Josef-Ressel-Zentrum am MCI zieht eindrucksvolle Bilanz

Innsbruck (OTS) – Ein bedeutender Meilenstein für die angewandte
Forschung am MCI | Die
Unternehmerische Hochschule® : Mit dem erfolgreichen Abschluss aller
drei Dissertationen endet die fünfjährige Laufzeit des Josef-Ressel-
Zentrums (JRZ) für die Produktion von Pulveraktivkohle aus kommunalen
Reststoffen.

Das Forschungszentrum widmete sich der hochwertigen Nutzung
kommunaler Reststoffe – insbesondere von Altholz – und entwickelte
innovative Verfahren zur Herstellung und Anwendung von
Pulveraktivkohle. Dabei wurde die gesamte Wertschöpfungskette
betrachtet: von der Aufbereitung des Rohmaterials über die
Entwicklung und Optimierung von Vergasungsprozessen zur Erzeugung
eines hochwertigen Brenngases bis hin zur Aktivierung der
entstehenden Kohlenstoffe.

Zwtl.: Ganzheitlicher Forschungsansatz mit direkter Praxisrelevanz

Im Projektverlauf des JRZ konnte erfolgreich nachgewiesen werden,
dass die erzeugte Pulveraktivkohle effizient in der Abwasserreinigung
eingesetzt werden kann. Darüber hinaus entstanden technologische
Lösungen für die kaskadische Nutzung von Altholz, die ökologische und
ökonomische Vorteile verbinden und neue Perspektiven für die
kommunale Kreislaufwirtschaft eröffnen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor des Josef-Ressel-Zentrums war die
enge Zusammenarbeit von Hochschule und Wirtschaft. Die
Forschungsergebnisse wurden gemeinsam mit führenden Praxispartnern
unter realen Bedingungen entwickelt und validiert. So profitierten
die beteiligten Unternehmen von innovativen Technologien und
fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen, die direkt in
industrielle Anwendungen überführt werden.

Beteiligt waren die SYNCRAFT GmbH , die Innsbrucker
Kommunalbetriebe AG , die Stadtwerke Schwaz GmbH sowie die
Gemeindewerke Telfs GmbH . Gefördert wurde das Zentrum durch das
Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft , die Nationalstiftung
für Forschung, Technologie und Entwicklung sowie die Christian
Doppler Forschungsgesellschaft .

Zwtl.: Mehrere Dissertationen erfolgreich abgeschlossen

Die wissenschaftlichen Arbeiten der drei Dissertanten deckten
dabei vielfältige Bereiche der Prozesskette ab: von der Entwicklung
innovativer Aktivierungsverfahren und Reaktorkonzepte über die
Herstellung funktionalisierter Aktivkohlen bis hin zur Optimierung
neuartiger Vergasungstechnologien für Altholz.

Den Auftakt machte David Gurtner mit seiner Dissertation zur
Aktivierung von Vergaserkohle und der Entwicklung eines
integrierbaren Aktivierungsreaktors an der Universität für
Bodenkultur Wien. Dominik Bosch widmete sich an der Universität
Innsbruck der Herstellung und Anwendung funktionalisierter
Aktivkohlen für die Abwasserbehandlung. Michael Kresta untersuchte an
der Universität für Bodenkultur Wien die Optimierung eines neuartigen
Vergasungsreaktors für Altholz entlang der gesamten Prozesskette.

Zwtl.: Statements:

Angela Hofmann , Leiterin des Josef-Ressel-Zentrums: „Der
erfolgreiche Abschluss des Josef-Ressel-Zentrums und die drei
abgeschlossenen Promotionen sind für uns ein besonderer Meilenstein.
Ich bin sehr stolz auf die herausragenden Leistungen unseres Teams
und unserer Dissertanten, die mit ihrer Forschungsarbeit nicht nur
neue wissenschaftliche Erkenntnisse geschaffen, sondern auch konkrete
Lösungen für die Praxis entwickelt haben. Mein Dank gilt auch unseren
Unternehmenspartnen, Förderinstitutionen und wissenschaftlichen
Partnern für ihr Vertrauen und die enge Zusammenarbeit.“

Martin Pillei , Leiter Forschung & Entwicklung am MCI: „Das
Projekt bestätigt exemplarisch, wie durch die enge Kooperation von
Hochschulen, Unternehmen und Förderinstitutionen innovative Lösungen
für gesellschaftlich relevante Herausforderungen entstehen können.
Die direkte Überführung der Forschungsarbeiten in wirtschaftliche
Anwendungen schafft nachhaltigen Mehrwert für den Standort und stärkt
die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen
Innovationslandschaft.“

Cornelia Hagele , Tiroler Landesrätin für Bildung, Wissenschaft,
Forschung, Gesundheit und Pflege: „Das MCI zeigt eindrucksvoll,
welche maßgebliche Rolle Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in
Forschung, Entwicklung und Innovation für den Wirtschafts- und
Wissenschaftsstandort übernehmen. Dies bestätigt einmal mehr, wie
wichtig ein eigenständiges Promotionsrecht an Hochschulen für
Angewandte Wissenschaften in Österreich wäre, um wissenschaftliche
Exzellenz, Forschungsleistung und die Qualifizierung hoch kompetenter
Nachwuchsforscher:innen weiter zu stärken und dem ‚Brain Drain‘
unserer besten Köpfe ins Ausland entgegen zu wirken.“

MCI Rektor Andreas Altmann : „Die aus den Dissertationsvorhaben
hervorgehenden Ergebnisse unterstreichen zugleich die eindrucksvolle
wissenschaftliche Qualität und Forschungsstärke des MCI. Sie zeigen,
welchen wichtigen Beitrag Hochschulen zur Entwicklung von
Zukunftskompetenzen, Innovation und anwendungsorientierter Forschung
leisten. Umso unverständlicher ist die standespolitische
Vorenthaltung eines Promotionsrechts an Hochschulen für Angewandte
Wissenschaften, mit welchem ein noch ungleich höherer Output an der
Schnittstelle von Wissenschaft & Technologie erzielbar wäre.“

Oswald Wolkenstein , MCI Aufsichtsratsvorsitzender: „Mit der
beeindruckenden Forschungsarbeit des Josef-Ressel-Zentrums konnten
zentrale wissenschaftliche Fragestellungen beantwortet und
gleichzeitig wesentliche Grundlagen für zukünftige industrielle
Anwendungen in der Umwelt- und Energietechnologie geschaffen werden.
Mit einem eigenständigen Promotionsrecht hätte die Anzahl der
Dissertationen und der erzielbare Forschungsoutput noch deutlich
gesteigert werden können.“

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