Hattmannsdorfer: Versorgungssicherheit ist Gebot der Stunde

Wien (OTS) – „Versorgungssicherheit hat oberste Priorität. Gerade in
einem
volatilen internationalen Umfeld braucht es klare politische
Entscheidungen und verlässliche Vorsorgeinstrumente. Dazu gehört auch
unsere strategische Gasreserve, die Stabilität schafft, Planbarkeit
erhöht und unser Energiesystem absichert. Österreich ist hier auch im
internationalen Vergleich gut aufgestellt: Wir verfügen über
überdurchschnittlich hohe Speicherstände und zählen zu jenen wenigen
Ländern in Europa, die einen so großen Anteil ihres Jahresbedarfs
absichern können. Das zeigt, dass wir früh und richtig gehandelt
haben und genau zu diesem Weg bekenne ich mich auch weiterhin,“ so
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer.

Die aktuelle Preissituation auf den internationalen
Energiemärkten zeigt klar: Versorgungssicherheit ist kein
Selbstläufer, sondern Ergebnis vorausschauender Politik. Österreich
ist hier gut aufgestellt, das gilt es auch weiterhin abzusichern.

Mit einem aktuellen Füllstand von 35,5 Prozent verfügt Österreich
über eine solide Ausgangsbasis nach dem Winter. Jetzt geht es darum,
die Gasspeicher bis zu Beginn der Heizsaison wieder möglichst gut zu
befüllen.

Zwtl.:

Zwtl.: Strategische Gasreserve verlängern – Planbarkeit sichern

Ein zentrales Element der österreichischen Vorsorge ist die
strategische Gasreserve. Mit 20 TWh, die rund 25 Prozent des
jährlichen Gasverbrauchs entsprechen, verfügt Österreich über ein
starkes sicherheitspolitisches Instrument.

Damit gehört Österreich im europäischen Vergleich zur
Spitzengruppe bei strategischen Gasreserven – nur wenige Länder wie
etwa Lettland verfügen über ähnlich hohe Absicherungsniveaus gemessen
am Jahresverbrauch.

Die Bundesregierung bekennt sich gesamtheitlich und mit
aufrechtem Beschluss zur strategischen Gasreserve und deren
Verlängerung – sie ist ein gesamtstaatliches Interesse. „Gerade in
geopolitisch unsicheren Zeiten gilt: auf dem Rücken der
Versorgungssicherheit darf nicht gespart werden. Eine derartige
Reserve sehe ich als staatliche Verantwortung“, erklärt
Hattmannsdorfer.

Vor diesem Hintergrund hat sich die Bundesregierung zur
Verlängerung der strategischen Gasreserve bekannt. Aktuell ist diese
bis zum 01. April 2027 vorgesehen, ein Entwurf zur Verlängerung bis
April 2029 liegt bereits in der koalitionsinternen Koordinierung. Um
die benötigten Speicherkapazitäten zu sichern und Kosten zu sparen,
muss jetzt rasch gehandelt werden, denn hier gilt: jede Verzögerung
kostet Geld.

Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer hat dazu bereits einen
konkreten zweistufigen Plan vorgelegt und an den Koalitionspartner
übermittelt.

– Verlängerung der bestehenden Reserve um zwei Jahre (Beschluss im
Hauptausschuss erforderlich)

– Frühzeitige und langfristige Kapazitätsbuchungen zur Reduktion der
Kosten

„Wer Versorgungssicherheit ernst nimmt, muss heute die richtigen
Entscheidungen für morgen treffen. Diese Reserve ist kein
Einzelinstrument, sondern Teil eines gesamtstaatlichen
Sicherheitskonzepts. Begleitend dazu gibt es beispielsweise auch
verpflichtend zu erfüllende Gasversorgungsstände zur Belieferung von
geschützten Kunden wie Haushalte. Das österreichische Modell wird
mittlerweile auch von anderen Ländern als Vorbild gesehen“, so
Wolfgang Hattmannsdorfer.

Zwtl.: Europäische Koordination notwendig

Auch auf europäischer Ebene zeigt sich zunehmend, wie wichtig
strategische Vorsorge zunehmend ist. Mehrere Mitgliedstaaten haben
bereits den Wert solcher staatlicher Instrumente erkannt –
Deutschland prüft aktuell den Aufbau einer eigenen strategischen
Gasreserve nach österreichischem Modell.

Zugleich hat die Europäische Kommission die Mitgliedstaaten nun
ausdrücklich dazu aufgerufen, die Gasspeicher rechtzeitig für den
kommenden Winter zu befüllen – ein klarer Hinweis darauf, dass
Österreich mit seinem Kurs richtig liegt.

Die hohe Attraktivität der österreichischen Speicherkapazitäten
zeigt aber auch, wie wichtig rasches und vorausschauendes Handeln
ist, um die Versorgungssicherheit im eigenen Land langfristig
abzusichern.

„Nationale Vorsorge ist entscheidend – aber der europäische
Energiemarkt funktioniert nur gemeinsam. Deshalb braucht es auch eine
abgestimmte Vorgehensweise auf EU-Ebene, um Preise zu stabilisieren
und um zu verhindern, dass sich Mitgliedsstaaten gegenseitig Gas oder
Speicherkapazitäten abwerben “, betont Hattmannsdorfer.

Zwtl.: Energiepolitik ist Sicherheitspolitik

Die Gasversorgung hat sich seit 2022 grundlegend verändert.
Österreich ist heute breit diversifiziert – insbesondere durch
Lieferungen aus Norwegen sowie LNG-Importe etwa aus den USA und dem
Vereinigten Königreich. Gleichzeitig bestehen Abhängigkeiten von
globalen Märkten und geopolitischen Entwicklungen.

Gerade deshalb gewinnen strategische Reserven insbesondere in
Zeiten volatiler Preise an Bedeutung.

„Energiepolitik ist längst Sicherheitspolitik. Wer
Versorgungssicherheit will, braucht belastbare Instrumente – Speicher
und strategische Reserven ebenso wie klare gesetzliche
Rahmenbedingungen“, so Hattmannsdorfer.