Linz (OTS) – Die Sommer werden heißer, Hitzetage und Tropennächte
nehmen zu und
viele Menschen fühlen sich dadurch körperlich belastet – vor allem,
wenn die eigenen vier Wände stark aufheizen. Um Wohnräume angenehm
kühl zu halten, braucht es nicht unbedingt eine nachgerüstete
Klimaanlage – viele Wärmepumpen lassen sich heute zum Kühlen
einsetzen. Wie das in der Praxis funktioniert, erklärt Thomas Mader,
Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich.
Frage: Herr Mader, „eine Wärmepumpe als Klimaanlage einsetzen“ –
das klingt nach einem Widerspruch. Wie funktioniert das?
Thomas Mader: Tatsächlich denken viele Menschen beim Stichwort
„Wärmepumpe“ zuerst an den Winter, dabei ist sie grundsätzlich ein
Ganzjahressystem. Das Prinzip ist einfach erklärt: Die Wärmepumpe
arbeitet im Sommer ähnlich wie ein Kühlschrank – sie entzieht dem
Innenraum Wärme und gibt sie nach außen ab – an die Umgebungsluft,
das Erdreich oder Grundwasser. Richtig geplant, sorgt sie also im
Winter für Wärme und im Sommer für angenehm temperierte Wohnräume.
Frage: Die Rede ist häufig von aktiver und passiver Kühlung – was
heißt das genau?
Thomas Mader: Wärmepumpen mit aktiver Kühlfunktion nutzen den
Kompressor im Umkehrbetrieb und senken die Raumtemperatur bei Bedarf
drastisch ab. Bei der passiven Methode werden dagegen niedrige
Temperaturen aus dem Grundwasser oder Erdreich genutzt und ohne
Kompressor, nur mit der Umwälzpumpe sowie einem Wärmetauscher, direkt
in das Heizsystem geleitet. Die passive Kühlung ist moderater als
beim Kompressorbetrieb, spart dafür aber mehr Strom. Beide Optionen
sind in der Haustechnik ein Ersatz für zusätzliche Klimageräte.
Frage: Die verschiedenen Funktionsweisen der Wärmepumpen sorgen
also jeweils für unterschiedliche Abkühlung?
Thomas Mader: Genau, wichtig für die Verbraucherinnen und
Verbraucher ist die richtige Erwartungshaltung. Eine Wärmepumpe ist
keine klassische Klimaanlage, die einen Raum auf Knopfdruck stark
herunterkühlt. Sie sorgt in den Wohnräumen vielmehr für eine
gleichmäßig verteilte Temperierung. Genau das empfinden viele
Menschen als besonders angenehm. Dazu kommt: Die Technik arbeitet
leise, effizient und ohne kalte Zugluft.Frage: Welche Wärmepumpen
können heizen und kühlen?
Thomas Mader: Die Luft-Wasser-Wärmepumpen unserer Serie „WPL-A“
eignen sich zum Heizen und Kühlen, sowohl im Neubau als auch in der
Sanierung. Zusätzlich bieten die Sole-Wasser-Wärmepumpen unser Serie
„WPE-I Plus“ die Möglichkeit der besonders effizienten passiven
Kühlung mit entsprechenden Zusatzkomponenten. Diese Wärmepumpen, die
ihre Energie aus dem Erdreich beziehen, passen gut zu unseren
klimatischen Verhältnissen mit ganzjährig konstanten
Bodentemperaturen.
Frage: Wie sieht es mit der Förderung aus?
Thomas Mader: In Österreich unterstützt der Staat Haushalte beim
Umstieg auf erneuerbare Haustechnik – etwa beim Einbau einer
Wärmepumpe. Die Gerätegeneration „wpnext“ von Stiebel Eltron ist
dabei jeweils voll förderfähig.
Danke für das Interview.
Für interessierte Verbraucher gibt es hier eine erste Beratung:
https://www.stiebel-eltron.at/de/formulare/beratung-
anfrageformularb.html
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Über STIEBEL ELTRON
Als innovationsgetriebenes Familienunternehmen steht Stiebel
Eltron für innovative Lösungen im Bereich Warmwasser, Wärme, Lüftung
und Klima. Dabei verfolgt der Haus- und Systemtechnikanbieter eine
klare Linie – für eine umweltschonende, effiziente und komfortable
Haustechnik. Mit rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
weltweit setzt der Konzern mit Hauptsitz in Holzminden/DE von der
Produktentwicklung bis zur Fertigung konsequent auf eigenes Know-how.
Die österreichische Niederlassung Stiebel Eltron Gesellschaft mbH in
Hörsching bei Linz, ist die älteste Tochtergesellschaft der Gruppe –
sie wurde bereits 1972 gegründet und gehört zu den führenden
Vertreibern von Wärmepumpen und Lüftungssystemen im Land.
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