FPÖ – Leinfellner: „Frühere Tätigkeit des SPÖ-Stiftungsratschefs als ÖSV-Berater wirft Fragen zu möglichen Interessenkonflikten auf“

Wien (OTS) – Für deutliche Kritik sorgt ein Bericht über mögliche
Interessenkonflikte rund um den Vorsitzenden des ORF-Stiftungsrats
Heinz Lederer. „Die jüngsten Enthüllungen werfen erneut ein
bedenkliches Licht auf die Verflechtungen zwischen Politik,
öffentlich-rechtlichem Rundfunk und großen Organisationen im
Sportbereich. Hier braucht es rasch eine vollständige Aufklärung“,
erklärte heute der FPÖ-Sportsprecher NAbg. Markus Leinfellner.

„Nicht nur, dass der rote ORF-Stiftungsratsvorsitzende laut einem
Bericht der ‚Kronen Zeitung‘ in Abrechnungen des Anwalts von Ex-ÖVP-
Intimus und Signa-Pleitier René Benko vorkommt. So soll der SPÖ-
Stiftungsratsvorsitzende auch für den ÖSV als Berater tätig gewesen
sein. “Wenn ein Vorsitzender des ORF-Stiftungsrats gleichzeitig für
Organisationen tätig ist, die Geschäftsbeziehungen mit dem ORF haben,
dann wirft das zwangsläufig Fragen nach möglichen
Interessenkonflikten auf“, betonte Leinfellner.

Der ORF-Stiftungsrat ist das zentrale Aufsichts- und
Kontrollorgan des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und entscheidet
über wesentliche strategische Fragen sowie über die Bestellung der
ORF-Führung. Gerade deshalb müsse bei dessen Vorsitz höchste
Transparenz und Unabhängigkeit gewährleistet sein, so der FPÖ-
Sportsprecher.

Besonders brisant sei dabei der mögliche Zusammenhang mit dem
österreichischen Skisport. „Der Skisport ist eines der wichtigsten
Aushängeschilder Österreichs und spielt auch im ORF-Programm eine
zentrale Rolle. Wenn ausgerechnet der Vorsitzende des ORF-
Stiftungsrats gleichzeitig für den Österreichischen Skiverband tätig
war, während der ORF zentrale Übertragungsrechte im Skisport hält,
dann muss genau geprüft werden, ob hier Interessenkonflikte bestanden
haben könnten“, erklärte Leinfellner.

„Es braucht eine vollständige Transparenz über sämtliche
Nebenfunktionen, Beratertätigkeiten und wirtschaftlichen Verbindungen
von Entscheidungsträgern im ORF-Umfeld. Nur so kann sichergestellt
werden, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk unabhängig arbeitet
und nicht zum Spielball parteipolitischer oder wirtschaftlicher
Interessen wird“, stellte Leinfellner klar.