AutoScout24 Umfrage: Navi ist gut, Kontrolle ist besser

Wien (OTS) – Was früher der Blick auf die Straßenkarte war, übernimmt
heute das
Navigationsgerät. Ob fest im Auto integriert oder als App am
Smartphone: Laut aktueller Trendumfrage von AutoScout24.at unter 500
Befragten nutzt nahezu jeder Befragte zumindest gelegentlich ein
Navi, ein Drittel sogar auf den meisten Fahrten.

Besonders groß ist die Begeisterung bei den unter 30-Jährigen:
Fast jede Zweite (49 Prozent) schaltet das Navi für den Großteil der
Fahrten ein. Auch Wiener:innen greifen überdurchschnittlich häufig
auf digitale Routenführung zurück – 48 Prozent sind meist mit
Navigationshilfe unterwegs.

Blindes Vertrauen genießt die Technik allerdings nicht. Und auch
die Bedienung des Navis ist oft Teamarbeit: Nur 27 Prozent möchten,
dass niemand anderer Hand an die Navigation legt. Bei 5 Prozent
übernehmen sogar ausschließlich die Mitfahrenden diese Aufgabe.

Zwtl.: Sprachansagen bleiben die wichtigste Funktion

Wer ein Navi nutzt, setzt vor allem auf klare Ansagen. Für 56
Prozent sind gesprochene Hinweise wichtiger als eine reine
Kartendarstellung ohne Sprachführung (31 Prozent). Ebenfalls hoch im
Kurs stehen aktuelle Verkehrs- und Stauinformationen (54 Prozent),
die Anzeige der erlaubten Geschwindigkeit (51 Prozent) sowie
Vorschläge für schnellere Ausweichrouten (40 Prozent).

Weniger häufig werden Zusatzfunktionen wie Warnungen vor
Gefahrenstellen oder Hindernissen (34 Prozent), Hinweise auf
Radarboxen (28 Prozent), Informationen zu Tankstellen oder
Rastplätzen (25 Prozent) sowie Offlinekarten (21 Prozent) genutzt.

Zwtl.: Navi ist gut, Kontrolle ist besser

Der Stimme aus dem Off vertrauen die meisten Autofahrer:innen
dennoch nicht uneingeschränkt. Lediglich 13 Prozent verlassen sich
vollständig auf die vorgeschlagene Route. Genauso viele haben bereits
schlechte Erfahrungen gemacht und überprüfen die Strecke vor jeder
Fahrt. 18 Prozent orientieren sich trotz eingeschaltetem Navi
überwiegend an der Beschilderung. Die größte Gruppe – 57 Prozent –
folgt den Ansagen zwar grundsätzlich, hat dabei aber stets ein
gewisses Gefühl der Unsicherheit.

Zwtl.: Wenn das Navi in die Irre führt

Dieses Misstrauen kommt nicht von ungefähr: Sieben von zehn Navi-
Nutzer:innen haben bereits Probleme mit der vorgeschlagenen Route
erlebt. 30 Prozent landeten auf ungeeigneten Wegen, rund ein Viertel
wurde über unnötig lange oder umständliche Strecken geleitet oder
durch enge Gassen geschickt, obwohl es einfachere Alternativen
gegeben hätte.

Fast jede:r Fünfte erhielt falsche oder widersprüchliche
Anweisungen, 17 Prozent wurden sogar in eine falsche Straße
geschickt. Bei 14 Prozent schätzte das Navi die Verkehrslage falsch
ein, und bei 12 Prozent führte ein nicht korrekt erkannter Standort
zu einer fehlerhaften Routenberechnung.

Der digitale Beifahrer gehört für die meisten längst zum
Autofahren dazu. Doch auch im Zeitalter moderner Navigation gilt für
viele Österreicher:innen: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Über die Trendumfrage:
Für die Trendstudie hat Integral Markt- und Meinungsforschung im
Jänner 2026 für AutoScout24 500 österreichische Autobesitzer:innen
von 18 bis 69 Jahren online repräsentativ für diese Zielgruppe
befragt.