Wien (OTS) – Seit Juni 2025 haben über 5.000 öffentlichen Einheiten
die
Möglichkeit, ihre liquiden Mittel in www.bundesschatz.at , dem
Geldanlageprodukt des Bundes, zu veranlagen. Immer mehr Unternehmen
des Bundes, Bundesländer, Gemeinden und Sozialversicherungen nehmen
dieses Angebot an. Über drei Milliarden Euro sind von Seiten dieser
Einheiten in den ersten zehn Monaten investiert worden.
Mit zahlreichen Innovationen soll es den öffentlichen Einheiten
nun noch leichter gemacht werden, in Wertpapiere der Republik
Österreich zu investieren.
Mit der kürzlich umgesetzten technischen Umsetzung eines Vier-
Augen-Prinzips bei Bundesschatz können vor allem Gemeinden ihre
Transaktionen harmonisch in die eigenen Veranlagungsprozesse
integrieren. Eine Novellierung der Rechnungslegungsverordnung
ermöglicht es Gemeinden nun, Bundesschatz bei der Rechnungslegung als
eigenständiges Anlageprodukt zu verbuchen. Somit wurden bisher
bestehende Hürden für Veranlagungen durch österreichische Gemeinden
beseitigt.
Eine weitere Innovation betrifft die Bundesländer: Seit dem 20.
April 2026 können sie sich die Ertragsanteile, welche sie monatlich
vom Bund erhalten, direkt auf ihr Bundesschatz-Konto überweisen
lassen.
Der positive Nebeneffekt: Die Veranlagungen aller öffentlicher
Einheiten werden auf den gesamtstaatlichen Schuldenstand angerechnet
und reduzieren so die Schuldenquote der Republik. Die im Sektor Staat
verfügbare Liquidität liegt gemäß Statistik Austria per Ende 2025 bei
rund 27 Milliarden Euro. Dies bietet das Potenzial, die
gesamtstaatliche Schuldenquote um mehr als 5 Prozent des BIP zu
senken. Aufgrund der zentralen Bedeutung dieser Kennzahl bei der
Beurteilung der österreichischen Kreditwürdigkeit, unter anderem
durch Ratingagenturen und Investoren, wird eine markante Verbesserung
der Schuldenquote am internationalen Geld- und Kapitalmarkt positiv
aufgenommen. Die Republik Österreich und der öffentliche Sektor
profitieren so von günstigeren Finanzierungskonditionen.
Finanzminister Markus Marterbauer : „Mit den Neuerungen beim
Bundesschatz können öffentliche Einheiten noch einfacher und sicherer
die Vorteile nutzen und gleichzeitig die Schuldenquote Österreichs
senken. Das BMF unterstützt darüber hinaus mit einer Klarstellung in
einer neuen Veranlagungsstrategie, dass Bundesschatz die Kriterien
der risikoaversen Finanzgebarung automatisch erfüllt.“
„Bundesschatz vereint moderne Verwaltung mit Finanzpolitik: Die
Gebietskörperschaften profitieren von einer besseren
Liquiditätssteuerung und zugleich ergeben sich positive Effekte für
den Gesamtstaat, indem die Schuldenquote sinkt. Dies stärkt
Österreichs Position auf dem internationalen Geld- und Kapitalmarkt
“, so Finanz-Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl.
Markus Stix , Sprecher der Geschäftsführung der
Bundesfinanzierungsagentur, ergänzt : „Wir freuen uns neben dem
Zuspruch von privaten Anlegerinnen und Anlegern mit technischen und
rechtlichen Neuerungen nun immer mehr öffentliche Einheiten für den
Bundesschatz gewinnen zu können. Das lohnt sich für alle öffentliche
Einheiten, da Bundesschatz ihnen die Zinsveränderungen am Markt
schnell und fair weiterreicht. Die damit verbundene Verbreiterung der
inländischen Investorenbasis wird am Geld- und Kapitalmarkt positiv
aufgenommen und unterstützt somit die Finanzierung des gesamten
Staates.“
Über Bundesschatz
Bundesschätze sind fixverzinste Wertpapiere der Republik
Österreich, die direkt bei der Republik Österreich erworben werden
können. Sie sind in verschiedenen Laufzeiten von einem Monat bis zu
zehn Jahren bereits ab 100 Euro verfügbar. Sie eignen sich damit für
alle Bedürfnisse einer sicheren Geldanlage und sind insbesondere für
kostenbewusste Privatanlegerinnen und Privatanleger interessant, da
seitens der Republik Österreich keinerlei Spesen oder Gebühren
verrechnet werden. Für alle, die ihr Geld besonders nachhaltig
veranlagen möchten, werden Bundesschätze auch im grünen Format
angeboten. Der Erwerb von Bundesschätzen erfolgt über die Webseite
www.bundesschatz.at , ist aber auch in analoger Form möglich.
Öffentliche Einheiten finden alle Details unter
www.bundesschatz.at/oeffentliche-einheiten





