Wien (OTS) – Mit scharfer Kritik reagiert Birgit Gerstorfer,
Präsidentin des
Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), auf die Debatte um
Selbstbehalte bei Arztbesuchen. „Beim Hausarzt muss die e-card
reichen – und nicht die Bankomat- oder Kreditkarte! Wer krank ist,
braucht medizinische Hilfe und keine zusätzliche Rechnung. Gesundheit
darf keine Frage der Geldbörse sein!“ ****

„Wer Arztbesuche verteuert, spart an der falschen Stelle!“

Gerstorfer warnt eindringlich vor einer weiteren Verschärfung der
Zwei-Klassen-Medizin: „Wer Arztbesuche verteuert, sorgt nicht für
weniger Krankheiten, sondern für weniger Diagnosen. Menschen werden
notwendige Untersuchungen aufschieben, Erkrankungen werden später
erkannt und Behandlungen schwieriger. Das verursacht menschliches
Leid und am Ende sogar höhere Kosten für unser Gesundheitssystem.“

„Die ÖGK kassiert immer mehr – und leistet immer weniger!“

Besonders empörend sei, dass Pensionistinnen und Pensionisten
bereits immer stärker zur Kasse gebeten werden. „Die
Krankenversicherungsbeiträge wurden von 5,1 auf 6 Prozent erhöht,
gleichzeitig werden Leistungen eingeschränkt und neue Selbstbehalte
eingeführt – etwa bei Krankentransporten oder im Bereich der
Zahngesundheit. Die ÖGK kassiert immer mehr, während die Versicherten
immer weniger dafür bekommen. Das ist die völlig falsche Richtung!“

„Pensionistinnen und Pensionisten sind kein Bankomat der
Krankenkassen!“

Für Gerstorfer ist deshalb klar: „Pensionistinnen und
Pensionisten sind kein Bankomat zur Sanierung der Krankenkassen! Die
e-card muss die einzige Karte bleiben, die zählt. Im Mittelpunkt
unseres Gesundheitssystems muss der Mensch stehen – und nicht sein
Kontostand!“