HV Consumer Check | Event-Konsum: Eurovision Song Contest bringt heimischem Handel 70 Millionen Euro Mehrumsatz

Wien (OTS) – Der Eurovision Song Contest (ESC) , der nächste Woche in
Wien über
die Bühne geht, rückt den Event-Konsum in Österreich verstärkt in den
Fokus. Ein großer Teil der Bevölkerung verfolgt das Event zumindest
medial, und auch der direkte Konsumeffekt ist beachtlich: Immerhin 17
Prozent planen rund um den ESC zusätzliche Ausgaben im Handel .
Gleichzeitig zeigt der neueste HV Consumer Check, dass
Großveranstaltungen insgesamt ein wichtiger Treiber für den Konsum
sind.

„ Der ESC ist nicht nur ein Medienereignis mit überragender
Reichweite, er hat auch starke Auswirkungen auf unser
Konsumverhalten. Der österreichische Handel darf sich auf einen
Mehrumsatz von rund 70 Millionen Euro freuen. Insgesamt sehen wir,
dass Events aller Art wichtige Impulsgeber für den Konsum und damit
für alle Handelsformate sind “, sagt Rainer Will , Geschäftsführer
des freiwilligen, überparteilichen und unabhängigen Handelsverbands.
„ Davon profitieren je nach Event unter anderem der
Lebensmittelhandel, der Mode- und Sportartikelhandel sowie der
Elektrohandel. “

Zwtl.: Event-Ranking: Sport- und Musikveranstaltungen wecken größtes
Interesse

Der aktuelle Consumer Check von Reppublika Research im Auftrag
des Handelsverbands zeigen klare Unterschiede zwischen den
Eventtypen: Heimische Sport-Großveranstaltungen , etwa der Vienna
City Marathon, der am Sonntag in ganz Österreich stattfindende Wings
for Life Run oder der im Juni stattfindende Formel-1 Grand Prix in
Spielberg, wecken mit 30 % das größte Interesse, gefolgt von
Musikfestivals und Großkonzerten (26 %) von Frequency bis Woodstock
der Blasmusik. Der ESC (19 %) und Pride-Veranstaltungen (16 %)
sprechen etwas kleinere, aber klar definierte Zielgruppen an.

Zwtl.: Der ESC polarisiert

Der ESC wird vor allem zuhause vor dem Bildschirm verfolgt: 30 %
sehen die Shows im Familienkreis oder alleine, weitere 12 % im
Freundeskreis. 4 % besuchen dafür ein Lokal, ein Public Viewing oder
gar das Event selbst. 57 % der Bevölkerung nehmen weder aktiv noch
passiv am Heim-ESC teil.

In Summe planen 17 % der Österreicherinnen und Österreicher
zusätzliche Ausgaben rund um den ESC, bei durchschnittlich 108 Euro
pro Kopf. Primär werden dafür Lebensmittel und Getränke gekauft.
Immerhin 7 % der Zuseher wollen auch Fan- oder Merchandise-Artikel
anschaffen, ebenso viele investieren in spezielle Outfits, 5 % in
Deko- oder Partyzubehör.

In Summe kann der österreichische Handel dadurch laut HV-
Hochrechnung mit einem Mehrumsatz von rund 70 Mio. Euro rechnen.

Zwtl.: Musikfestivals als Umsatztreiber: 296 Euro pro Person

Kurz nach dem ESC startet die Saison der großen Musikfestivals
und Open-Air-Konzerte – etwa mit dem Nova Rock ab 11. Juni. Rund jede
fünfte Person im Land (21 %) will heuer fix zumindest ein derartiges
Großevent besuchen, weitere 13 % sind noch unentschlossen. Die
durchschnittliche Konsumausgaben dafür liegen bei 296 Euro pro Person
.

Neben Lebensmitteln und Getränken profitieren hier insbesondere
auch die Bereiche Fanartikel und Merchandise, Mode sowie Camping- und
Outdoor-Ausrüstung.

Zwtl.: GenZ feiert gerne: Junge Zielgruppen treiben Event-Konsum

Auffällig ist ein klarer Generationseffekt : Jüngere Zielgruppen
zeigen über alle Veranstaltungsarten hinweg deutlich höheres
Interesse und eine stärkere Ausgabebereitschaft . So interessieren
sich in der Gen Z (18 – 28 Jahre) 33 % stärker für den ESC (
Gesamtbevölkerung: 19 %), bei Pride-Events sind es 28 % (gesamt: 15 %
). Bei Musikfestivals liegt das Interesse der Gen Z bei 47 % (gesamt:
26 %), bei Sport-Großveranstaltungen bei 44 % (gesamt: 30 %).

Auch regional zeigen sich Unterschiede: Bei urbanen Eventformaten
wie dem ESC oder der Pride ist Wien klar führend.

Beim Geschlecht gibt es ebenfalls deutliche Unterschiede: Während
sich 42 % der Männer für große Sportevents interessieren, gilt das
nur für 19 % der Frauen. Bei Musik-Events ist das Interesse ähnlich
hoch, allerdings liegt die durchschnittliche Ausgabenbereitschaft bei
Männern mit 341 Euro deutlich über jener der Frauen (238 Euro).

Zwtl.: Events als Impulsgeber für den Handel

Insgesamt bestätigt der aktuelle Consumer Check von Reppublika
Research: Veranstaltungen sind ein wichtiger Impulsgeber für den
Handel , auch wenn sich die Effekte je nach Eventtyp stark
unterscheiden. Während große TV-Events wie der ESC vor allem
Reichweite generieren, sorgen Live-Formate wie Festivals für
besonders hohe Ausgaben und breite Nachfrage.

„ Events sind ein wichtiger Treiber für Zusatzumsätze im Handel.
Vor allem die Gen Z feiert und konsumiert gerne. Entscheidend ist,
die unterschiedlichen Zielgruppen und Konsummuster je nach
Veranstaltungsformat gezielt anzusprechen “, so Handelssprecher
Rainer Will abschließend. „ Besonders Festivals sorgen für hohe
Ausgaben und breite Nachfrage über viele Branchen hinweg, von
Lebensmitteln bis hin zur Camping-Ausrüstung. Kleinere Formate wie
die Pride erreichen zwar weniger Menschen, sprechen aber eine sehr
kaufaktive, urbane Zielgruppe an .“

Apropos Events: Bereits am 13. Juni geht mit dem eCommerce Day
2026 in der ARIANA Seestadt Wien die nächste HV-Großveranstaltung
über die Bühne. Alle Infos zum Event finden Sie hier .