Grüne/Hammer zu LH Fellner: „Nicht von persönlichen Emotionen gegenüber Windrädern leiten lassen, sondern Verantwortung übernehmen“

Wien (OTS) – „Mitten in einer Energiekrise kündigt der neue Kärntner
Landeshauptmann und SPÖ-Chef Daniel Fellner seinen ,Widerstand‘ gegen
die Windkraft in Kärnten an. Eigentlich geht es darum, wie wir aus
dieser teuren und zerstörerischen Abhängigkeit von Öl und Gas
rauskommen, aber Fellner lässt sich weiterhin von seinem Hass auf
Windräder leiten und will sich sogar gegen die komplett
unzureichenden Vorgaben der Bundesregierung wehren. Das ist eine
energiepolitische Geisterfahrt zur Unzeit “, reagiert Lukas Hammer,
Energiesprecher der Grünen, auf das heutige „Ö1 Im Journal zu Gast“.

„Auch wenn er nicht mehr offen aussprechen würde, wie sehr er
Windräder hasst, so belegen Fellners Aussagen, dass seine
persönlichen Emotionen bei energiepolitischen Entscheidungen immer
noch im Vordergrund stehen. Diese sollten schleunigst einer
politischen Verantwortung weichen. Ich erwarte mir von einem
Landeshauptmann, dass er sich nicht von seinen persönlichen Gefühlen
leiten lässt, sondern im Sinne der Bevölkerung das Richtige macht und
Verantwortung übernimmt. Er kann seine Ablehnung gegenüber Windrädern
nicht über den notwendigen Ausstieg aus den dreckigen fossilen
Energien wie Öl und Gas stellen“, so Hammer und weiter: „Es ist
wirklich bizarr, dass der neue Landeshauptmann von Kärnten gleich
einmal Widerstand gegen eine Regierungsvorlage ankündigt, die u.a.
seine eigene Partei vorlegt. Werden die Kärntner Abgeordneten der SPÖ
– der auch ihr Klubobmann im Nationalrat angehört – am Ende gegen das
EABG stimmen? Oder erst im Bundesrat? Vielleicht wäre es vor Beginn
möglicher Zwei-Drittel-Verhandlungen mit der offiziellen Opposition
im Nationalrat besser, dass sich die SPÖ erst einmal intern bespricht
und schaut, ob sie für oder gegen ihre eigene Vorlage sind.“