Breite Unterstützung für Wehrdienst-Modell „Österreich Plus“

Wien (OTS) – Österreich steht sicherheitspolitisch unter wachsendem
Druck. Die
geopolitische Lage in Europa und zunehmende Krisenszenarien zeigen:
Die Anforderungen an die staatliche Handlungsfähigkeit steigen –
militärisch wie zivil.

Mit dem Bericht der Wehrdienstkommission liegt seit dem 20.
Jänner 2026 eine fundierte Entscheidungsgrundlage für mehr Resilienz
vor. Das empfohlene Modell „Österreich Plus“ bedeutet konkret:

– 8 Monate Grundwehrdienst und verpflichtende Übungen im Ausmaß von 2
Monaten,

– sowie ein weiterentwickelter Wehrersatzdienst von zumindest 12
Monaten.

Dieses Modell ist eine maßvolle und realistische
Weiterentwicklung des bestehenden Systems. Es geht nicht um ein Mehr
an Belastung, sondern um ein Mehr an Sicherheit, an Resilienz und
Verlässlichkeit.

Die Wehrdienstkommission war breit zusammengesetzt – mit
Vertreterinnen und Vertretern von Ministerien, Sozialpartnern,
Jugend, Zivildienst und Miliz. Die eindeutige Empfehlung ist daher
Ausdruck eines bereits erreichten gesamtgesellschaftlichen
Lastenausgleichs.Es ist nicht verständlich, einen solchen breiten
Konsens im politischen Prozess wieder in Frage zu stellen.

Die Experten haben schon vor Monaten ihren Bericht geliefert, die
Bevölkerung ist laut Umfragen bereit – jetzt muss die Politik endlich
das „Ruht!“ beenden und ins Tun kommen.

„ Die Antwort Österreichs auf die zugespitzte geopolitische
Entwicklung ist das Modell „Österreich Plus“ – und zwar ab 1. Jänner
2027. Die Zeit des Zauderns – insbesondere von zwei
Regierungsparteien – zu Lasten unserer Sicherheit und Resilienz ist
nicht mehr hinzunehmen! “

(Generalmajor Mag. Erwin Hameseder, Vorsitzender der Wehrdienst-
Kommission und Milizbeauftragter im BMLV)

„Der Zivildienst ist ein wesentlicher Bestandteil der zivilen
Landesverteidigung. Das Österreichische Rote Kreuz, bei dem jedes
Jahr mehr als 4.000 Zivildiener ihren Dienst leisten, begrüßt den
Vorschlag der Wehrdienstkommission, die Dienstzeit auf zwölf Monate
zu verlängern. So ist es für uns möglich, die Qualität weiter zu
verbessern, die Einbindung in die Organisation zu intensivieren und
die Wertevermittlung der Notwendigkeit der geistigen
Landesverteidigung zu verstärken. Davon profitieren nicht nur die
jungen Männer, die bei uns ihren Zivildienst leisten, sondern alle
Menschen in Österreich.“

(DI Peter Kaiser, Stellvertretender Generalsekretär des
Österreichischen Roten Kreuzes und beratendes Mitglied der
Wehrdienstkommission)

„Das Milizsystem steht jetzt vor dem personellen Kipppunkt! ‚8+2‘
ist keine ‚politische Kür‘, sondern das absolute Minimum, um
verlorenes politisches Vertrauen von Milizkadersoldaten
zurückzugewinnen. Sie sind das quantitative Führungs-Rückgrat des
Bundesheers. Ohne Miliz kein Bundesheer. Ohne Bundesheer keine
Selbstverteidigung Österreichs!“

(Oberst DI Armin Richter, Präsident des Milizverband Österreich
und beratendes Mitglied der Wehrdienstkommission)

„Österreichs Arbeitgeber sind bereit, ihren Beitrag zur
Landesverteidigung zu leisten – und tun das bereits jeden Tag, wenn
sie Mitarbeiter für Milizübungen freistellen. Daher tragen wir von
der IV auch das vorgeschlagene Modell mit, weil wir wissen: Ein
Bundesheer ohne Einsatzbereitschaft ist ein konkretes Risiko für
Lieferketten, für Betriebe, für den Wirtschaftsstandort insgesamt.
Was wir dafür brauchen, ist Planbarkeit, Rechtssicherheit und faire
Ausgleichsregelungen.“

(Mag. Peter Koren, Stellvertretender Generalsekretär der
Industriellenvereinigung und beratendes Mitglied der
Wehrdienstkommission)

„ Unsere Verfassung macht mit dem Begriff der ‚Umfassenden
Landesverteidigung‘ das Verteidigen unserer Werte zur
Gemeinschaftsaufgabe. Der Aufbauplan 2032+ soll das Bundesheer wieder
abwehrfähig machen – und eine Fähigkeitsentwicklung ermöglichen.
Diese Sicherheit gibt es nicht zum Nulltarif. Wer beim Schutz der
Bevölkerung spart, zahlt am Ende mit unserer Freiheit. “

(Brigadier Mag. Erich Cibulka, Vorsitzender des Dachverbands
„Wehrhaftes Österreich“ und Präsident der Österreichischen
Offiziersgesellschaft)

Gemeinsam haben wir eine klare Botschaft:

„Österreich Plus“ ist kein Wunschzettel des Militärs, sondern die
fundierte und logische Konsequenz aus der veränderten geopolitischen
Bedrohungslage in Europa. Wir wollen den Frieden sichern. Daher sagen
wir: „Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor.“ Wer dieses
Modell aus parteitaktischen, pazifistischen oder budgetären Vorwänden
blockiert, der schwächt nicht bloß das Bundesheer – der schwächt die
verfassungsmäßige Sicherheit und Resilienz der gesamten Republik
Österreich. Und nützt damit fremden Interessen!