Wien (OTS) – Österreich steht vor der nächsten Hitzewelle : Vor allem
im Osten des
Landes werden Temperaturen bis 40 Grad erwartet. Der aktuelle
Consumer Check von Reppublika Research im Auftrag des Handelsverbands
zeigt, wie die Österreicherinnen und Österreicher besonders heiße
Sommertage verbringen – und wie die Hitze ihr Konsumverhalten
verändert.
„Wenn die Temperaturen steigen, verändert sich auch unser
Einkaufsverhalten. Kühle Getränke, Eis, Ventilatoren und Klimageräte
rücken stärker in den Fokus. Gleichzeitig meiden viele Menschen
körperliche Anstrengungen und suchen gezielt schattige oder
klimatisierte Orte auf. Davon profitieren Einkaufszentren, Cafés und
Eisdielen, während stark versiegelte Stadtzentren ohne Grün und
Schatten an Attraktivität verlieren“ , fasst Rainer Will ,
Geschäftsführer des freien, überparteilichen Handelsverbandes, die
Ergebnisse zusammen.
Zwtl.: So hält sich Österreich während der Hitzewelle kühl
Und wie machen Herr und Frau Österreicher sich die heißen
Sommertage zu Hause erträglich? Hier die Top-10-Liste der
beliebtesten Aktivitäten und Maßnahmen während einer Hitzewelle :
1. Kühle, alkoholfreie Getränke trinken: 56%
2. Körperliche Anstrengungen vermeiden: 41%
3. Kühle Orte wie Keller, Wald oder klimatisierte Gebäude aufsuchen:
36%
4. Ventilator zu Hause nutzen: 34%
5. Badesee oder Freibad besuchen: 33%
6. Eis oder Frozen Yoghurt genießen: 32%
7. Klimaanlage zu Hause einschalten: 19%
8. Im eigenen Swimmingpool abkühlen: 18%
9. Café, Lokal oder Eisdiele besuchen: 15%
10. Kühle, alkoholische Getränke trinken: 14%
Zwtl.: Urlaubszeit ist Shoppingzeit: 44% kaufen auf Reisen ein
Sommer bedeutet für viele Menschen weit mehr als Erholung. Zwei
Drittel der Bevölkerung haben heuer bereits einen Urlaub im In- oder
Ausland verbracht bzw. noch eine Reise geplant. Wer verreist, nimmt
sich auch Zeit zum Bummeln und Einkaufen. 44% nutzen Reisen gerne
auch zum Shoppen , die Pro-Kopf-Ausgaben dafür liegen heuer im
Schnitt bei 285 Euro .
„Shopping gehört für fast die Hälfte der Reisenden zum
Urlaubserlebnis dazu. Davon profitieren Geschäfte, regionale
Produzenten und die Innenstädte der Urlaubsregionen. Gleichzeitig
zeigt sich, wie entscheidend attraktive, klimafitte Einkaufsräume für
die Frequenz im stationären Handel sind“ , so Will .
Zwtl.: Klimagerechte Innenstädte: HV fordert mehr Grün, Wasser und
Schatten
Angesichts häufigerer und intensiverer Hitzeperioden spricht sich
der Handelsverband für eine stärkere Ausrichtung der Stadtentwicklung
auf die Folgen des Klimawandels aus. Hitzewellen führen nachweislich
zu deutlich sinkenden Besucherzahlen in Stadt- und Ortskernen.
Begrünte Flächen, schattenspendende Bäume, Trinkbrunnen,
Wasserangebote, Sitzgelegenheiten und öffentliche Toiletten erhöhen
die Aufenthaltsqualität und helfen, sogenannte „Urban Heat Islands“
zu entschärfen.
„Unsere Innenstädte müssen auch an heißen Tagen Orte bleiben, an
denen die Menschen gerne flanieren, einkaufen, Kaffee trinken oder
ein Eis genießen. Dafür brauchen wir mehr Grün, Wasser und Schatten.
Gleichzeitig muss die optimale Erreichbarkeit der Stadtzentren mit
allen Verkehrsmitteln gewährleistet bleiben. Klimafitte
Stadtentwicklung und wirtschaftliche Belebung müssen Hand in Hand
gehen“ , appelliert Handelssprecher Rainer Will an die Politik.
In vielen Gemeinden hat dieses Umdenken bereits begonnen.
Zahlreiche Konzepte für den klimafitten Umbau von Stadtzentren liegen
vor, in Wien läuft beispielsweise die zweite Phase der Umgestaltung
und Begrünung der Favoritenstraße . Vielerorts fehlen allerdings die
personellen und finanziellen Ressourcen für die Umsetzung.
Der Handelsverband plädiert daher für gezielte Förderprogramme
sowie für eine frühzeitige Einbindung der Anrainer und der lokalen
Wirtschaftstreibenden. Nur gemeinsam können Maßnahmen entstehen, die
sowohl das Stadtklima als auch Aufenthaltsqualität, Erreichbarkeit
und Handelsfrequenz nachhaltig verbessern.
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