Krisenabschlüsse dürfen nicht zur Normalität werden

St. Pölten (OTS) – „Krisenabschlüsse dürfen nicht zur neuen
Normalität werden“, betont
FCG-Landesvorsitzender Matthias Deiser angesichts der noch laufenden
Kollektivvertragsverhandlungen. „Es darf nicht sein, dass alle
Branchen pauschal in einen Topf geworfen werden. Während manche
Betriebe wirtschaftlich tatsächlich unter Druck stehen, schreiben
andere nach wie vor Rekordgewinne.“

Ein Beispiel sei etwa der Bankensektor, so Deiser weiter: „Trotz
Milliardengewinne verweigerten sich die Banken einem verbesserten
Gehaltsangebot zuzustimmen. Nur durch den Druck der Gewerkschaften
konnte doch noch eine Einigung erzielt werden. Auch die Kolleginnen
und Kollegen in der Elektro- und Elektronikindustrie erwarten sich
einen gerechten Abschluss. Denn das aktuelle Angebot – 1 Prozent
Lohnerhöhung bei einer Teuerungsrate von 3,3 Prozent – ist nicht
nachvollziehbar.“

Gerade deshalb brauche es Gewerkschaften, die solche Missstände
klar ansprechen und sich konsequent für faire Abschlüsse einsetzen.
„Aus Sicht der FCG NÖ muss immer die vollständige Abgeltung der
Inflation das Ziel sein. Nur wenn jede Branche individuell betrachtet
wird, lassen sich gerechte Ergebnisse für die Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer erzielen“, sagt Deiser abschließend.