Erfolgsbilanz der HPV-Impfaktion im ÖGGK Health Mobil: Über 5200 junge Menschen nutzten die niederschwellige Möglichkeit zur Krebsvorsorge

Wien (OTS) – Präventionsprogramme werden angenommen, wenn sie einfach
und
niederschwellig zugänglich sind. Das zeigte die HPV-Impfaktion, die
die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze mit ihrem ÖGGK
Health Mobil und zahlreichen Partnern landesweit organisiert hatte.
In knapp eineinhalb Jahren ließen sich unter dem Motto „Aktiv gegen
HPV“ über 5.200 Frauen und Männer unter 30 Jahren impfen.

Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) zählt zu den
wirksamsten und gleichzeitig bedeutendsten medizinischen
Präventionsprogrammen. Denn über 85 Prozent aller Menschen infizieren
sich im Laufe ihres Lebens mit HPV, und einige HPV-Typen können Krebs
im Genitalbereich, Rachen oder After auslösen. In Österreich sterben
pro Woche rund drei Frauen an HPV-bedingtem Krebs.

Eine Impfung kann bestimmten HPV-bedingten Erkrankungen
vorbeugen. Dennoch liegt die Durchimpfungsrate noch deutlich unter
dem gesundheitspolitisch angestrebten Niveau. Um das kostenlose
Impfprogramm für junge Frauen und Männer zwischen 21 und 30 Jahren
möglichst einfach zugänglich zu machen, organisierte daher die
Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze gemeinsam mit vielen
Partner aus Bund, Ländern, medizinischen Fachgesellschaften und
Unternehmen der Gesundheitsbranche in den letzten eineinhalb Jahren
eine Tour mit dem ÖGGK Health Mobil durch ganz Österreich.

Zwtl.: Erfreuliche Bilanz: An 29 Stationen ließen sich über 5.200
junge Frauen und Männer impfen

Der Erfolg gibt diesem Konzept recht: An insgesamt 29 Stationen
holten sich in dem fahrenden Gesundheitszentrum 2.556 Frauen und
2.585 Männer die erste und auch zweite Dosis. „Verantwortlich für
diese starke Resonanz war zweifellos die Niederschwelligkeit“, betont
Mag. Erika Sander, Initiatorin und Generalsekretärin der ÖGGK. „Wir
waren mit unserem Health Mobil bewusst am ‚Point of life‘ der jungen
Menschen präsent. Das heißt, wir haben Universitäten,
Fachhochschulen, zentrale Plätze in den Städten und sogar Clubs wie
den ‚Volksgarten‘ in Wien oder die Rossauer Kaserne besucht. Und wir
haben die Impfung ohne Anmeldung, gewissermaßen im Vorbeigehen,
möglich gemacht.“

„Das zeigt, dass Vorsorgeprogramme wie die HPV-Impfung sehr wohl
angenommen werden, wenn sie einfach und unkompliziert zugänglich
sind“, so Sander.

Begleitet wurde die Tour durch eine breit angelegte
Informationskampagne, die über Online-Media und Social Media direkt
die junge Zielgruppe angesprochen hat.

Zwtl.: „Aktiv gegen HPV“ als breite Initiative mit wichtigen Partnern

Unterstützt wurde die Aktion vom Gesundheitsministerium , den
Landessanitätsdirektionen , dem Gesundheitsdienst der Stadt Wien
sowie zahlreichen Organisationen aus Gesundheit, Bildung und
Gesellschaft getragen: Österreichischen Krebshilfe, CCC Vienna von
MedUni Wien und AKH Wien, Stadt Wien Gesundheitsdienst, Land Kärnten,
Land OÖ, Land Salzburg, Land Tirol, APOScout, ELPATO Medien, IGEPHA,
Mag. Job’s Essenz Apotheken, Kinderarzt-NEST, FemiProtect, Kottas
Pharma, MSD, Barmherzige Brüder Linz, Mavie Med, Österreichische
Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), Österreichische
Gesellschaft für Urologie und Andrologie (ÖGU), Österreichische
Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG),
Österreichische Gesellschaft für Chirurgie.

Auch diese Institutionen ziehen positiv Bilanz: „Das zentrale
Anliegen der Impfkampagne bestand darin, Krebserkrankungen später im
Leben zu verhindern und damit persönliches Leid sowie eine Belastung
des Gesundheitssystems zu vermeiden“, resümiert Dr. Jochen Haidvogel-
Toder, Dienststellenleiter des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien.
„Über neun von zehn aller Gebärmutterhalskrebsfälle lassen sich auf
durch die Impfung abgedeckte HPV-Typen zurückführen. Dies
verdeutlicht, dass es sich nicht um eine Nischenprävention handelt,
sondern um einen fundamentalen Baustein der öffentlichen
Gesundheitsvorsorge. Leider sind unverändert viel zu wenige Personen
gegen HPV geimpft, und es bestehen nach wie vor Informationsdefizite
bei Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Eltern. Mit
erfolgreichen Kampagnen wie ‚Aktiv gegen HPV‘ versuchen wir diese
Lücke zu schließen.“

Zufrieden ist ebenso Dr. in Theresa Geley, Gesundheitsdirektorin
für Tirol: „Die Impfung gegen HPV ist die wirksamste Maßnahme zur
Verhinderung bösartiger Neubildungen wie Gebärmutterhalskrebs oder
Analkrebs, und das Catch-up-Impfprogramm für 21-30-Jährige
ermöglichte jungen Menschen, versäumte Impfungen nachzuholen. Mit der
Impfaktion des ÖGGK Health Mobils konnte eine sehr niederschwellige
und hocheffiziente Impfmöglichkeit angeboten werden, die sich großer
Nachfrage erfreute.“ Dazu ergänzt Amtsärztin Dr. in Barbara Schmid:
„Die Kooperation mit der ÖGGK war geprägt von Wertschätzung und
Professionalität und hat viel Freude bereitet. So macht sinnvolle
Präventionsmedizin Spaß.“

Und Mag. Dr. Eva Bencsits, Amtsärztin in der
Landessanitätsdirektion Salzburg, betonte: „Das Impfangebot im
Bereich der Privatmedizinischen Universität Salzburg wurde gut
angenommen und überzeugte durch kompetente und professionelle
Organisation und Durchführung.“

Fotos
Fotos finden Sie unter diesem Link:
https://accelent.fromsmash.com/hEQ0xhTjvv-dt

Über die Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze
Als traditionsreicher gemeinnütziger Verein widmet sich die
Österreichische Gesellschaft vom Goldenen Kreuze seit über 130 Jahren
der Gesundheit. Dabei verstehen wir Gesundheit ganzheitlich und
entwickeln Konzepte, die die Versorgung der Bevölkerung verbessern.
Wir kennen das System, wissen, wo Lücken sind, und verstehen die
Anliegen von Patient:innen. Mit dieser Expertise schaffen wir
innovative Ideen und spezielle Angebote, die die Gesundheitskompetenz
der Menschen stärken und die Leistungen des staatlichen
Gesundheitssystems ergänzen. Wir setzen inhaltliche Schwerpunkte und
realisieren zielgerichtete Kampagnen, die wichtige Gesundheitsfragen
und weitverbreitete Erkrankungen thematisieren sowie
Gesundheitskompetenz vermitteln. www.oeggk.at