Damit Migräne im Urlaub keine Chance hat

Wien (OTS) – Sommerurlaub: unbeschwerte Ferientage genießen, endlich
das tun,
worauf man sich schon so lange gefreut hat! Für Menschen mit Migräne
[i] ist die Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres jedoch oft
getrübt, denn: Die Erkrankung kann auch – oder gerade – im Urlaub
zuschlagen. Abreise-Stress, lange Autofahrten oder Flüge, ungewohnte
Hitze, überklimatisierte Räume, veränderte Schlafrhythmen oder
ungewohnte Tagesabläufe können Migräne-Attacken auslösen. Umso
wichtiger ist es für Betroffene, sich rechtzeitig um eine effektive
Migräne-Prophylaxe zu kümmern. Mit den modernen Antikörper-Therapien
stehen hier hochwirksame und gut verträgliche vorbeugende
Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die Zahl und Intensität der
Attacken deutlich reduzieren können und in ihrer Anwendung
ausgesprochen alltagstauglich sind: Als Kurzinfusion, nur vier Mal im
Jahr oder als Fertigpen zur Selbstanwendung verhelfen sie Migräne-
Patientinnen zu mehr Freiheit, Planbarkeit und Lebensqualität – und
letztlich auch zu (mehr) unbeschwerten Urlaubstagen.

„Viele Menschen freuen sich monatelang auf ihren Urlaub – und
erleben dann ausgerechnet in den Ferien massive Einschränkungen durch
ihre Migräne. Statt Strand, Ausflug und gemeinsamer Zeit mit Familie
und Freunden heißt es plötzlich: Rückzug ins abgedunkelte Hotelzimmer
und warten, bis die furchtbaren Schmerzen, oft verbunden mit Übelkeit
bis zum Erbrechen, wieder vergehen. Und dieser schreckliche Zustand
kann im Extremfall bis zu drei Tage andauern“, beschreibt Migräne-
Spezialist Dr. Manfred Eder , niedergelassener Neurologe in Groß-
Enzersdorf, das Leid(en) der Betroffenen.

Zwtl.: Warum Migräne gerade im Urlaub zuschlägt

Gerade die Ferienzeit bringt oft viele typische Migräne-Auslöser
mit sich: Stress vor der Abreise, Schlafmangel, lange Autofahrten
bzw. Flüge, große Hitze, Flüssigkeitsmangel, ungewohnte Mahlzeiten
oder ein veränderter Tagesrhythmus. Auch der abrupte Wechsel von
Anspannung zu Entspannung kann Migräne-Attacken begünstigen.

„Viele Betroffene erleben Migräne genau dann, wenn sie endlich
abschalten können – etwa am ersten Urlaubstag. Der Körper reagiert
sensibel auf Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus, auf Klimawechsel
oder auf das Nachlassen von Stress. Dadurch kann die
Wahrscheinlichkeit für Attacken steigen“, erläutert Dr. Eder.

Besonders belastend sei dabei die fehlende Planbarkeit, betont
der Neurologe, eine mögliche Migräne-Attacke schwebe wie ein Damokles
-Schwert über den Betroffenen, die mit der ständigen Angst reisen, im
entscheidenden Moment „auszufallen“ und wertvolle Urlaubstage zu
verlieren.

Zwtl.: Moderne Migräne-Prophylaxe: Unbeschwertheit zurückgewinnen –
gerade im Urlaub

Die gute Nachricht: Migräne ist heute besser behandelbar denn je.
Sowohl zur Therapie während einer Attacke (Akuttherapie) als auch zur
Vorbeugung (Prophylaxe) stehen mittlerweile hochwirksame Medikamente
zur Verfügung.

