Wien (OTS) – Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die heute von
der
Bundesregierung erzielten Einigungen zum Zukunftsdepot und zur
Fortschreibung des Universitätsbudgets.

Zukunftsdepot verbindet Vorsorge und Kapitalmarkt

Für das Zukunftsdepot wurde der zuletzt diskutierte Starttermin
fixiert: Eltern sollen ab 2027 bis zu 5.000 Euro pro Jahr steuerfrei
für ihre Kinder in Wertpapieren ansparen können, das Geld bleibt bis
zum 18. Geburtstag gebunden. Für ab 2027 geborene Kinder kommt
zusätzlich ein staatliches Startguthaben von 500 Euro dazu. „Das
Zukunftsdepot verbindet zwei wesentliche Anliegen, die in Österreich
beide zu kurz kommen: frühe Finanzbildung für eine ganze Generation
und ein stärkerer Kapitalmarkt“, so IV-Generalsekretär Christoph
Neumayer. Für die IV liegt der eigentliche Hebel in der steuerlichen
Ausgestaltung: Ein Betrag, der sonst über Jahre durch die
Kapitalertragsteuer geschmälert würde, kann so über einen langen
Anlagehorizont ungebremst wirken, und das in einem Land, in dem die
kapitalmarktbasierte Vorsorge mit weniger als 10 Prozent des BIP
weiterhin deutlich hinter jener in nordischen Ländern zurückbleibt.
Laut Aktienbarometer besitzen bereits 31 Prozent der österreichischen
Bevölkerung ab 16 Jahren Wertpapiere, rund 2,4 Millionen Menschen;
das Zukunftsdepot kann diesen Kreis von klein auf erweitern.

Uni-Budget: Jetzt Strukturreformen nachlegen

Die Fortschreibung des Universitätsbudgets ist eine positive
Nachricht für den Wissenschaftsstandort Österreich, insbesondere
angesichts der angespannten öffentlichen Haushalte, nun müssen aber
auch die Universitäten ihren Beitrag leisten. „So braucht es nun an
den Universitäten entschlossene Strukturreformen und
Effizienzsteigerungen, um die öffentlichen Mittel wirkungsvoll und
effizient einzusetzen“, betont Neumayer. Die angekündigte
Hochschulstrategie 2040 muss aus Sicht der IV genau dafür genutzt
werden: um universitätsübergreifende und regionale Synergien zu heben
und Stärkefelder in Lehre und Forschung entlang der
Industriestrategie zu definieren. „Die Finanzierung muss langfristig
Qualität, Exzellenz, klare Profile, internationale Attraktivität und
Leistungsfähigkeit der Universitäten sichern. Es geht nicht nur um
die Höhe der Mittel, sondern vor allem um deren wirkungsvollen
Einsatz“, so Neumayer abschließend.