Mehr Wege, weniger Barrieren: Naturfreunde setzen Schwerpunkte bei Mountainbike und Inklusion

St. Pölten (OTS) – Die Bundeskonferenz der Naturfreunde Österreich
setzte klare
Schwerpunkte für die Zukunft des Bergsports: die Weiterentwicklung
des Mountainbike-Angebots in Österreich sowie die Stärkung von
Inklusion im Berg- und Klettersport.

„Unsere Aufgabe ist es, Naturerlebnisse möglichst vielen Menschen
zugänglich zu machen. Das bedeutet, neue Wege für Mountainbiker*innen
zu öffnen und gleichzeitig Barrieren für Menschen mit Behinderungen
abzubauen“, betonte Andreas Schieder, Vorsitzender der Naturfreunde
Österreich.

Leitantrag stellt Weichen für die kommenden Jahre

Die Naturfreunde Österreich zählen mit ihren Hütten, Wegen,
Kletterhallen und Freizeitangeboten zu den bedeutendsten Freizeit-
und Naturschutzorganisationen des Landes. Im Rahmen der Konferenz
verabschiedeten die Delegierten den Leitantrag, der die strategischen
Schwerpunkte der Naturfreunde Österreich für die kommenden Jahre
festlegt. In Rahmen einer Pressekonferenz wurden die zentralen
Inhalte bereits am Freitag vorgestellt. Gemeinsam mit Karin Scheele,
Vorsitzende der Naturfreunde Niederösterreich, Bundesgeschäftsführer
Günter Abraham und der Para-Sportlerin Linda Le Bon präsentierte
Schieder die Schwerpunkte der Bundeskonferenz.

Mehr legale Wege für Mountainbikes

Angesichts der anhaltenden Mountainbike-Trends fordern die
Naturfreunde praktikable Lösungen für einen zeitgemäßen Naturzugang.
Im Mittelpunkt steht dabei die Freigabe geeigneter
Forststraßenabschnitte, insbesondere als legale Zufahrten zu
Schutzhütten und alpinen Einrichtungen.

„Mountainbiken boomt. Daher wollen wir, dass bestehende Wege
besser genutzt werden und legale Zufahrten zu Schutzhütten und
Wanderhütten ermöglicht werden“, betonte Andreas Schieder.
Gleichzeitig sprachen sich die Naturfreunde für ein respektvolles
Miteinander von Erholungssuchenden, Grundeigentümern und Naturschutz
aus. Projekte wie Shared Trails würden zeigen, dass gemeinsame
Lösungen möglich sind.

Gelebte Inklusion: Parasport und barrierefreie Hütten

Ein weiterer Schwerpunkt war die Inklusion im Berg- und
Klettersport. Für die Naturfreunde bedeutet Inklusion, allen Menschen
die Teilhabe an Natur- und Bergerlebnissen zu ermöglichen – von der
Infrastruktur über Ausbildungsangebote bis hin zum Spitzensport.

Weltcup-Siegerin Linda Le Bon unterstrich die Bedeutung
inklusiver Angebote aus eigener Erfahrung: „Inklusion bedeutet, dass
alle Menschen von den Bergen, vom Klettern und von der Natur
profitieren können. Schwer gibt es – unmöglich gibt es nicht.“

Bundesgeschäftsführer Günter Abraham verwies auf laufende
Projekte der Naturfreunde, darunter das inklusive Kletterangebot
„AlleKlettern“ sowie den Ausbau des Roseggerhaus in der Steiermark zu
einer barrierefreien alpinen Vorzeigehütte.

Andreas Schieder mit überwältigender Mehrheit bestätigt

Im Rahmen der Bundeskonferenz wurde auch der Bundesvorstand neu
gewählt. Die Delegierten bestätigten Andreas Schieder und sein Team
mit 98,1% der Stimmen in ihren Funktionen.

„Dieses starke Vertrauen ist für uns Auftrag und Motivation
zugleich, den Weg der Naturfreunde als moderne, offene und
solidarische Bewegung konsequent weiterzugehen.“, erklärte Schieder
nach seiner Wiederwahl.

Mehr als Bergsport – Verantwortung & Solidarität

Die Diskussionen der Bundeskonferenz machten deutlich, dass die
Naturfreunde ihre Rolle weit über den klassischen Bergsport hinaus
verstehen und ihre Wurzeln mit einem klaren Blick auf die Zukunft
verbinden. Der Zugang zur Natur, gesellschaftliche Teilhabe und ein
solidarisches Miteinander bilden seit jeher das Fundament der
Bewegung. Diese Werte spiegeln sich sowohl im Einsatz für mehr legale
Mountainbike-Angebote als auch in den zahlreichen Initiativen für
einen inklusiven Berg- und Klettersport wider.

So werden sich die Naturfreunde Österreich auch in den kommenden
drei Jahren einsetzen, wofür sie seit ihrer Gründung stehen: einen
verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und eine Gesellschaft, in
der niemand ausgeschlossen wird.

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