ImmoScout24-Umfrage: Wohnen im Wandel – gemeinsam statt einsam

Wien (OTS) – Allein wohnen gehört für viele Österreicher längst zum
Alltag.
Aktuell gibt es hierzulande mehr als 1,6 Millionen
Einpersonenhaushalte*. Das sind rund 15 Prozent mehr als noch vor
zehn Jahren. Dennoch bleibt der Wunsch nach Gemeinschaft bestehen,
wie die aktuelle Trendstudie von ImmoScout24.at unter 1.000 Befragten
zeigt. Besonders das Mehrgenerationenwohnen wird von vielen als
attraktive Antwort auf veränderte Lebensrealitäten gesehen. Dabei
leben Menschen unterschiedlicher Altersgruppen – etwa Großeltern,
Eltern und Kinder oder auch nicht verwandte Personen verschiedener
Generationen – bewusst unter einem Dach oder in unmittelbarer
Nachbarschaft. Das Modell verbindet gegenseitige Unterstützung im
Alltag mit sozialem Austausch und schafft zugleich Raum für
individuelle Unabhängigkeit.

Zwtl.: Jung und Alt denken gemeinsam

Das Interesse am gemeinschaftlichen Wohnen ist überraschend groß.
Insgesamt können sich 58 Prozent der Befragten vorstellen, in einem
Mehrgenerationenhaus zu leben. Für 18 Prozent klingt dieses Modell
sogar sehr attraktiv. Besonders spannend ist, dass sich nicht nur
Menschen ab 50 Jahren offen für dieses Wohnkonzept zeigen. Auch die
Generation der 18 bis 30-Jährigen kann dem Zusammenleben von Jung und
Alt einiges abgewinnen. Deutlich zurückhaltender ist hingegen die
Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren. In dieser Lebensphase stehen
häufig Familiengründung, Kinderbetreuung und das Zusammenleben mit
den eigenen Kindern im Mittelpunkt. Alternative Wohnformen spielen
daher offenbar eine geringere Rolle.

Frauen stehen dem Modell etwas positiver gegenüber als Männer.
Während 21 Prozent der Frauen Mehrgenerationenwohnen als sehr
attraktiv einstufen und weitere 43 Prozent es eher attraktiv finden,
liegt die Zustimmung bei Männern mit 14 beziehungsweise 37 Prozent
etwas darunter.

Besonders groß ist das Interesse außerdem bei Menschen, die ihre
derzeitige Immobilie als zu groß empfinden. Mehr als zwei Drittel
dieser Gruppe stehen dem Mehrgenerationenwohnen positiv gegenüber.
Das deutet darauf hin, dass gemeinschaftliche Wohnformen auch eine
praktische Lösung für ungenutzten Wohnraum sein können.

Zwtl.: Regionale Unterschiede

Auch regional betrachtet zeigen sich deutliche Unterschiede.
Besonders groß ist die Zustimmung zum Mehrgenerationenwohnen im
Burgenland. Dort bewerten 78 Prozent der Befragten das Modell
positiv. Dahinter folgt Salzburg mit 72 Prozent. Etwas
zurückhaltender zeigen sich die Menschen in Vorarlberg mit 49 Prozent
sowie in Wien und Kärnten mit jeweils 54 Prozent.

Auffällig ist zudem, dass das Konzept nicht nur in Städten mit
mehr als 50.000 Einwohner Anklang findet, sondern auch in kleineren
Gemeinden. Überdurchschnittlich positiv wird das
Mehrgenerationenwohnen darüber hinaus von Personen mit höherem
Bildungsabschluss bewertet.

Quellen
* Statistik Austria, abgerufen am 13. April 2026:
https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-
soziales/bevoelkerung/familien-haushalte-lebensformen/privathaushalte

Über die Studie
Für die ImmoScout24-Trendstudie hat Integral Markt- und
Meinungsforschung im Jänner 2026 für ImmoScout24 1.000
Österreicher:innen von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für
diese Zielgruppe befragt.