Wien (OTS) – Der gestern angekündigte Personalabbau in der WKÖ ist
der
folgerichtige erste Schritt zur Umsetzung der angekündigten
Einnahmenreduktionen bei der Kammerumlage 2. „ Martha Schultz geht
mit gutem Beispiel voran “, begrüßt Sabine Jungwirth,
Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, den Schritt. Und weiter: „
Nun müssen die Länderkammern ihrem Beispiel jedoch folgen. “
Die WKO hat österreichweit laut aktuellen Voranschlägen
Gesamteinnahmen von über 1,3 Mrd. Euro, mehr als 1.000 Gremien, über
12.000 Funktionär:innen und bisher mehr als 5.500 Mitarbeitende. Im
Herbst hat die Präsidentin selbst zugegeben, dass die WKO ein
aufgeblähter, teurer Apparat ist, der reformiert werden muss. Nun
gilt es auch, in die Strukturen einzugreifen. Die Grüne Wirtschaft
fordert eine massive Verschlankung durch das Zusammenführen der
zehnfachen Strukturen bei den Fachorganisationen und Branchengremien.
„ Wir sagen: Aus 10 mach 1 – das Zusammenführen der
Fachorganisationen zu einem bundesweiten Branchenausschuss wäre eine
sinnvolle Strukturreform. Wir haben dabei ein
Kostenreduktionspotenzial von 175 Mio. Euro identifiziert. Dort gilt
es zusätzlich hinzugreifen, wenn die Unternehmen spürbar entlastet
werden sollen “, fordert Jungwirth weitere Maßnahmen vom ÖVP-
Wirtschaftsbund.
Und weiter: „ Die bisherige Einnahmenreduktion senkt die Kosten
für Dienstgeber:innenbetriebe. Das ist wichtig, kommt jedoch bei der
überwiegenden Mehrheit der Unternehmen – nämlich Kleinunternehmen und
EPU, die 95 % der Pflichtmitglieder stellen – nicht an. Für sie sind
die Grundumlagen nämlich der deutlich stärker wirksame Kostenfaktor.
Deshalb müssen den bisherigen 100 Mio. Euro weitere Schritte folgen,
die auch die bei Weitem größte Gruppe der Pflichtmitglieder
entlasten. “





