Wien (OTS) – Das Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien
und Sport (
BMWKMS) vergibt seit 1991 den Österreichischen Staatspeis für
künstlerische Fotografie. Der Preis ist die höchste Auszeichnung, die
von der Republik Österreich für hervorragende Leistungen im Bereich
künstlerische Fotografie verliehen werden kann.
Paul Albert Leitner wurde von einer unabhängigen Fachjury
bestehend aus Mag. a Hemma Schmutz (Direktorin des Lentos
Kunstmuseums Linz), Aglaia Konrad (Fotografin und Hochschullehrerin,
Trägerin des Staatspreises für künstlerische Fotografie 2023) und Dr.
in Monika Faber Drechsler (Photoinstitut Bonartes) einstimmig für
sein künstlerisch besonders herausragendes Lebenswerk ausgewählt.
„Mit dem Österreichischen Staatspreis für künstlerische
Fotografie würdigen wir einen Künstler, dessen Werk die Kunstszene
über Jahrzehnte hinweg auf unverwechselbare Weise bereichert hat.
Paul Albert Leitner zeigt uns, dass Fotografie weit mehr sein kann
als das Festhalten eines Augenblicks. Sie ist eine Form des genauen
Hinschauens, der Neugier und der Auseinandersetzung mit unserer
Wirklichkeit. Zu dieser höchsten staatlichen Auszeichnung gratuliere
ich Paul Albert Leitner herzlich und danke ihm für seinen
außergewöhnlichen Beitrag zur österreichischen und internationalen
Fotokunst“, so Vizekanzler und Kunst- und Kulturminister Andreas
Babler.
Paul Albert Leitners Arbeit ist charakterisiert durch eine
Vielzahl fotografischer Genres, die er durchaus gleichwertig
behandelt. Leitner verwendet die Kamera als Werkzeug der
Welterfahrung und Selbsterkenntnis sowohl auf ausgedehnten Reisen als
auch in seiner nächsten Umgebung. Sein vielseitiges, gar
überbordendes Oeuvre, akribisch archivarisch geordnet, steht nicht
nur quer zur akuten Schnelllebigkeit, sondern vermittelt vielmehr
einen subjektiven künstlerischen Kosmos. Das Werk des Künstlers hebt
sich zudem durch seinen langjährigen Einfluss auf die nationale und
internationale Kunstszene ab. Der österreichische Staatspreis für
künstlerischen Fotografie würdigt seine herausragenden Leistungen und
rückt den Fokus der Öffentlichkeit auf ein Werk, dessen Qualitäten
zukünftig von steigender Bedeutung sein werden.
Die Verleihung des 11. Österreichischen Staatspeises für
künstlerische Fotografie an Paul Albert Leitner findet im Herbst 2026
statt.
Kurz-Biografie
Paul Albert Leitner wurde 1957 in Jenbach geboren und absolvierte
zwischen 1973 und 1976 eine Ausbildung zum Fotografen. Er entschloss
sich in den 1980er Jahren nach einer Lehre ausschließlich
freischaffend zu arbeiten. Seither wurde sein Werk in zahlreichen
Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Außerdem sind seine
Arbeiten in einigen öffentlichen Sammlungen vertreten.
Letzte Ausstellungen:
2025 — Paul Albert Leitner’s Photographic World — Camera Austria,
Graz
2023 — Mein Archiv wächst und ich bin 66 — FOTOHOF, Salzburg
2022 — Two Sophisticated Austrian Artists in Self-Portraits (mit
Sabine Groschup)
2022 — Míxtum Compósitum (Aus meinem Archiv) — Galerie Rhomberg,
Innsbruck
2013 — Fotos – österreichische Fotografien von den 1930ern bis
heute
Auswahl an Publikationen:
2023 — Mein Archiv wächst und ich bin 66
1999 — Kunst und Leben. Ein Roman
2006 — Wien: Momente einer Stadt
2005 — Städte, Episoden.
1999 — Kunst und Leben: Ein Roman
Preise:
2010 — Österreichischer Kunstpreis für Fotografie
2004 — Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst
1995 — Rupertinum-Fotopreis
1988 — Förderungspreis des BMUKK
Österreichischen Staatspreis für künstlerische Fotografie – alle
Preisträger:innen
Der Staatspreis für künstlerische Fotografie wurde ins Leben
gerufen, um auch im Bereich der Fotografie die Möglichkeit zu
schaffen, ein national und international renommiertes Lebenswerk
auszuzeichnen.
1991: Inge Morath-Miller; 1994: Franz Hubmann; 1997: Erich
Lessing; 2001: Harry Weber; 2005: Friedl Kubelka; 2009: Manfred
Willmann; 2013: Peter Dressler; 2016: Margherita Spiluttini; 2019:
Seiichi Furuya; 2023: Aglaia Konrad; 2026: Paul-Albert Leitner