Nachlese zur ÖAG-Diskussion: „Künstliche Intelligenz im Film“

Wien (OTS) – Bei “Fullhouse” in den Clubräumen der Österreichisch
Amerikanischen
Gesellschaft (ÖAG) führte der Direktor des Österreichischen
Filminstituts Roland Teichmann durch einen spannenden Abend.

Die Diskussion widmete sich hauptsächlich kreativen, ethischen,
wirtschaftlichen und rechtlichen Fragen zum Einsatz von Künstlicher
Intelligenz (KI) in der Filmbranche. Das hochkarätige Podium war sich
einig: Künstliche Intelligenz gewinnt in der Filmbranche stetig an
Relevanz.

Aufgrund des geringen Kosten- und Zeitaufwandes werde KI bereits
vielfach eingesetzt, bestätigte Hannes Schalle , österreichischer TV-
und Filmproduzent. Das Ziel sei es allerdings nicht Schauspielerinnen
und Schauspieler zu ersetzen, sondern im audio-visuell technischen
Bereich damit zu arbeiten.

Auch Georg Tiller setzte sich als Regisseur und Produzent bereits
mit KI im kreativen Prozess auseinander. Die Risiken sieht er vor
allem in der Automatisierung von Content „wo kein Mensch mehr
dahintersteht“.

Aktuell gebe es in der EU keine Gesetze zum Einsatz von KI,
bestätigte Thomas Wallentin , der als Rechtsanwalt u.a. auf
Urheberrechte spezialisiert ist. Die Nutzung von KI werfe unzählige
Fragen auf: „Bis wir da endgültige Sicherheit haben, werden noch
einige Jahre ins Land ziehen.”, erklärte Wallentin.

Stephanie Meisl , Gründerin von D#AVANTGARDE, betonte man könne
auch nicht auf die Lösung der aktuellen Rechtsproblematik warten, da
andere Unternehmen unterdessen weiterziehen werden. Dennoch blicke
sie optimistisch in die Zukunft.

ÖAG-Präsident Philipp Bodzenta und ÖAG-Generalsekretär Rainer
Newald freuten sich über die zahlreichen kultur- und filmaffinen
Gäste. Für die musikalische Untermalung sorgten Natascha und Doc-
Wolfgang von der „AESCULAP COMPANY“ mit einer Auswahl von John Denver
– und CCR-Songs.

Die Diskussion zum Nachsehen: https://youtu.be/Tk6U5sFZp58?si=
lIiR8Sn8I0_cbiOm