Nervenkitzel im Kaukasus: Das große Finale des Damen-Alpin-Kaders 4.0

Wien (OTS) – Die Naturfreunde Österreich ziehen eine beeindruckende
Bilanz über
den Damen-Alpinkader 4.0. Mit einer vierwöchigen Abschlussexpedition
in den Kaukasus bewiesen fünf junge Frauen Mut, Kameradschaft und
alpine Kompetenz. Sie zeigen uns, was moderne, selbstbestimmte
Alpinistinnen leisten können.

Zwtl.: Öffentlich von Innsbruck nach Georgien

Der Damen-Alpinkader reiste im September 2025 ausschließlich mit
öffentlichen Verkehrsmitteln von Innsbruck nach Georgien. 77 Stunden
und 3.430 Kilometer quer durch Europa: Nachtbusse, Grenzübertritte
und spontane Begegnungen entlang der Route. „Eine Anreise mit Öffis
kann nicht nur reibungslos möglich sein, sondern auch echt Spaß
machen – vorausgesetzt, man hat das richtige Team und einen guten
Proviant“, erklärt Kader-Leiterin und Bergsteigerin Barbara Vigl.

Als Basis für Tourenplanung und Training in ungewohntem Gelände
diente die Stadt Mestia. Das erste große Ziel: der Tetnuldi (4.858 m)
, ein markanter Gletscherberg des Kaukasus. Kurz vor dem Gipfel
verletzte sich eine Teilnehmerin. „In den Bergen gibt es ein
Restrisiko, das niemand beeinflussen kann“, resümieren die
Bergsteigerinnen.

Zwtl.: Auf Rettungsaktion folgt Höhepunkt

Doch das Team meisterte die stundenlange Rettung souverän: durch
klare Kommunikation und absolute Konzentration. „Jede wusste zu jeder
Zeit, was sie tun musste, wir waren bedingungslos füreinander da“,
bekräftigt das Team.

Trotz des Rückschlags gelang dem Team eine bemerkenswerte
Leistung: eine neue, rund 500 Meter lange Route am Gulba (3.725 m).
Die alpine Kletterei im Grad 6+ verlieh der Expedition ihren
ursprünglichen Charakter. „Neues wagen und entdecken, schwere
Rucksäcke schleppen, Regentage überstehen, Pläne schmieden, verwerfen
und neu erfinden und schließlich als noch bessere Freundinnen
heimgekommen“

Zwtl.: Erfolgsprojekt geht in die nächste Runde

Seit 2012 bildet der Naturfreunde-Alpinkader junge Alpinistinnen
und Alpinisten aus. Das zweijährige Programm bietet Module in Sport-,
Alpin- und Eisklettern, Skitouren, Hochtouren sowie
Expeditionsplanung. Ziel ist nicht Leistungssport, sondern
Sicherheit, Persönlichkeitsentwicklung und Teamgeist am Berg.
Höhepunkt ist stets die selbst geplante Expedition im zweiten Jahr.

Das Ende des ersten weiblichen Alpinkaders markiert zugleich den
Beginn des nächsten Durchgangs. Die Bewerbungsphase für den Damen-
Alpinkader 5.0 startet ab sofort. Gesucht werden Frauen zwischen 18
und 26 Jahren.

„Der Damen-Alpinkader ist ein echtes Erfolgsmodell. Er zeigt, wie
viel Potenzial entsteht, wenn wir Frauen im Alpinismus fördern und
sichtbar machen. Wir freuen uns auf das nächste starke Team und viele
neue alpine Vorbilder“, reüssiert NF-Geschäftsführer Günter Abraham.