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Energiepreisindex im August nahe Höchststand

Wien (OTS) – Die Energiepreise stiegen im August gegenüber Juli um
durchschnittlich 3,6 %. Im Vergleich zum August 2025 lagen sie 9,9 %
über dem Vorjahreswert. Der Anstieg der Energiepreise fiel damit
erneut deutlich stärker aus als der Anstieg der Verbraucherpreise
insgesamt. Zwar erreichen die aktuellen Steigerungsraten noch nicht
die Größenordnung der Energiepreiskrise 2022/2023, sie bewegen sich
jedoch wieder auf einem Niveau, das erhöhte Aufmerksamkeit verdient.

Zwtl.: Entwicklung von den internationalen Rohölmärkten getrieben

Der Energiepreisindex näherte sich damit seinem bisherigen
Höchststand vom April 2026 an. Damals lag der durchschnittliche
Dieselpreis knapp über zwei Euro je Liter. Im August wurde diese
Marke erneut leicht überschritten. Die aktuellen Marktbeobachtungen
deuten darauf hin, dass die Energiepreise auch im September weiter
Aufwärtsdruck erzeugen werden. Ein neuer Allzeit-Höchststand des
Energiepreisindex im September könnte die Folge sein.

Die Entwicklung unterstreicht einmal mehr die hohe Abhängigkeit
der österreichischen Volkswirtschaft von internationalen
Energiemärkten. „Trotz der aktuellen Preissteigerungen hat sich die
Situation gegenüber den Krisenjahren strukturell verändert. Der
beschleunigte Ausbau von Photovoltaik und Stromspeichern, verbunden
mit energetischen Sanierungen und einem steigenden Marktanteil der E-
Mobilität, erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber internationalen
Energiepreisschocks. Die hohe Abhängigkeit von Energieimporten bleibt
zwar bestehen, trifft heute jedoch auf eine deutlich breitere Basis
an heimischer Energieversorgung als noch 2022“, erklärt Christian
Furtwängler, Experte für Energiewirtschaft der Österreichischen
Energieagentur. Und ergänzt: „Energiesparen bleibt dennoch gerade in
Hochpreisphasen eine wichtige Maßnahme zur Senkung der Energiekosten
– eine gesenkte Nachfrage spart nicht nur eigenes Geld, sie
verringert auch den finanziellen Druck für andere, die ihren
Verbrauch nicht so leicht senken können. Zudem empfiehlt es sich
jetzt im Besonderen, bestehende Strom- und Gaslieferverträge zu
prüfen und mit aktuellen Angeboten zu vergleichen, um unerwartete
Mehrkosten zu vermeiden.“

Hier finden Sie eine Grafik mit der Entwicklung der
Endkund:innenpreise für Haushaltsenergie.

Der gesamte Pressetext mit Details zu den verschiedenen
Energieträgern sowie alle weiteren Informationen zur Methodik und zum
Haftungsausschluss befinden sich ebenfalls hier .