Wien (OTS) – Es sei durchaus ein positiver Trend beim aktuellen
Personalbericht
des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) erkennbar, erklärt Eduardo
Maldonado-González, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte
Ärzte der Kammer für Ärztinnen und Ärzte in Wien. So ist es
beispielsweise erfreulich, dass es mit 95,62 Prozent eine Steigerung
beim Besetzungsgrad des ärztlichen Personals gab. „Bedauerlicherweise
fehlt aber noch immer das angekündigte zweite Personalpaket für die
Belegschaft des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV)“.
Maldonado-González: „Im Gesundheitssystem arbeitet das Personal
seit Jahren an seiner Belastungsgrenze. Es leistet täglich
unverzichtbare Arbeit und das unter zunehmend herausfordernden
Bedingungen.“ Die Steigerung der Fluktuationsrate von 14,1 auf 16,2
Prozent bei Ärztinnen und Ärzten im WIGEV zeigt, dass wieder mehr
Personal der Arbeit im Spital den Rücken zukehrt. Bei jenen in
Ausbildung stiegen die Abgänge von 20,6 auf 23,5 Prozent.
„Wenn man die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Spitalssystem
halten will, müssen die Zuständigen entsprechend handeln“, ist
Maldonado-González überzeugt. Wien ist bei den Gehältern im
Bundesländervergleich immer noch im unteren Drittel. „Das zweite
Personalpaket für die Belegschaft des WIGEV – mit verbesserten
Arbeitsbedingungen, einer spürbaren Entlastung und einer Anerkennung
der täglichen Leistung aller Spitalsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter
– wäre gelebte Wertschätzung. Trotz mehrfacher Ankündigung seit
November 2023 ist die Stadt Wien mit der Umsetzung säumig“, betont
der Vizepräsident.
Neben moderner Infrastruktur sind ausreichend medizinische
Fachkräfte und deren Arbeitszufriedenheit für ein funktionierendes
Gesundheitssystem unerlässlich. „Ohne Personal funktioniert das beste
Gesundheitssystem nicht“, so Maldonado-González. „Es ist höchste
Zeit, den Worten nun auch Taten folgen zu lassen. Das versprochene
‚Zweier-Paket‘ muss endlich umgesetzt werden, sonst wandert das
medizinische Personal in andere Bundesländer ab.“





