Wien (OTS) – Während Österreichs Wirtschaftsstandort unter enormem
Druck steht,
liefern sich ÖVP und SPÖ im Nachrichtenmagazin „profil“ einen
Schlagabtausch über ihre angebliche Wirtschaftskompetenz. Für die
Freiheitliche Wirtschaft (FW) ist klar: Finanzminister Markus
Marterbauer und ÖVP-Wirtschaftssprecherin Tanja Graf sollten ihre
Regierungsverantwortung wahrnehmen, statt einander über
Gastkommentare auszurichten, was wirtschaftspolitisch notwendig wäre.
Besonders unglaubwürdig sind dabei die Ansagen von ÖVP-
Wirtschaftssprecherin und Wirtschaftsbund-Generalsekretärin Tanja
Graf. Sie fordert wirtschaftliche Freiheit, steuerliche Entlastung,
Investitionen und Bürokratieabbau – als Vertreterin jener
Kanzlerpartei, die seit Jahren selbst an den Schalthebeln der Macht
sitzt. Wer Reformen umsetzen könnte, aber bei Ankündigungen bleibt,
muss sich an dieser Bilanz messen lassen.
Die ÖVP kann sich nicht gleichzeitig als Regierungspartei und als
wirtschaftspolitische Opposition zur eigenen Regierung inszenieren.
Auch die SPÖ trägt Verantwortung dafür, dass Betriebe endlich
entlastet werden. Gegenseitige Belehrungen schaffen keinen einzigen
Arbeitsplatz und machen keine Investition attraktiver.
Während Schwarz und Rot über Wirtschaftskompetenz diskutieren,
kämpfen Österreichs Unternehmer mit hohen Arbeitskosten,
überbordender Bürokratie und teurer Energie. Sie brauchen konkrete
Maßnahmen, die im Betrieb ankommen.
Die FW fordert daher eine echte Standortoffensive: eine Senkung
der Lohnnebenkosten um fünf Prozentpunkte, eine Körperschaftsteuer
von 20 Prozent, attraktive Investitionsfreibeträge, einen
konsequenten Bürokratieabbau und leistbare Energie.
Thomas Kainz, Bundesobmann-Stellvertreter der FW, abschließend:
„Frau Graf, Wirtschaftskompetenz beweist man mit Reformen und nicht
mit Gastkommentaren. Ihre Partei stellt den Bundeskanzler. Sorgen Sie
endlich dafür, dass aus Ihren Forderungen Regierungsentscheidungen
werden! Unsere Unternehmer brauchen keine schwarz-roten Wortgefechte.
Sie brauchen weniger Abgaben, weniger Bürokratie und mehr Freiheit,
um ihre Betriebe voranzubringen!“