Internationale Eröffnungsveranstaltung der CHAMP-ION Pilotlinie vereint wichtige Akteure der Quantentechnologien

Villach (OTS) – Das CHAMP-ION-Konsortium hat seine internationale
Eröffnungsveranstaltung in Villach, Österreich, abgehalten und dabei
führende Interessenvertreter:innen aus dem gesamten europäischen
Ökosystem der Quantentechnologien zusammengebracht. CHAMP-ION (
Championing A European Advanced Manufacturing Pilot Line of Ion-Traps
) ist ein Pilotlinienprojekt mit einem Volumen von 50 Millionen Euro,
das mit Mitteln der Europäischen Union (Chips JU) sowie nationaler
und regionaler Förderstellen der beteiligten Mitgliedstaaten
kofinanziert wird.

Die Initiative zielt darauf ab, eine vollständige europäische
Wertschöpfungskette für Ionenfallen-Chips zu entwickeln, die Design,
Mikrofabrikation, Integration, Test und Validierung umfasst. Es
sollen robuste, reproduzierbare Fertigungsprozesse etabliert werden,
um Ionenfallen-Technologien vom Laborprototyp zur industriellen
Serienproduktion zu führen – mit dem Ziel, den Technologiereifegrad 6
(TRL 6) zu erreichen und die Grundlage für eine künftige
Großserienproduktion zu legen.

Koordiniert von Silicon Austria Labs (SAL), vereint die
Initiative 21 Partner aus Österreich, Deutschland, Finnland, Italien,
Portugal und Tschechien in einem branchenübergreifenden Konsortium
aus Forschungseinrichtungen, KMU, Industrieunternehmen,
Metrologieinstituten und Universitäten.

Zwtl.: Offene Pilotlinie für Industrie und Forschung: Stärkung des
europäischen Quantenökosystems

Ionenfallen-Systeme zählen zu den führenden Plattformen für
Quantencomputing, Quantensensorik, Quantenkommunikation und
Quantensimulation. Der Übergang dieser Systeme vom Laborprototyp zur
industriellen Serienproduktion erfordert jedoch robuste
Fertigungsprozesse, Standardisierung und integrierte Lieferketten.
CHAMP-ION begegnet diesen Herausforderungen durch den Aufbau einer
hochwertigen Pilotlinie (HQ-PL) für Ionenfallen-Chips mit Fokus auf
Reproduzierbarkeit, Ausbeuteoptimierung und Prozessstabilität.

Die Pilotlinie wird nach einem offenen Modell mit einem einzigen
Zugangspunkt betrieben und ermöglicht es Unternehmen, KMU, Start-ups
und Forschungsorganisationen in ganz Europa, Fabrikations- und
Testdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Die Anlage wird Multi-
Project-Wafer-Läufe (MPW) und Pilotproduktion unterstützen, um
Einstiegshürden zu senken und den Technologietransfer von der
Forschung in die Industrie zu beschleunigen. Darüber hinaus werden
standardisierte Process Design Kits (PDKs) und skalierbare
Integrationsrahmen entwickelt, um zunehmend komplexe Quantensysteme
zu unterstützen. Durch die Bündelung von Expertise in
Mikrofabrikation, Photonik, Elektronik, Metrologie und
Quantensystemen strebt CHAMP-ION eine Stärkung der europäischen
Quantenlieferkette und industriellen Wettbewerbsfähigkeit an.

Die Pilotlinie wird mehrere Ionenfallen-Architekturen
unterstützen, darunter Oberflächenelektroden-, monolithische,
gestapelte und MEMS-basierte Designs, um eine breite Anwendbarkeit
über verschiedene Quantentechnologieplattformen hinweg
sicherzustellen.

Christina Hirschl, CEO von Silicon Austria Labs (SAL) , sagte: „
Wir sind stolz darauf, CHAMP-ION als wahrhaft europäische Initiative
zu koordinieren, die führende Expertise aus dem gesamten Kontinent
zusammenbringt, um Europas technologische Souveränität im Bereich der
Quantentechnologien zu stärken. Durch den Aufbau eines offenen und
skalierbaren Ionenfallen-Ökosystems schaffen wir das Fundament für
Quantenexzellenz auf Weltklasseniveau – made in Europe. “

Isabel Tausendschön, CFO von Silicon Austria Labs (SAL) , sagte:
„ CHAMP-ION ist eine wichtige Investition in Europas künftige
Wettbewerbsfähigkeit und schafft neue Chancen für industrielle
Innovation, hochwertige Fertigung und resiliente Lieferketten.
Projekte wie dieses sind unverzichtbar, um Spitzenforschung in
nachhaltige wirtschaftliche Wertschöpfung zu überführen. “

Der österreichische Innovationsminister Peter Hanke sagte: „Mit
CHAMP-ION zeigt Europa, dass wir bei Schlüsseltechnologien wie
Quantencomputing nicht nur wissenschaftlich führend sein wollen,
sondern auch industrielle Wertschöpfung gezielt in Europa aufbauen.
Österreich übernimmt dabei mit Silicon Austria Labs, Infineon
Austria, Alpine Quantum Technologies (AQT), der Universität Innsbruck
und ParityQC eine zentrale Rolle. CHAMP-ION stärkt unsere
technologische Souveränität, schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze
und bringt Spitzenforschung schneller in industrielle Anwendungen.
Gerade im globalen Wettbewerb um Zukunftstechnologien ist es
entscheidend, dass Europa eigene Fertigungskapazitäten, resilientere
Lieferketten und Innovationsökosysteme aufbaut.“

Zwtl.: Fähigkeiten der Pilotlinie und technologischer Umfang

CHAMP-ION wird einen durchgängigen industriellen Workflow
bereitstellen, der Folgendes umfasst:

– Device Design und Process Design Kit; Mikrofabrikation von
Ionenfallen-Chips; Photonik-, Elektronik- und MEMS-Integration;
Metrologie, Test und Validierung; Pilotproduktion und Multi-Project-
Wafer-Läufe.

– Ein zentrales Ziel ist die Entwicklung standardisierter PDKs und
skalierbarer Integrationsrahmen, um die Interoperabilität in
industriellen und wissenschaftlichen Ökosystemen zu gewährleisten und
künftige Systeme mit Tausenden gefangener Ionen zu unterstützen.

Zwtl.: Konsortium

Das CHAMP-ION-Konsortium umfasst 21 Partner:

– Koordinator: Silicon Austria Labs (SAL)

– Industriepartner: Infineon Technologies Austria AG, Infineon
Technologies AG, Infineon Technologies Dresden AG & Co. KG, Alpine
Quantum Technologies GmbH (AQT), Parity Quantum Computing GmbH,
Eleqtron GmbH, neQxt GmbH, Qudora Technologies GmbH

– Forschungseinrichtungen und Universitäten: VTT Technical Research
Centre of Finland, Universität Innsbruck, Johannes Gutenberg-
Universität Mainz, Universität Siegen, Leibniz Universität Hannover,
Università degli Studi di Padova, Universität Palacký Olomouc, ISI
Tschechische Akademie der Wissenschaften, International Iberian
Nanotechnology Laboratory

– Metrologie-Institute: Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB),
Istituto Nazionale Di Ricerca Metrologica (INRIM)

– Innovations- und Koordinationsunterstützung: AMIRES – Business
Innovation Management Institute Z.U.

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie unter http://bild.ots.at