Dominic Hörlezeder: „Sicherheit geht vor – Private Schutzhundeausbildung in Niederösterreich sofort verbieten!“

St. Pölten (OTS) – Nach der Aufhebung des bundesweiten Verbots der
privaten
Schutzhundeausbildung durch den Verfassungsgerichtshof (VfGH) fordert
der Grüne Tierschutzsprecher eine rasche gesetzliche Neuregelung auf
Landesebene. Ein entsprechender Antrag wurde von Dominic Hörlezeder
und seinen Kolleg:innen im Landtag eingebracht.

„Die Sicherheit der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher
duldet keinen Aufschub“, betont Dominic Hörlezeder, Abgeordneter zum
NÖ Landtag und Tierschutzsprecher der Grünen Niederösterreich.
Hintergrund der Initiative ist eine Erkenntnis des
Verfassungsgerichtshofs vom 17. März 2026. Darin wurde klargestellt,
dass die Regelung der Schutzhundeausbildung in die Kompetenz der
Bundesländer fällt. Damit liegt die Verantwortung für diesen Bereich
der örtlichen Sicherheitspolizei nun unmittelbar beim Land
Niederösterreich und somit bei Mandataren wie Dominik Hörlezeder.

Gefährliches Risiko im Alltag

Für Dominic Hörlezeder ist die private Schutzhundeausbildung ein
massives Sicherheitsrisiko. „Um einen Hund für den Schutzdienst
‚scharf zu machen‘, wird gezielt seine natürliche Beißhemmung
abgebaut. Das macht die Tiere in Alltagssituationen unberechenbar“,
so Dominic Hörlezeder. Expert:innen warnen davor, dass am
Trainingsplatz automatisierte Verhaltensweisen im Alltag durch
falsche Reize – wie einen joggenden Menschen oder spielende Kinder –
ausgelöst werden können. Besonders gefährlich seien laut dem Grünen
Tierschutzsprecher zudem Hunde, bei denen die Ausbildung vorzeitig
abgebrochen wurde, da hier aggressives Verhalten ohne den nötigen
Gehorsam gefördert wurde.

Tierschutz und Exklusivität für Einsatzkräfte

Neben dem Sicherheitsaspekt führt Dominic Hörlezeder auch den
Tierschutz an. Die gezielte Reizung des Wehrtriebs und die Erziehung
von Hunden zu „Waffen“ stellen einen Missbrauch der Tiere dar. „Es
gibt keinen sachlichen Grund, warum Privatpersonen ihre Hunde darauf
abrichten sollten, Menschen zu beißen“, stellt Dominic Hörlezeder
klar. Solche Ausbildungsmethoden müssten exklusiv der Polizei und dem
Bundesheer vorbehalten bleiben, die strengen gesetzlichen
Vorschriften unterliegen.

Niederösterreich muss nachziehen

Während andere Bundesländer wie Wien bereits entsprechende Regelungen
in ihren Landesgesetzen verankert haben, sieht Dominic Hörlezeder in
Niederösterreich dringenden Handlungsbedarf. Der Antrag fordert die
Landesregierung auf, umgehend eine Novelle des NÖ Hundehaltegesetzes
vorzulegen, die ein striktes Verbot der privaten
Schutzhundeausbildung vorsieht. „Wir müssen jetzt handeln, um sowohl
die Bevölkerung als auch die Tiere vor den Folgen dieser gefährlichen
Abrichtemethoden zu schützen“, so Dominic Hörlezeder abschließend.
Der von Dominic Hörlezeder unterstützte Antrag wurde nun zur
Vorberatung dem Rechts- und Verfassungsausschuss zugewiesen.