Automatisierungslösung für Vorserie: Steirischer Technologiebetrieb angelt sich Großauftrag aus Automotiveindustrie

St. Stefan/Rosental (OTS) – ( Zu den Bildern , honorarfrei, Fotos:
Wolf)

In der südoststeirischen Werkshalle greifen Roboter schwere
Bauteile, positionieren sie millimetergenau, halten die Komponenten
unter definiertem Druck, bringen Funktionsflächen auf und
dokumentieren jeden einzelnen Prozessschritt. Parallel überwachen
Kamerasysteme sämtliche Positionen, Temperaturen und Zeiten. Es ist
gewissermaßen die industrielle Generalprobe, die bei Resch in Glojach
über die Bühne geht: Das südoststeirische Technologieunternehmen ist
darauf spezialisiert, Automatisierungslösungen für Vorserien und
Industrialisierungsphasen zu entwickeln und zu implementieren. „Wenn
Automobilhersteller neue Systeme entwickeln, entscheidet sich früh,
ob ein Konzept serienfähig ist – oder an der Automatisierung
scheitert. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Entwicklung und
industrieller Umsetzung haben wir uns international einen Namen
gemacht“, erklärt Geschäftsführer Gerald Resch, der das 60-köpfige
Unternehmen gemeinsam mit seiner Frau Andrea leitet.

Zwtl.: Prestigeprojekt

Zu den Kunden zählt das Who-is-who aus Luftfahrt, Industrie – und
Automotive, wie ein aktuelles Prestigeprojekt eindrucksvoll unter
Beweis stellt: Für einen mitteleuropäischen Automobilisten validiert
der breit aufgestellte heimische Technologie-Spezialist aktuell eine
Vorserienproduktion. Der konkrete Auftraggeber bleibt unter
Verschluss – zu viel hängt an Vorhaben wie diesen auch für die
Endhersteller. „Ein Projekt dieser Größenordnung für einen der
namhaftesten Automobilhersteller der Welt umzusetzen, ist für uns
mehr als ein Prestigeauftrag. Es bestätigt unsere Position als
Industrialisierungspartner für komplexe Automatisierungsprozesse“,
erklärt Resch. Ziel sei es auch in diesem Projekt, „komplexe Bauteile
unter realitätsnahen Bedingungen zu testen, Toleranzen zu evaluieren
und die Automatisierbarkeit abzusichern“, so der Geschäftsführer.

Im Fokus steht ein großdimensioniertes Gehäuse mit integrierter
Funktionsfläche – aus dem Bereich moderner Antriebstechnologien. Die
Anforderungen sind entsprechend hoch: Bauteile mit bis zu 1,2 Metern
Länge und erheblichem Gewicht müssen sicher gehandhabt, exakt
positioniert und über mehrere Stationen geführt werden. Klebestellen
werden temperatur-, zeit- und druckgesteuert aufgebracht,
Aushärtungszeiten exakt eingehalten. „Sämtliche Parameter werden
automatisch erfasst und via QR-Code lückenlos rückverfolgbar
dokumentiert“, betont der Geschäftsführer. Insgesamt sind sechs
Stationen auf der Demolinie implementiert – von der Auspack- und
Positionierstation bis hin zur automatisierten Klebe- und
Hebeeinheit. Technologisch setzt Resch bewusst auf eigene Lösungen.
CEO Resch: „Wenn es etwas am Weltmarkt noch nicht gibt, dann erfinden
wir es.“

Zwtl.: Über die Resch GmbH

Die Resch GmbH mit Sitz in St. Stefan im Rosental (Steiermark,
Österreich) beschäftigt 60 Mitarbeitende, darunter neun Lehrlinge,
und wird von Gerald Resch und Andrea Resch geführt. Das 2000
gegründete Familienunternehmen ist auf innovative
Fertigungstechnologien und Systemlösungen spezialisiert – darunter
mechanische CNC-Bearbeitung, Ultrasonic-Glas- und Keramikbearbeitung,
FSW-Rührreibschweißen, additive Fertigung sowie Konstruktion und
Vorrichtungsbau für Prototypen und Serienprodukte. Mit einer
indirekten Exportquote von 85 Prozent beliefert Resch vor allem
Kunden in Österreich, Deutschland, Spanien und Japan.