Wien (OTS) – Konflikte, Mobbing und digitale Radikalisierung sind in
den
heimischen Bildungsstätten im Vormarsch. Ein neues Projekt bietet
Lösungen an.
Die Zahl der Suspendierungen ist im Schuljahr 2025/26 erneut
gestiegen. 2440 Kinder und Jugendliche waren vorübergehend vom
Unterricht ausgeschlossen. Teils tätliche Auseinandersetzungen,
Drohungen, Sachbeschädigungen, Mobbing und der Online-Konsum
extremistischer und gewaltbereiter Inhalte ist die große aktuelle
Herausforderung für PädagogInnen im Bildungsalltag.
Zwtl.: Jeder fünfte Schüler wird gemobbt
Die Zahlen ausgeübter und erlittener seelischer Gewalt sind
besorgniserregend. Rund 20 Prozent der SchülerInnen fühlt sich
wiederholt schikaniert. Mobbing nimmt immer mehr zu. Jedes fünfte
Mädchen und fast jeder vierte Bursche sind betroffen, Sie werden
regelmäßig zur Zielscheibe, Opfer gibt es in allen Altersgruppen. Im
Ländervergleich liegen wir mit überdurchschnittlich hohen Zahlen im
oberen Drittel.
Zudem gibt es laut aktueller OECD-Studie besonders an den
heimischen Mittelschulen immer mehr verhaltensauffällige Kinder und
Jugendliche. Befragte DirektorInnen geben an, dass schon jede fünfte
Lehrkraft regelmäßig mit Problemfällen zu tun hat.
Mit Unterstützung der international erfolgreichen Tech-
Unternehmerin Pingping Gu startet die Bildung gegen Gewalt GmbH jetzt
pünktlich zum neuen Schuljahr eine Offensive für mehr Sicherheit und
weniger Gewalt sowie Mobbing.
Zwtl.: Unterrichtsmaterial mit Videos und eigener Lehrgang
Ziel ist ein sicheres, respektvolles und inklusives Lernumfeld zu
schaffen. In Kooperation unter anderem der Bildungs- und
Landespolizeidirektion in Tirol sowie dem Kompetenzzentrum Sicheres
Österreich – Landesklub Tirol – werden wirksame Präventionsmaßnahmen
gegen Gewalt, in jeder Form, in den Klassenzimmern entwickelt.
Zielgruppenorientiertes Unterrichtsmaterial samt Videobegleitung
für 10- bis 14-Jährige in der Sekundarstufe wird dafür gemeinsam mit
einem ExpertInnenteam erarbeitet. Geplant ist neben einer
Fachkonferenz im DomQuartier in Salzburg Ende November mit namhaften
ExpertInnen aus der Wissenschaft und schulischen Praxis sowie der
Päpstlichen Universität zum Heiligen Kreuz in Rom auch eine eigene
Fortbildungsreihe zum Thema Gewaltprävention an Schulen in
Kooperation mit dem Institut für Gewaltprävention und
Konfliktmanagement (IFGK) in Wien.
Initiatiorin und Geschäftsführerin Pingping Gu zeigt sich vom
Erfolg des schulischen Gewaltpräventions-Projekts überzeugt: “Ein
friedliches Miteinander und ein sicheres Lernumfeld sind trotz der
großen Herausforderungen möglich. Gemeinsam mit Expertinnen und
Experten erarbeiten wir Lösungen für die pädagogische Praxis.”