Lochen/See (OTS) – Viele Jahre schon zieht sich das Drama um einen
Tierhalter im Bezirk
Braunau. Die Tierschutzbehörde hat ihm schon 2001 ein dauerhaftes
Tierhaltungsverbot auferlegt. Allerdings leider nur für
landwirtschaftliche Tiere. Trotzdem musste seither das Team des
Tierschutzhofs Pfotenhilfe mehrmals im Auftrag der Behörde ausrücken
und widerrechtlich gehaltene Ziegen, Hühner und auch Katzen abholen,
die nicht kastriert waren.
Hündin im Haus in eigenen Exkrementen angebunden!
Nach einer Meldung, die die Pfotenhilfe erhalten wegen einer in
den eigenen Exkrementen angebundenen Hündin und anderen Tieren hatte,
durfte die Pfotenhilfe am 18. November 2025, die Hündin namens Mausi
durch die Pfotenhilfe abholen zu lassen. Der Halter wollte Mausi
jedoch unbedingt wiederhaben und brachte eine Beschwerde ein. Wie in
der Verhandlung am Landesverwaltungsgericht OÖ am 17. Juni 2026
herauskam, habe sich aber an den Zuständen in seinem zugemüllten Haus
und Garten inklusive Glasscherben trotz den sogar vorangekündigten
Kontrollen auch nach Monaten so gut wie nichts geändert.
„Erschreckendstes Detail der Verhandlung war, dass der Halter nicht
nur in einen Kübel neben dem Bett, sondern sogar auf die Hündin
urinierte, weshalb diese bei der Abholung nach Menschenurin stank“ ,
sagt Pfotenhilfe-Sprecher Jürgen Stadler.
LVwG wies Beschwerde gegen Abnahme zurück
Dass Urteil wurde erst rund zwei Monate später schriftlich
verkündet: Mausi wird nicht zurückgegeben und darf am Tierschutzhof
Pfotenhilfe bleiben. Zudem laufe ein Verfahren zur Ausweitung des
Tierhaltungsverbots auf Hunde, Katzen und andere Heimtiere.
Hündin war total verängstigt und verwahrlost
„Mausi war damals ein total verängstigter Hund. Zudem war sie
viel zu dick und sehr verwahrlost mit verfilztem Fell, langen Krallen
und hochgradigen Ohrenentzündungen“, so Stadler. “Sie hat sich bei
uns über die Monate prächtig entwickelt – sowohl körperlich als auch
im Umgang mit Menschen und anderen Hunden. Wir konnten ihre Seele
wieder heilen und deshalb haben wir gekämpft wie die Löwen, damit
Mausi nicht in dieses elende Leben zurück muss. Wir hoffen wirklich
sehr, dass dieser Mensch für den Rest seines Lebens keine Tiere mehr
hält.”
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