Wien (OTS) – Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Wien verfügt
über eine große
Expertise im Bereich der operativen und auch konservativen Versorgung
von Tumorpatient:innen. Diese Kompetenz wird zukünftig um eine
onkologische Pflegeberatung durch speziell ausgebildete
Pflegeexpertinnen erweitert. Das Angebot steht in einem ersten
Schritt Neupatient:innen mit gastrointestinalen Tumoren zur
Verfügung.

Zwei Mal wöchentlich stehen zukünftig zwei Pflegeexpertinnen (APN
– Advanced Practice Nurses) mit vertiefter Expertise in der Onkologie
den Neupatient:innen mit bösartigen Erkrankungen des Magen-Darm-
Trakts als Ansprechpersonen zur Verfügung. Die Pflegeexpertinnen sind
Teil des Behandlungsteams und bieten zusätzliche Beratungsangebote
sowie individuelle Begleitung an.

„Die onkologische Pflegeberatung durch spezialisierte
Pflegepersonen wurde entwickelt, um die steigende Zahl onkologischer
Patient:innen in einem breiteren Umfang bestmöglich zu begleiten und
zu versorgen. Wir orientieren uns damit auch an den Bedürfnissen der
Patient:innen, die weiterführende Beratung, ergänzende
kontinuierliche Ansprechpersonen und Unterstützung beim
Selbstmanagement immer stärker einfordern,“ so Pflegedirektorin DGKP
Barbara Mally, MBA.

Zwtl.: Das Angebot

Der Beratungsverlauf sieht eine Erstberatung bei Therapiestart,
Folgeberatung und bei Bedarf interdisziplinäre Weitervermittlung vor.
Die beiden Pflegeexpertinnen sind für die Patient:innen
kontinuierliche Ansprechpersonen, die anleiten, unterstützen und Wege
im Umgang beispielsweise mit Nebenwirkungen aufzeigen. Ziel ist es,
die betreuten Patient:innen dabei zu unterstützen, mehr Sicherheit im
Umgang mit einer schweren, lebensverändernden Krankheit zu entwickeln
und die Behandlung so weit wie möglich aktiv mitzugestalten.

„Die Diagnose Krebs stellt das Leben der Betroffenen auf den
Kopf. Mit der onkologischen Pflegeberatung möchten wir Patient:innen
und ihre Angehörigen begleiten und ihnen eine verlässliche
Anlaufstelle bieten, während wir weiterhin Teil des Behandlungsteams
bleiben. Dabei geht es nicht nur darum, Wissen zu vermitteln und
Fragen zu beantworten. Wir möchten Patient:innen darin stärken, ihre
Erkrankung und Behandlung besser zu verstehen, mit möglichen
Nebenwirkungen und Veränderungen im Alltag sicherer umzugehen und
ihren Behandlungsweg aktiv mitzugestalten. Unser Ziel ist es,
Orientierung zu geben, vorhandene Ressourcen zu stärken und damit zu
mehr Sicherheit und Selbstbestimmung im Umgang mit der Erkrankung
beizutragen“, erklären die zwei Pflegeexpertinnen DGKP Petra
Klaushofer, BSc, MSc und DGKP Johanna Leutgeb, BScN, MSc.