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FPÖ – Kickl in Innsbruck: „Vollenden wir gemeinsam mit der Bevölkerung, was Jörg Haider begonnen hat!“

Wien (OTS) – Im Rahmen des Festakts „Aufbruch zur Spitze“ in
Innsbruck anlässlich
des 40. Jahrestags der Wahl von Dr. Jörg Haider zum
Bundesparteiobmann und Klubobmann würdigte FPÖ-Bundesparteiobmann
Klubobmann NAbg. Herbert Kickl heute die Verdienste Haiders und
bezeichnete den Innsbrucker Parteitag von 1986 als eine „politische
Revolution der Denkungsart“ und den „zweiten Geburtstag“ der FPÖ. Er
zeichnete das dramatische Bild der politischen Landschaft davor:
„Stellt euch vor, SPÖ 48 Prozent, ÖVP 43 Prozent und beide
miteinander haben 91 Prozent. Wenn ich so etwas höre, dann wird es
mir regelrecht schlecht. Damals hat die Freiheitliche Partei
haarscharf fünf Prozent der Stimmen erreicht. Zwischen diesem
Ergebnis und dem völlig anderen Bild von heute liegen 40 Jahre, in
denen der Niedergang der Systemparteien und der Aufstieg unserer
Freiheitlichen Partei in Höhen stattgefunden hat, die wir uns selber
nie zu erträumen gewagt haben.“

Dieser historische Wandel sei untrennbar mit der Person Jörg
Haiders verbunden, den Kickl als jenen visionären Einzelnen würdigte,
der den Lauf der Geschichte verändert habe: „In unserer Geschichte
ist dieser Einzelne, der ihren Lauf im Jahr 1986 ganz entscheidend
geändert hat, unser Jörg Haider. Ehre, wem Ehre gebührt!“ Mit ihm sei
aus einer Partei, die um die Anerkennung der Mächtigen kämpfte, eine
selbstbewusste Bewegung geworden. „Aus dem dritten Lager ist die
dritte Kraft geworden. Aus einer Partei ist eine
Gesinnungsgemeinschaft und eine Bewegung geworden. Da ist ein völlig
neuer und ein ganz, ganz offensiver demokratischer Machtanspruch
entstanden, und das ist was ganz anderes, als wenn man es immer mit
dem eigenen Überleben zu tun hat“, so Kickl. Dieses neue
Selbstbewusstsein manifestierte sich in Haiders legendärer
Kampfansage: „Er hat binnen kürzester Zeit diese Kampfansage diesem
rot-schwarzen Koloss mitten ins Gesicht geschmettert: ‚Wir werden die
Altparteien vor uns hertreiben.‘ Zuerst haben sie noch darüber
gelacht. Aber das Lachen ist ihnen bald vergangen.“

Scharf kritisierte Kickl die manipulativen Methoden der
politischen Gegner, die sich von damals bis heute nicht geändert
hätten. Er zog eine direkte Linie vom Volksbegehren „Österreich
zuerst“ zur heutigen Debatte um Remigration: „Sie haben damals nichts
verstanden, als sie aus dem wunderbaren Volksbegehren ‚Österreich
zuerst‘ ganz brutal was anderes gemacht haben, indem sie daraus
ungeniert ‚Ausländer raus‘ gemacht haben. Kein Freiheitlicher hat das
jemals gesagt! Das ist eine Konstruktion unserer Gegner. Und wir
erleben momentan genau das Gleiche mit dem Begriff der Remigration.
Es ist immer das gleiche dreckige Spiel. Aber es wird ihnen nichts
nutzen, weil die Menschen eines erkannt haben: Remigration ist nicht
das Problem. Das Problem ist die illegale Massenzuwanderung!“

Die heutige Regierung und die sie tragenden Systemparteien
bezeichnete der FPÖ-Chef als eine Ansammlung „feiger Gestalten“, die
den Bezug zur Bevölkerung völlig verloren hätten. „Mir kommt es ja
manchmal regelrecht so vor, als ob diese Herrschaften nur Regierung
spielen. Die wollen ja gar nichts entscheiden. An der Spitze des
Landes haben wir Politiker sitzen, die nicht bereit sind, für ihr
Land auch nur irgendetwas zu riskieren. Sie riskieren euren
Wohlstand, eure Arbeitsplätze und die Zukunft eurer Kinder, nur damit
sie für sich selber nichts riskieren müssen. Wer so handelt, das ist
der wahre Gefährder der Demokratie!“, hielt Kickl fest. Dieses
Versagen zeige sich in allen Bereichen: in der Wirtschaft, die durch
„sinnlose Belastungen“ vernichtet werde, im Chaos des
Gesundheitswesens, in den Schulen, die zu „Laboren für irgendwelche
linksideologischen Experimente“ mit „Woke-Klimbim und Gender-
Wahnsinn“ verkommen seien, und bei der dramatischen Islamisierung.
„1970 hatten wir in Österreich 20.000 Muslime, jetzt haben wir
800.000. Ich möchte nicht haben, dass meine Ururenkel dann Bürger
eines muslimischen Landes sind“, sprach Kickl Klartext.

Als Gegenentwurf präsentierte Kickl eine klare Vision für die
Zukunft Österreichs, die auf den drei Säulen Vision, Vertrauen und
Verantwortung beruhe. „Wo keine Vision ist, da ist ein Volk verloren.
Diese Politik der Systemparteien ist seelenlos und sie ist herzlos.“
Seine Vision sei ein Land, in dem Sicherheit, Freiheit und eine
positive Zukunftsperspektive wieder selbstverständlich sind. „Ich
sehe ein Land, in dem eine junge Frau nach Hause geht, nach der
Spätschicht, durch den Park, und dabei unbesorgt an den morgigen Tag
denken kann und nicht nur an die nächsten paar Meter. Ich sehe ein
Land, in dem am Küchentisch wieder geplant wird, statt wegen der
Teuerung nur gerechnet. Und ich sehe ein Land, in dem die Menschen in
der Früh aufwachen und die Freude auf den Tag größer ist, als die
Sorge vor dem Tag. Das ist der ganze Zweck der Politik. Und wer das
nicht versteht, der hat als Politiker seinen Auftrag nicht
verstanden.“

Abschließend appellierte Kickl an die gesamte freiheitliche
Bewegung zur Vollendung des historischen Auftrags: „Wir
Freiheitliche, wir ehren unseren Jörg Haider dadurch, dass wir in
seinem Geist über ihn hinauswachsen und damit sein Werk als unseres
fortführen und vollenden. Vollenden wir also gemeinsam mit der
Bevölkerung das, was vor 40 Jahren in Innsbruck begonnen worden ist!“