Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser sieht
sich durch die
jüngste Reaktion von SVP-Landesrat Hubert Messner auf den Vorwurf der
Zahlenmanipulation bei den COVID-19-Todesfällen in Südtirol
bestätigt: „Die Aufdeckungsarbeit von Jürgen Wirth Anderlan und mir
zur amtlich angeordneten Verfälschung der COVID-19-Sterbestatistik in
Südtirol hat Staub aufgewirbelt. Besonders deutlich zeigt sich das am
widersprüchlichen Auftreten von Landesrat Messner, das die Corona-
Zahlenmanipulation in Südtirol entlarvt.“
Messner erklärte am 21.01.2026 in den Medien, die Anweisung aus
dem März 2020, potenzielle Todesfälle pauschal als Infektionstote zu
behandeln, habe ausschließlich dem Schutz von Personen im Umgang mit
Verstorbenen gedient. Die COVID-19-Sterbestatistik habe damit
angeblich nichts zu tun gehabt.
„Am selben Tag behauptet derselbe Landesrat jedoch im Corona-
Untersuchungsausschuss, in der Anordnung sei COVID-19 gar nicht
gemeint gewesen. Das ist an Absurdität kaum zu überbieten und zeigt,
wie verzweifelt man mittlerweile nach Ausreden sucht“, so Hauser und
ergänzte scherzhaft: „Oder sprach man damals etwa von einer Lepra-
oder Pestepidemie?“
Fakt sei jedoch, dass Jeder positiv Getestete unabhängig von der
tatsächlichen Todesursache automatisch als COVID-19-Toter erfasst
wurde. „Messner hat diese Praxis nicht nur bestätigt, sondern sie
auch im Jahr 2026 noch verteidigt. Damit wird offensichtlich, dass in
Südtirol weiterhin an der Wahrheit herumgetrickst wird“, kritisierte
Hauser.
Die Folgen seien gravierend gewesen: „Südtirol wies dadurch eine
der höchsten COVID-19-Sterblichkeiten weltweit auf und war monatelang
im Lockdown. Während in Österreich 2020 rund sieben Prozent der
Verstorbenen offiziell an COVID-19 starben, waren es in Südtirol über
14 Prozent. Statt weiter herumzuschwurbeln, um die COVID-19-
Zahlenmanipulation zu verdecken, ist eine Entschuldigung und die
volle Übernahme der politischen Verantwortung mit allen Konsequenzen
notwendig!“




