Wien (OTS) – Das Buch bleibt trotz der aktuellen wirtschaftlichen
Herausforderungen ein unverzichtbarer Teil des Alltags vieler
Menschen. Vor allem im Sommer, der klassischen Urlaubszeit und vieler
Stunden in den Bädern, den Seen oder am Meer, greifen viele gerne zu
Büchern. In Wien verkaufen rund 400 Buchhandlungen ihre Bücher
entweder direkt im Laden oder via Online-Shop.
„Bücher sind mehr als nur ein Konsumgut, sie sind ein geistiges
Grundnahrungsmittel und sehr wichtig, um zu lernen, sich zu
unterhalten und in andere Welten einzutauchen“, sagt Kristina
Macherhammer-Hochwarter, Obfrau der Fachgruppe Buch- und
Medienwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien.
Trends am Buchmarkt
Der Buchmarkt in Österreich und damit auch in Wien ist verhalten ins
Jahr gestartet, doch zeigen sich einzelne Segmente stabil und tragen
die Branche. Besonders Belletristik sowie Kinder- und Jugendbücher
bleiben starke Zugpferde im Sortiment des stationären Buchhandels.
Belletristik kam auf ein Umsatzplus von 1,4 Prozent, Kinder- und
Jugendbücher legten um rund 1 Prozent zu; bei einem
durchschnittlichen Buchpreis von 16,67 Euro.
Auch digitale Bücher sind in Wien sehr gefragt. 24 Prozent der
Konsumenten (16 bis 74 Jahre) kaufen ihre Lektüre via Internet. 2024
waren es 22 Prozent.
„Obwohl sich die wirtschaftliche Lage in den Zahlen
widerspiegelt, geben uns die stabilen Entwicklungen bei Belletristik
und Kinderbüchern klare Signale. Die Lust am Lesen ist da, und der
Wiener Buchhandel kann darauf aufbauen“, erklärt Kristina
Macherhammer-Hochwarter.
Buchpicknick in der Venediger Au
Am 18. Juni haben Literaturbegeisterte die Chance, Buchhändlern und
Autoren direkt zu begegnen. Im Venediger Au Park gibt es von 9.00 bis
13.00 Uhr ein buntes Programm für die erste bis siebente Schulstufe,
um der Freude am Lesen nachzugehen und interessante Bücher zu
entdecken. Erwachsene können an den Büchertischen der ausstellenden
Buchhändler und Verlage ihre Lektüre für den Sommer erwerben.
Nähere Infos auf wko.at
Lesen reduziert Demenzrisiko
Bücher zu lesen, verschafft nicht nur Abenteuer im Kopf, sondern
hilft auch gegen das große Vergessen. Eine aktuelle Studie aus den
USA zeigt, dass das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken um 40
Prozent sinkt, wenn man das Gehirn durch Lesen regelmäßig fordert.
Dasselbe gilt übrigens für das Schreiben oder das Erlernen einer
Fremdsprache.
Der Grundstein dafür wird bereits in der Kindheit gelegt.
Vorgelesen zu bekommen und selbst dann zum Leser zu werden, ist die
perfekte Basis, um den Alterungsprozess im Gehirn zu verlangsamen.





