Wien (OTS) – Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser hat vor
der Abstimmung
im Wirtschaftsausschuss am 23. Juni 2026 vor dem sogenannten
digitalen Euro gewarnt. Hauser erklärte: „Bargeld funktioniert ohne
Konto, ohne Gerät, ohne Drittpartei und ohne Datenspur. Genau das ist
Freiheit und genau das geht beim digitalen Euro im Online-Bereich
verloren.“
Hauser betonte: „Die Europäische Zentralbank verkauft das Projekt
als ‚digitales Bargeld‘. Tatsächlich läuft der digitale Euro über
eine Zahlungsinfrastruktur, die Identifizierung, Limits, Prüfungen
und Datenverarbeitung braucht.“ Besonders brisant sei, dass die
europäischen Datenschutzbehörden selbst warnen, dass bei Online-
Zahlungen „alle Transaktionen unabhängig vom Betrag erfasst“ werden
könnten. „Wenn alle Online-Zahlungen aufgezeichnet werden, ist das
kein hoher Datenschutz, sondern ein Systemproblem“, so Hauser. Auch
Halteobergrenzen seien politisch hochheikel: „Wer begrenzen will, wie
viel digitaler Euro jemand halten darf, muss den Bürger technisch
erfassen. Das bedeutet Verlust von Anonymität.“
Zusätzlich warnte Hauser vor schleichender Bargeldverdrängung:
„Das Europäische Parlament sagt selbst, Bargeld ist das einzige
Zahlungsmittel für direkte persönliche Zahlungen ohne Drittpartei und
ohne elektronische Ausrüstung.“ Gleichzeitig sinke die Bargeldannahme
im Euroraum: „Wer jetzt den digitalen Euro einführt, beschleunigt
eine Entwicklung, die ohnehin schon läuft“, sagte Hauser.
Abschließend forderte Hauser: „Kein digitaler Euro ohne
knallharten Bargeldschutz im Gesetz: Verpflichtende Annahme,
flächendeckender Zugang, Schutz vor digitalem Zahlungszwang.“ Und
beim Datenschutz gelte: „Nicht Versprechen in Erwägungsgründen,
sondern klare Pflichten im Gesetz. Die Bürger haben ein Recht auf
Vertraulichkeit und Bargeldfreiheit“, betonte der freiheitliche EU-
Abgeordnete.





