Wien (OTS) – Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 ruft die
Bundesregierung
angesichts der sich zuspitzenden Energiekrise zum Handeln auf.
Energieexpert:innen warnen schon seit Wochen, dass eine massive und
länger andauernde Krise auf uns zurollt. „Dennoch agiert die
Bundesregierung bei der Energiewende wie im Dornröschenschlaf. Ein
umfangreiches Aktionspaket, das uns unabhängig von fossilen
Energieträgern machen würde, fehlt völlig. Dabei lassen sich
Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz wunderbar
mit der Sanierung des Budgets verbinden. Die Energiewende kurbelt
regionale Wirtschaftskreisläufe an, über die Besteuerung von
Übergewinnen fossiler Konzerne und den Abbau umweltschädlicher
Subventionen lassen sich Mittel generieren. Wir fordern die
Bundesregierung angesichts der aktuellen Budgetdebatte auf, klipp und
klar zu sagen, dass Einsparungen bei Investitionen in die
Energiewende angesichts der aktuellen Situation Tabu sind“, rechnet
Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000 vor.
Teure Tatenlosigkeit
Wenn Österreich bei der Energiekrise nicht handelt, könnte das
umgekehrt teuer kommen: Im Jahr 2024 gab Österreich (netto) rund 10
Mrd. Euro für Importe fossiler Energie aus. Diese Zahl wird heuer auf
Grund der Preissteigerungen noch empfindlich steigen. 5,7 Mrd. Euro
fallen jedes Jahr an umweltschädlichen Subventionen an. Das
Dieselprivileg ist der größte Faktor, aber auch die
Dienstwagenbesteuerung oder Steuerbegünstigungen für den Flugverkehr
führen zu großem Steuerentfall.
Stattdessen sind Investitionen in die Energiewende ein großer
Wirtschaftsmotor und Jobfaktor: Durch Investitionen in Energiewende
können in Österreich etwa 100.000 Arbeitsplätze allein durch
Investitionen in die 10 wichtigsten Technologien, wie Windenergie,
Photovoltaik oder Wärmepumpen geschaffen werden. (Quelle: JKU, 2020
Wirtschaftswachstum und Beschäftigung durch erneuerbare Energien).
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Allein die Förderung für thermische Sanierung schafft bzw.
sichert rund 34.000 Arbeitsplätze und hat im Jahr 2023/24 und hat zu
einer Wertschöpfung von 2,3 Mrd. Euro geführt. Diese Zusammenhänge
dürfen bei der Budgeterstellung jetzt nicht ignoriert werden.
Im Gegenteil – „Die Bundesregierung ist aufgerufen angesichts der
aktuellen Energiekrise auch Investitionen zu tätigen und Spielräume
dafür zu schaffen. Die Energiewende ist unsere Lebensversicherung und
sichert unseren Wohlstand ab“, so Wahlmüller abschließend.
Diese Spielräume können auch geschaffen werden:
– Abbau umweltschädlicher Subventionen von 5,7 Mrd. Euro
– Besteuerung fossiler Übergewinne (OMV, 2025: 4,6 Mrd. EUR Gewinn)
– Absage der Lobau-Autobahn, die mindestens 2,7 Mrd. Euro kostet,
stattdessen ASFINAG-Dividende erhöhen





