Wien (OTS) – – Knapp 6 von 10 Kindern unter 14 Jahren besitzen ein
eigenes
Smartphone, die Mehrheit von ihnen verfügt über mindestens ein Social
-Media-Konto
– 30 % haben einen YouTube-Account, 24 % Roblox, und je 16 %
Instagram, TikTok bzw. Snapchat
– Wunsch nach Regulierung ist aber groß: 86 % der Eltern befürworten
die geplante Altersgrenze von 14 Jahren bei sozialen Medien
Das erste Smartphone gibt’s immer früher: Während bei den heute 14-
bis 17-Jährigen erst jedes fünfte Kind vor dem 10. Geburtstag ein
eigenes Handy hatte, trifft das bei den heute 10- bis 13-Jährigen auf
jedes dritte Kind zu. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Vergleichs-
und Wechselplattform durchblicker unter rund 1.300 Eltern mit Kindern
unter 18 Jahren in Österreich*. Demnach besitzen aktuell 59 Prozent
der unter 14-Jährigen ein eigenes Smartphone**. „Eltern bestätigen,
dass auch soziale Plattformen schon früh dazugehören“, erklärt Martin
Zwickl, Mobilfunkexperte von durchblicker. „Sechs von zehn Kindern
unter 14 Jahren, die ein eigenes Handy besitzen, verfügen über
mindestens ein Social-Media-Konto.“ YouTube liegt in dieser
Altersklasse mit 30 Prozent vor Roblox mit 24 Prozent, gefolgt von
Instagram, TikTok und Snapchat mit jeweils 16 Prozent. „Bei unter 10-
jährigen Kindern ist die Nutzung von Videoplattformen wie YouTube
oder die umstrittene Online-Spieleplattform Roblox sehr beliebt,
während Messengerdienste wie Snapchat erst später wichtiger werden“,
ergänzt Zwickl.
Gesetzliche Regulierung wird stark befürwortet
Mit 1. Jänner 2027 soll in Österreich das gesetzliche Social-Media-
Verbot für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren in Kraft treten.
Reine Messenger-Dienste wie etwa WhatsApp, der laut durchblicker
Umfrage von 70 Prozent der unter 14-Jährigen genutzt wird, sollen
davon ausgenommen werden. Eltern begrüßen das geplante Verbot: 63
Prozent sind voll dafür, 23 Prozent eher dafür und nur 11 Prozent
sprechen sich dagegen aus. „Die Diskrepanz zwischen der hohen Social-
Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen und dem Wunsch nach einer
Altersgrenze zeigt das Dilemma, in dem sich viele Eltern befinden“,
so Zwickl. “Soziale Netzwerke gehören defacto zum Alltag. Ohne
gesetzliche Regelung fällt es vielen Eltern schwer, sich dem sozialen
Druck, dem ihre Kinder ausgesetzt sind, zu entziehen. Gibt es gleiche
Rahmenbedingungen für alle, fällt die Umsetzung leichter.”
Zwtl.: Kindertarife, Bildschirmzeiten und Family-Apps
Sicherheit im Netz spielt bei Mobilfunkbetreibern und
Geräteherstellern eine immer wichtigere Rolle. So gibt es von allen
großen Betreibern in Österreich spezielle Kindertarife, die den
Kinder- und Kostenschutz in den Vordergrund stellen. Kindertarife
starten ab 11,90 Euro pro Monat und beinhalten 60 GB Datenvolumen.
Standardtarife mit gleichem Datenvolumen sind ab 7,68 Euro pro Monat
erhältlich und kommen somit im Jahresvergleich 50 Euro günstiger.
Zwickl betont in diesem Zusammenhang: „Wesentlich für den
Kinderschutz ist weniger der Tarif, sondern vielmehr die
Geräteeinstellung. Über das Smartphone können Bildschirmzeiten
begrenzt, Schlafens- und Ruhezeiten definiert, Webfilter aktiviert
oder In-App-Käufe gesperrt werden. Wir sehen in unserer Umfrage, dass
bereits viele Eltern davon Gebrauch machen. Auch Security-Apps bieten
ein gewisses Maß an Kontrolle.“ 55 Prozent der Eltern von unter 14-
Jährigen nutzen Kinderschutz- oder Family-Apps, 48 Prozent setzen
Bildschirmzeit-Limits und 41 Prozent geben App-Downloads frei. Nur 4
Prozent kontrollieren gar nicht. „Neben solcher Kontrollmechanismen
braucht es aber v.a. die Entwicklung von Medienkompetenzen und
regelmäßige Gespräche innerhalb der Familie sowie in Schulen, um den
verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Netzwerken zu erlernen“, so
Zwickl.
*durchblicker-Elternbefragung 2026 zur Smartphone-Nutzung,
durchgeführt von Bilendi im Zeitraum 24.08.–04.09.2026,
repräsentative Befragung von n=1.322 Eltern mit Kindern unter 18
Jahren in Österreich
**Angaben zu Social-Media-Konten und Kontrollmaßnahmen beziehen
sich auf Kinder unter 14 Jahren mit eigenem Smartphone (n=460),
Elternangaben, Mehrfachnennungen möglich.
Pressefotos Martin Zwickl, Mobilfunkexperte bei durchblicker:
https://durchblicker.at/presse-service
© Julia Dragosits
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