesem Projekt auf die
bereits bewährte, kostengünstige Leichtbauweise, wie sie auch schon
in der Leopold-Ferstl-Gasse und der erst kürzlich fertiggestellten
Oberen Donaustraße eingesetzt wurde. Um Synergien zu nutzen, wird die
bauliche Umsetzung mit der Gleissanierung der Wiener Linien
koordiniert umgesetzt. Die Wiener Linien haben bereits mit der
Gleissanierung begonnen, um eine gut funktionierende
Schieneninfrastruktur zu gewährleisten. Im Anschluss starten die
Bauarbeiten für den neuen Radweg, der bis Juli 2027 fertiggestellt
sein wird. „Ich freue mich sehr, dass wir nach der Umgestaltung des
Bahnhofsvorplatzes und dem neuen Radweg in der Alserbachstraße nun
einen weiteren nicht attraktiven Radfahrstreifen ersetzen können und
dies in schon erprobter, günstiger und sicherer Leichtbauweise“, so
Planungsstadträtin Ulli Sima.
Sichere Radverbindung vom Bahnhof zum Universitätszentrum
Das Grätzl rund um den Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Bezirk hat in
den vergangenen Jahren bereits einige Aufwertungen erfahren. Kürzlich
erst wurde der ehemals graue Bahnhofsvorplatz zu einer klimafitten
Aufenthaltsoase inmitten der Stadt umgestaltet. Nun wird auch die
Anbindung des Grätzls rund um den Bahnhof mit einem neuen Radweg
nachhaltig verbessert. Ein rund 400 Meter langer Ein-Richtungs-Radweg
ersetzt den bestehenden Mehrzweckstreifen ab der Alserbachstraße und
schließt dort direkt an den 2025 fertiggestellten Zwei-Richtungs-
Radweg an. Der neue baulich getrennte Radweg verläuft bis zum
Universitätszentrum Althanstraße, das in den nächsten Jahren zum
größten Universitäts-Standort Österreichs ausgebaut wird.
Effizienter Ausbau durch Umsetzung in Leichtbauweise und Nutzung von
Synergien
Auch bei diesem Projekt werden Synergien bestmöglich genutzt: Die
Wiener Linien führen im Projektbereich bereits notwenige
Gleissanierungen durch. Im Anschluss daran erfolgt die Errichtung des
neuen kosteneffizienten Radwegs in Leichtbauweise. So können mehrere
Maßnahmen gebündelt und die Bauarbeiten effizient umgesetzt werden.
Der Radweg wird dabei nicht wie sonst üblich auf erhöhtem Niveau
geführt, sondern er bleibt auf Straßenniveau. Die Abgrenzung vom
Verkehr erfolgt mittels Schwellen. Die Leichtbauweise ermöglicht eine
sichere und klare Radverbindung.
„Attraktive Fahrradinfrastruktur muss nicht teuer sein. Wir
setzen hier auf die Leichtbauweise, um den bisher bloß aufgemalten
Radstreifen mit günstigen Mitteln zu einem sicheren Radweg zu machen.
So wird der künftige Campus Althangrund schon jetzt noch besser ins
Radwegenetz eingebunden. Dazu kommt wie immer ein Mehr an
Grünflächen, die auch das Zu-Fuß-Gehen angenehmer machen“, so NEOS
Wien Mobilitätssprecherin Angelika Pipal-Leixner.
Mehr Grün und Aufenthaltsqualität für das Grätzl
Neben einer neuen und sichereren Radanbindung profitiert das
Grätzl rund um den Franz-Josefs-Bahnhof von weiteren Verbesserungen:
Die bestehenden Grünflächen entlang der Althanstraße werden teilweise
vergrößert und mit Staudenunterpflanzungen ausgestattet. In einer
neuen Grünfläche wird zusätzlich zu den bestehenden Bäumen ein
weiterer gepflanzt.
Zahlreiche neue Sitzgelegenheiten laden künftig entlang des neuen Ein
-Richtungs-Radweg zum Verweilen unter den Bäumen ein. Ein neuer
Trinkhydrant gegenüber der Ausfahrt Fechtergasse sorgt an heißen
Tagen für eine angenehme Erfrischung. Mit rund 30 zusätzlichen
Radabstellmöglichkeiten schafft die Stadt Wien ein noch attraktiveres
Angebot für den Radverkehr.
„Nach der Neugestaltung des Julius-Tandler-Platzes und dem Radweg vom
Währinger Gürtel bis zur Friedensbrücke geht die Radwegoffensive am
Alsergrund weiter. Durch unseren Bezirk führen einige der wichtigsten
Verkehrsrouten Wiens, deshalb sind sichere Radwege hier besonders
wichtig. Mit dem neuen Radweg in der Althanstraße wird das Grätzl
rund um den Franz-Josefs-Bahnhof noch besser angebunden und weiter
aufgewertet“, betont die Bezirksvorsteherin vom Alsergrund Saya
Ahmad.
Top-Radverbindungen durch den Alsergrund – vom Donaukanal bis zum
Gürtel
Der neue Ein-Richtungs-Radweg schließt direkt an den bereits
bestehenden, breiten Zwei-Richtungs-Radweg in der Alserbachstraße an.
Fuchsthallergasse und Alserbachstraße zählen zum Wiener
Hauptradverkehrsnetz und sind hochfrequentierte Radrouten, die den
Gürtel (U6 Station Währinger Straße) und die Lände am Donaukanal (U4
Station Friedensbrücke) verbinden. Die Infrastruktur auf dieser
wichtigen Route durch den 9. Bezirk wurde in den letzten Jahren
grundlegend verbessert: Zum bestehenden stadtauswärts führenden Ein-
Richtungs-Radweg in der Fuchsthallergasse gesellte sich bereits 2024
stadteinwärts ein baulich getrennter Ein-Richtungs-Radweg. Im Sommer
2025 wurde die fehlende Radweg-Verbindung in der Fuchsthallergasse
von der Lustkandlgasse bis zum Währinger Gürtel errichtet.
In der Alserbachstraße gab es ehemals in beide Richtungen nur schmale
Mehrzweckstreifen. Mit Ende 2025 wurde auf der Seite des Julius-
Tandler-Platzes ein baulich getrennter Zwei-Richtungs-Radweg
errichtet. Dieser verläuft ab der Spittelauer Lände bis zur
Einmündung in den Fußgänger*innenzonenbereich bei der Markthalle als
Zwei-Richtungs-Radweg. Ab der Boltzmanngasse bis zur Nußdorfer Straße
gibt es aufgrund der Platzverhältnisse bei der Markthalle und der
Öffis Ein-Richtungs-Radwege auf beiden Seiten der Straße.
Wien baut das Radwegenetz 2026 konsequent weiter aus
Im sechsten Jahr in Folge setzt die Stadt Wien ihre Radweg-
Offensive fort: Mit 33 neuen Projekten und rund 12,5 Kilometern neuer
Radverkehrsinfrastruktur wird das Hauptradwegenetz auch 2026
konsequent ausgebaut. Der besondere Fokus liegt heuer auf der
Weiterführung großer Radachsen und auf Lückenschlüssen.
Alle Infos zu den Radwegeprojekten inklusive interaktiver Karte
zu allen Projekten auf fahrradwien.at
rk-Fotoservice: https://presse.wien.gv.at/