„Vor allem auf dem Gebiet der Prophylaxe hat sich in den letzten
Jahren enorm viel getan“, erläutert Eder. „Treten Migräne-Attacken an
vier oder mehr Tagen pro Monat auf, empfehlen wir zusätzlich zur
Akuttherapie meist eine solche prophylaktische, also vorbeugende,
Behandlung. Ziel ist es, dadurch die Häufigkeit und Stärke der
Attacken deutlich zu reduzieren und damit auch die Lebensqualität
nachhaltig zu verbessern“, so Eder.

Sogenannte CGRP [ii] -Antikörper-Therapien blockieren gezielt
Botenstoffe, die bei der Entstehung von Migräne eine zentrale Rolle
spielen. Dadurch werden Zahl und Stärke der Migräne-Attacken deutlich
reduziert.

„Diese modernen Therapien sind generell nicht nur sehr wirksam,
sondern im Allgemeinen auch sehr gut verträglich. Also ganz anders
als früher, als man zur Migräne-Prophylaxe Medikamente wie
Betablocker einsetzte, die zwar Migräne-Attacken wirksam reduzieren
konnten, aber eine Vielzahl von unerwünschten Wirkungen hatten“,
führt Dr. Eder weiter aus.

Zwtl.: Vierteljährliche Kurzinfusion oder Fertigpen: für jeden die
passende Lösung

Je nach Präparat gibt es unterschiedliche Verabreichungsformen:
Die Therapie kann viermal pro Jahr als sogenannte Migräne-
Kurzinfusion erfolgen, die etwa 30 Minuten dauert und durch den Arzt
verabreicht wird. Alternativ steht ein Fertigpen zur Verfügung, mit
dem sich Betroffene das Medikament selbst spritzen können – entweder
einmal monatlich oder vierteljährlich in Form der dreifachen Dosis
mittels drei Fertigpens hintereinander.

Welche Therapieform geeignet ist, hängt von der individuellen
Situation und den persönlichen Bedürfnissen ab.

„Für Menschen, die beruflich oder privat viel unterwegs sind,
viel reisen oder einfach ihren Alltag ohne ständige Angst vor der
nächsten Migräne-Attacke gestalten möchten, stellen diese modernen
Therapieformen eine enorme Erleichterung dar“, betont der Migräne-
Spezialist. Sie bedeuten mehr Freiheit, mehr Planbarkeit und die
Möglichkeit, die zur Verfügung stehende Zeit – gerade auch auf Reisen
oder im Urlaub – wieder selbstbestimmter gestalten zu können.

Zwtl.: Rechtzeitig vorsorgen statt Urlaubstage verlieren

Die modernen Medikamente (CGRP-Antikörper) zur Migräne-Prophylaxe
können allerdings nur nach erfolgter Migräne-Diagnose durch den
Facharzt oder die Fachärztin für Neurologie verschrieben werden.

Im Hinblick auf die bevorstehende Ferienzeit empfiehlt Dr. Eder
daher, rechtzeitig aktiv zu werden: „Die erstmalige Verschreibung
dieser Medikamente muss durch den Facharzt erfolgen, die
nachfolgenden Verschreibungen und Verabreichungen kann der Hausarzt
vornehmen. Um den Urlaub möglichst entspannt und ohne quälende
Attacken genießen zu können, sollte man sich möglichst frühzeitig um
eine passende Migräne-Prophylaxe kümmern. Dann stehen die Chancen auf
unbeschwerte Ferientage deutlich besser.“

Mit freundlicher Unterstützung der Lundbeck Austria GmbH

* Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf eine durchgehend
gendergerechte Schreibweise verzichtet.

[i] Migräne zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen
weltweit. Rund 12 bis 13 Prozent der Bevölkerung leiden daran, in
Österreich sind mehr als eine Million Menschen betroffen. Frauen
deutlich häufiger als Männer.

[ii] CGRP steht für Calcitonin Gene Related Peptide,
Schlüsselsubstanz in der Pathophysiologie der Migräne. CGRP erweitert
die Blutgefäße in der Hirnhaut, fördert Entzündungen und kann bei
Migräneattacken vermehrt im Blut nachgewiesen werden.