JUNOS Studierende: Österreichweite Studierendenvertretung fordert einhellig Ende der Latein-Zusatzprüfung

Wien (OTS) – Bei der Sitzung der ÖH-Bundesvertretung stellten die
JUNOS
Studierenden gemeinsam mit den Unabhängigen Fachschaftslisten (FLÖ)
einen Antrag zur Abschaffung von Latein als verpflichtender
Zusatzqualifikation im Studium. Dieser wurde von allen Fraktionen
unterstützt und ohne Gegenstimme angenommen.

“Die aktuelle Debatte über den Umfang des Lateinunterrichts
reicht bis in die Hochschulen: Wie wollen wir mit Latein als
Voraussetzung für das Studium in Zukunft umgehen? Für uns JUNOS
Studierende ist klar, dass es hier keine halbgaren Kompromisse,
sondern eine Lösung mit echtem Mehrwert für Studierende braucht”,
erklärt Manuel Grubmüller, Bundesvorsitzender der JUNOS Studierenden.
“Es gibt viele Fächer, die Latein als Zusatzprüfung während des
Studiums vorschreiben. Oft kann dies aber erst die vorletzte Prüfung
des Studiums sein. Das zeigt, wie irrelevant Lateinkenntnisse in dem
jeweiligen Fach tatsächlich sind, was uns Studierende auch
bestätigen. Deshalb wird in vielen Fällen nur für die Prüfung gelernt
und der Stoff danach wieder schnell vergessen”, hebt Grubmüller
hervor.

“Anstatt also Latein zu romantisieren oder blind auf Traditionen
zu beharren, müssen Realitäten anerkannt werden: Latein als
Zusatzqualifikation bietet Studierenden keinen Mehrwert im Studium,
sondern stellt ein unnötiges Hindernis dar”, macht Grubmüller
deutlich. “Das hat beispielsweise auch bereits die Uni Wien erkannt
und mehr Autonomie für die Universitäten in diesem Bereich gefordert,
was für uns einen wichtigen Schritt in Richtung leistungsstarker
Hochschulen bedeuten würde. Studierende sollen das lernen, was
wirklich in ihrem Leben zählt!”